Mid-Miocene floristic changes and differentiation patterns
Mid-Miocene floristic changes and differentiation patterns
Wissenschaftsdisziplinen
Biologie (60%); Geowissenschaften (40%)
Keywords
-
Miocene,
Palaeobotany,
Biodiversity,
Biogeography,
Northern Hemisphere,
Climate
Im Laufe des Känozoikum fand eine graduelle immer weder durch unregelmässige Temperaturschwankungen unterbrochene Abkühlung im Bereich der nördlichen Hemisphäre statt, die letztendlich in den pleistozänen Vereisungen gipfelte. Dieser Abkühlungsprozess wurde durch zwei prägnante Erwärmungsphasen unterbrochen. Eine am Übergang des Paleozän zum Eozän, vor etwa 55 Ma, die andere, das sogenannte Mid-Miocene Climatic Optimum, MMCO, vor etwa 17-15 Ma im Mittelmiozän. Im Anschluss an das MMCO fiel die globale Mitteltemperatur kontinuierlich bis zum Pleistozän ab. Dies läßt sich von weltweit gemittelten d18O Werten der marinen Sedimentbefunde ableiten. Ziel dieses Projektes wird es sein, die regionalen Muster und die Zeitpunkte des klimatischen Wechsels, der Vegetationsveränderung und der damit einhergehenden taxonomischen Differenzierung zu untersuchen in Hinblick auf die Situation während und nach dem MMCO. Untersuchungen von Makrofossilien und palynologische Befunde gut datierter isländischer Floren zeigen einen Widerspruch zwischen regionalen (nördlicher Nordatlantik) und global gemittelten Klimaverhältnissen. Das Projekt des Antragstellers fokussiert auf die detaillierte (florsitisch- taxonomische) Erfassung fossiler Floren der gesamten Nordhemisphäre, von niedrigen zu hohen Breiten, in Nordamerika, Europa und Asien. Hierdurch werden regionale klimatische Signale in Bezug zur globalen marinen 18O Isotopenkurve gesetzt und abgegrenzt. Dies geschieht anhand ausgewählter Paare zuverlässig datierter miozäner Floren aus den Zeitabschnitten des MMCO und post-MMCO. Änderungen in der taxonomischen Zusammensetzung von MMCO und post-MMCO Floren werden erfaßt, in einen generellen klimatischen und biomischen Zusammenhang gebracht, um danach mögliche Refugien und Aussterbeereignisse zu identifizieren. Ein weiteres Ziel ist es, die Differentiationsmuster ausgewählter Pflanzengruppen dieser Zeitperiode mittels vergleichender Morphologie und systematischer Studien (phylogenetic frameworks) rezenter und fossiler Vertreter zu untersuchen. Dabei wird einer Reihe von Fragen nachgegangen, etwa ob die beobachteten taxonomischen Radiationen mit der geographischen Isolierung zusammenhängen oder durch regionale und globale abiotische Ereignisse dieses Zeitintervalls bedingt sind.
- Universität Wien - 100%
Research Output
- 32 Zitationen
- 1 Publikationen
-
2011
Titel Lythrum and Peplis from the Late Cretaceous and Cenozoic of North America and Eurasia: New evidence suggesting early diversification within the Lythraceae DOI 10.3732/ajb.1100204 Typ Journal Article Autor Grímsson F Journal American Journal of Botany Seiten 1801-1815 Link Publikation