Eine 3D e-Tourismusumgebung
A 3D e-Tourism Environment
Wissenschaftsdisziplinen
Informatik (90%); Wirtschaftswissenschaften (10%)
Keywords
-
3D Virtual Worlds,
E-Tourism,
Online Communities,
Electronic Institutions,
Multi-Agent Systems
Tourismus hat eindrucksvoll gezeigt, wie das Internet die Struktur eines ganzen Industriezweiges revolutionieren kann und sich dadurch neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnen. Die Entwicklung von hochspezialisierten Dienstleistungen sowie einer noch tiefergehenden Einbindung des Kunden wird innovative Marktplätze schaffen, in welche alle Interessenten eingebunden sind. Derzeitige Anwendungen im e-Tourismus werden von konservativen Ansätzen des User Interface Designs dominiert. Unter Berücksichtigung der momentan steigenden Beliebtheit von Massively Multi-User Online Role Playing Games (Online Rollenspiele mit großer Benutzeranzahl) sowie des wachsenden Anteils von Online-Verkäufen von Tourismusprodukten, sehen wir ein enormes Potential für Synergien für den e-Tourismus durch die Kombination von Unterhaltung und Geschäft. Schließlich sollte es auch Spaß machen! Das Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung eines Instruments, um die komplexen Interaktionsmuster von Anbietern und Konsumenten im e-Tourismus zu unterstützen. Diese Anbieter und Konsumenten sind TeilnehmerInnen in einer heterogenen Gesellschaft von Menschen und Software-Agenten die gemeinschaftlich in einer 3D Umgebung basierend auf einem Multi-Agenten-System zusammenleben. Das Projektziel lässt sich in drei Teilziele untergliedern: - Entwicklung einer 3D e-Tourismusumgebung für Anbieter und Konsumenten, die eine Vielzahl von Interaktionsmechanismen zwischen den Teilnehmern bietet. - Entwicklung einer 3D e-Tourismusumgebung als Plattform zur Schaffung und langfristigen Erhaltung einer lebendigen und aktiven Gemeinschaft von Anbietern und Konsumenten. - Entwicklung einer mit vielfältigen Informationen angereicherten 3D e-Tourismusumgebung, welche einen einheitlichen Zugang zu unterschiedlichen multimedialen Informationsquellen bietet. Diese Ziele werden durch die Entwicklung einer vollintegrierten und spielähnlichen e-Business Applikation umgesetzt, in welcher jede/r TeilnehmerIn als Avatar visuell repräsentiert wird. Diese 3D Umgebung eröffnet eine Vielzahl von Forschungsthemen, um unterschiedlichste Aspekte der Zusammenarbeit bzw. des Zusammenlebens von Menschen und autonomen Softwareagenten im Anwendungsfeld des e-Tourismus zu studieren. Diese Themen beinhalten unter anderem die Analyse der potentiellen Effekte solcher Umgebungen auf das traditionelle Tourismusgeschäft sowie die Untersuchung von Auswirkungen auf das Vertrauen in Online-Transaktionen oder das Entstehen sozialer Netze und Geschäftsnetzwerke. Durch den schrittweisen Prozess der Verschmelzung von traditionellen Medien mit dem Internet, von Unterhaltung mit Geschäft, wird dieses Projekt einen wichtigen Beitrag, in einem für das Tourismusland Österreich wirtschaftlich höchst relevanten Forschungsfeld, leisten.
Tourismus hat eindrucksvoll gezeigt, wie das Internet die Struktur eines ganzen Industriezweiges revolutionieren kann und sich dadurch neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnen. Durch die Entwicklung von hochspezialisierten Dienstleistungen sowie der engen Einbindung der KundInnen werden innovative Marktplätze geschaffen, in welche alle Akteure eingebunden sind. Unter Berücksichtigung der steigenden Beliebtheit von Massively Multi-User Online Role Playing Games (Online Rollenspiele mit sehr großen Benutzerzahlen), sowie des wachsenden Anteils von Online-Verkäufen von Tourismusprodukten, entsteht enormes Synergiepotential für den e-Tourismus Bereich durch die Kombination aus Unterhaltung und Business. Schließlich soll Einkaufen Freude bereiten! Im Rahmen dieses Projekts wurde eine neuartige, dreidimensionale Testumgebung entwickelt, welche die Analyse der komplexen Interaktionsabläufe zwischen AnbieterInnen und KonsumentenInnen im e-Tourismus unterstützt. AnbieterInnen und KonsumentenInnen bilden eine heterogene Gesellschaft aus Mensch und Software-Agent. Diese interagieren in einer multi-agenten basierten, dreidimensionalen virtuellen Welt miteinander, welche vielseitige Interaktions- und Kommunikatiosformen zwischen allen TeilnehmerInnen ermöglicht. Die interaktive Begehung und Visualisierung von Tourismusgütern wird ebenso unterstützt wie der Handel mit bzw. die Auktion von Tourismusprodukten. das Vermitteln von kulturellen Unterschieden, hilfreichem Wissen und Facetten über Urlaubsdestinationen oder Sehenswürdigkeiten bietet. Lerninhalte werden im Rahmen eines speziell designten Computerspiels, einem Serious Game, spielerisch und subtil vermittelt. Durch immersives, kulturelles Training (ICURA) wird Bewusstsein für Do`s und Don`ts geschaffen und schonendes und nachhaltiges touristisches Verhalten gefördert. durch ein hybrides, semantisches Suchsystem den Zugriff auf touristische Informations-quellen bietet. Die Interaktion mit dem Suchsystem wird über natürliche Sprache erfolgen, um Eintrittsbarrieren für neue BenutzerInnen niedrig zu gestalten. Diese Elemente wurden durch die Entwicklung des vollintegrierten, spielähnlichen Systems itchy feet, in welchem jede/r TeilnehmerIn visuell als Avatar repräsentiert wird, erreicht. Das itchy feet System kann von der Projekt Homepage bezogen werden und eröffnet eine Spielwiese für eine Vielzahl von Forschungsthemen, um Aspekte der Zusammenarbeit von Mensch und autonomen Softwareagenten im e-Tourismus aber auch darüber hinaus zu studieren. Diese Themen beinhalten unter anderem die Analyse der potentiellen Effekte solcher Umgebungen auf das traditionelle Tourismusgeschäft sowie die Untersuchung von Auswirkungen auf das Vertrauen in Online- Transaktionen oder das Entstehen sozialer Netze. Dies wird in Zukunft immer größere Bedeutung erlangen, da traditionellen Medien, 3D Technologien und das Internet langsam aber sicher zusammenwachsen. Dieser Prozess hat die Verschmelzung von Unterhaltung, Immersion und Business zur Folge.
- Technische Universität Wien - 10%
- Matrixware Information Services GmbH in Liqu. - 90%
- Hannes Werthner, Technische Universität Wien , assoziierte:r Forschungspartner:in
- John Debenham, The University of Sydney - Australien
- Francesca Ricci, Università di Trento - Italien
- Carles Sierra, Spanish National Research Council - Spanien