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Italienische Mediziner an Habsburger Höfen (1550-1600)

Italian Physicians and the Habsburg Courts (1550-1600)

Alessandra Quaranta (ORCID: 0000-0002-0234-577X)
  • Grant-DOI 10.55776/M2907
  • Förderprogramm Lise Meitner
  • Status beendet
  • Projektbeginn 12.10.2020
  • Projektende 11.01.2023
  • Bewilligungssumme 175.780 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Andere Geisteswissenschaften (10%); Andere Humanmedizin, Gesundheitswissenschaften (70%); Philosophie, Ethik, Religion (10%); Soziologie (10%)

Keywords

    Early modern history, Italian physicians, Medical provision in Vienna, Professional and cultural networks, Transfer of knowledge across Europe, History of Medicine

Abstract Endbericht

Das Forschungsprojekt konzentriert sich auf jene Gruppe der italienischen Ärzte, die die kaiserliche Familie der Habsburger in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts betreuten. Sie waren an den Höfen in Wien, Prag und Innsbruck tätig, die kulturelle, politische und religiöse Machtzentren, aber auch Orte waren, an denen Wissen produziert und weitergegeben wurde. Um zu verstehen welche Rolle diese Mediziner sowohl in der ärztlichen Betreuung als auch in der Produktion und Weitergabe von Wissen spielten, werden zunächst ihre medizinischen Kenntnisse analysiert. Ebenso wichtig sind ihre naturwissenschaftlichen Interessen, sowie die Methoden, die sie bei ihren Forschungen im medizinischen, botanischen und pharmazeutischen Bereich anwendeten. Weiteres wird eruiert, unter welchen Rahmenbedingungen diese Ärzte in den Dienst der kaiserlichen Familie berufen wurden und über welche beruflichen, wirtschaftlichen oder politischen Verhältnisse diese Ärzte mit den Höfen verbunden waren. In Bezug auf die tatsächlich am Hof ausgeführten Aufgaben ist zu berücksichtigen, dass diese Mediziner einerseits gebildete Gelehrte waren, die sich mit naturwissenschaftlichen Studien beschäftigten, andererseits waren sie beruflich in der Gesundheitsversorgung tätig. Außerdem soll thematisiert werden, welche Rolle sie sowohl in der Erziehung einzelner Mitglieder der kaiserlichen Familie, als auch als politische Berater des Kaisers übernahmen. Vom medizinischen Standpunkt aus ist es sehr interessant, zu verstehen, auf welchen Beobachtungen ihre Diagnosen basierten. Darüber hinaus ist es auch wesentlich heraus zu finden, welche Denkweisen ihren Behandlungen zugrunde lagen. Die medizinischen Sichtweisen hingen auch von den Beziehungen italienischer Ärzte zu anderen europäischen Medizinern ab. Generell ist davon auszugehen, dass die unter europäischen Ärzten gepflogenen Beziehungen sowohl die Entwicklung als auch die Vermittlung von medizinischem Wissen in Europa beeinflussten. Die obenerwähntenFragenwerdenim Kontext des Einflusses verschiedener kulturell- naturwissenschaftlich interessierter und religiöser Hofkreise, als auch der österreichischen medizinischen Institutionen, wie z.B. der medizinischen Fakultät der Universität Wien und der in der Stadt befindlichen Krankenhäuser thematisiert. Ein weiterer ausschlaggebender Faktor ist der italienische Humanismus, der in den kulturellen Zentren der habsburgischen Länder auf große Resonanz stieß. Insofern ist es eine sehr relevante Fragestellung, welche Rolle die humanistische Kultur für die Entwicklung von medizinischem Wissen und die soziale und kulturellen Hofidentitäten spielte. Vom methodologischen Zugang her wird im Rahmen des Forschungsprojektes die Verbindungen zwischen Ideen- und der Sozialgeschichte hergestellt. Die italienischen Ärzte werden in ihrer Funktion als Produzenten und Vermittler von Wissen, als Berufstätige in der medizinischen Versorgung und als historische Figuren in ihrer sozialen Situation verstanden.

Mein Forschungsprojekt erforschte die professionelle Identität von fünfunddreißig gelehrten italienischen Ärzten, die von 1545 bis 1620 die Familie der Habsburger nachhaltig oder zeitweisen betreuten. Diese Mediziner entwickelten ein volles Bewusstsein als hoch qualifizierte und einheitliche Gruppe, und teilten eine einflussreiche medizinische Kultur. Um die wissenschaftlichen Profile, beruflichen Aktivitäten und Karrieren dieser Ärzte zu rekonstruieren, berücksichtigte ich die engen Verbindungen zwischen den von den Ärzten übernommenen sozio-beruflichen Funktionen auf der einen und den Dynamiken von Produktion, Transformation und Vermittlung naturwissenschaftlicher Kenntnisse auf der anderen Seite. Eruiert wurden auch die Beziehungen zwischen den Ärzten und den Habsburger Höfen, die als komplexe politische, kulturelle und religiöse Zentren zu verstehen sind. Auf methodischer Ebene kombinierte ich eine qualitative Studie erzählender Quellen - Reichsadelsakten, kaiserliche Briefwechsel, ärztliche Schriftverkehre, medizinische Ratschläge und Weihebriefe - mit einer quantitativen Analyse der Finanzhofdokumente - Hofzahlbücher, Geschäftsbücher sowie Register des Oberstmeisterhofamtes. Beim Einstellungsprozess kamen Empfehlungen einflussreicher Autoritätspersonen zugute, während sich die medizinischen Kompetenzen und akademischen Titel als etwas weniger relevant herauskristallisierten. Um die angetretenen Hofarbeitsstellen zu behalten, und langfristige Berufslaufbahnen zu begünstigen, sollten die italienischen Ärzte zielorientierte Strategien anwenden, einschließlich der Darstellung ihrer fachlichen Kompetenzen. Generell sollten die Ärzte das Vertrauen des Herrschen verdienen sowie auch dem Hause Österreich gegenüber anhaltende Treue bekunden. Allerdings reichte die Loyalität an und für sich nicht aus. Die Rollen als Leib- und Hofärzte waren instabil, sowohl aufgrund des schwankenden Willens des Kaisers als auch ob der besonderen Interessen, die den Hofraum charakterisierten. Nicht selten interpretierte die Kaiserentourage Benehmen und Handlungen der Ärzte auf instrumenteller Art und Weise zum politischen, religiösen oder personellen Zweck. Berufliche Rivalitäten konnten außerdem den erworbenen wissenschaftlichen Ruf schädigen. In einigen Fällen führten diese komplexen Dynamiken zu einer vorzeitigen Kündigung der Ärzte. Im derartig unsicheren Kontext stellten sich die Weiterentwicklung beruflicher Netzwerke, sowie auch die Kooperation mit Hofkollegen auf der Ebene von medizinischer Praxis, Forschung "in naturalibus" und wissenschaftlicher Produktion aufschlaggebend heraus. Die Ärzte beabsichtigten außerdem, ein Vertrauensverhältnis zu den Patienten aufbauen. Diesbezüglich sollten zwei kollidierende Notwendigkeiten verknüpft werden. Einerseits bemühten sich die Ärzte, die Erwartungen der Patienten zu erfüllen, indem sie ihren individuellen Körper- und Gefühlsbedürfnissen besondere Aufmerksamkeit schenkten. Andererseits mussten die Ärzte Behandlungsergebnisse festlegen und damit ihre Forschungsrichtungen aktualisieren. Dementsprechend versuchten sie, ihre Therapieverschreibungen bei den erkrankten Personen durchzusetzen, sowie auch das Vertrauen der Patienten in die gelehrte Medizin zu erweckten und zu stärkten. Zu guter Letzt, in Bezug auf Einstellung, Karrieredauer, Aufgaben und sozio-ökonomische Privilegien, spielten die italienischen Ärzte eine prominente Rolle im Vergleich zu ihren nicht-italienischen Hofkollegen. Sie hinterließen auch ein erhebliches kulturell-wissenschaftliches Erbe, weil das italienisch- medizinische Wissen eine weite Zirkulation in den Habsburgischen Gebieten erfuhr und geschätzt wurde, und die einheimischen Ärzte sahen die italienisch- medizinische Praxis als eine nachahmende Methode an.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Wien - 100%

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