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Römisches Kibyra: Lokale Kulturen im klassischen Gewand

Roman Cibyra: Retrieving the Local from the ‘Classical’

Ludwig Meier (ORCID: 0000-0003-1745-620X)
  • Grant-DOI 10.55776/M2958
  • Förderprogramm Lise Meitner
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.12.2020
  • Projektende 30.11.2022
  • Bewilligungssumme 175.780 €

Wissenschaftsdisziplinen

Geschichte, Archäologie (100%)

Keywords

    Cibyra, Asia Minor, Greek Epigraphy, Local Culture

Abstract Endbericht

Menschen gehören verschiedenen Gemeinschaften an: Sie werden in eine Familie hineingeboren und gründen eine eigene, sie haben Freunde, sie betätigen sich in Vereinen. Sie folgen internationalen Moden. Vielleicht sind sie auch von anderswoher in eine neue Heimat gekommen. In all diesen Fällen geben Menschen auf verschiedene Art Signale, um zu zeigen, zu welchen Gemeinschaften sie gehören manchmal bewusst, manchmal, ohne es selbst zu bemerken. Dabei greifen sie auf Vorbilder zurück. So fragen sich junge Leute: Trage ich zum Dorffest weiße Turnschuhe wie meine Idole in den sozialen Medien, oder Tracht wie die meisten auf dem Fest? Oder soll ich beides kombinieren? Wir alle treffen tagtäglich eine Wahl zwischen solchen globalen und lokalen Ausdrucksweisen, um zu zeigen, wem wir uns zugehörig fühlen. Das Bedürfnis, Zugehörigkeit auszudrücken, ist allen Menschen in allen Zeiten und Räumen gemeinsam. Sie unterscheiden sich aber darin, mit welchen Mitteln sie dies tun. Eine der wichtigsten Quellen, um etwas über die Kulturen der antiken Mittelmeerwelt zu erfahren, sind Inschriften. Zu allen möglichen Gelegenheiten meißelten antike Menschen Texte in Stein, die heute noch erhalten sind. In diesem Projekt erforschen wir Inschriften, die bei Ausgrabungen in den Ruinen der antiken Stadt Kibyra entdeckt wurden (im Südwesten der heutigen Türkei). Die Bewohner Kibyras waren ursprünglich Siedler aus dem antiken Volk der Pisidier. In Kibyra bildeten sie im 3. Jahrhundert v. Chr. einen eigenständigen Stadtstaat und übernahmen Elemente der allgemein verbreiteten griechischen Kultur, bevor sie im 1. Jahrhundert v. Chr. Teil des römischen Reiches wurden. Kommt man als Reisender nach Kibyra, findet man monumentale Ruinen, die in vielem einer typischen Stadt der römischen Kaiserzeit entsprechen und wie man sie im gesamten Mittelmeerraum findet. Wenn man dagegen die Inschriften aus Kibyra liest, staunt man darüber, wie sich die Menschen mal mit einheimischen, mal mit griechischen, mal mit römischen Namen bezeichneten. Man könnte zwar annehmen, dass die Bewohner von Kibyra Pisidier waren, die zuerst Griechen, und dann Römer wurden. Tatsächlich waren sie alles zugleich und benutzten sogar verschiedene Namensformen innerhalb einer einzigen Inschrift. Sie achteten genau darauf, welchen Aspekt ihrer Identität als Bürger von Kibyra sie besonders betonen wollten: Waren sie besonders stolz auf ihre lokale Herkunft? Darauf, sich griechische Bildung und Kultur angeeignet zu haben? Oder in die Verwaltung und die Elite des römischen Reiches aufgestiegen zu sein? In der Weise, wie sie ihre Namen gebrauchten, und in vielen anderen Eigenheiten ihrer Inschriften verschmolzen die Bürger von Kibyra lokale und globale Ausdrucksweisen zu einer eigenständigen und unverwechselbaren Kultur. Erforschen wir eine zeitlich und räumlich so entfernte Stadt wie Kibyra, erforschen wir zugleich die Kreativität des Menschen, seine Zugehörigkeit auszudrücken. Diese Kreativität ist zeitlos.

Wenn wir als Historikerinnen und Historiker etwas über die Geschichte und über das Leben in einer Stadt in der griechischen und römischen Antike erfahren möchten, sind Inschriften, die in Stein gemeißelt wurden, unsere wichtigste Quelle dafür. Die Leute ehrten Beamte, Könige oder Kaiser, indem sie Stelen oder Statuen mit Inschriften darauf. Sie versahen ihre öffentlichen Gebäude wie Theater, Säulenhallen, Tempel oder Stadtmauern mit Inschriften verschiedener Art. Die meisten Inschriften, die wir heute noch haben, sind aber Grabinschriften, die voll von Namen, Berufen und Verwandtschaftsbezeichnungen sind. Der Gegenstand dieses Projektes waren Inschriften, die aus Kibyra überliefert sind, also einer antiken Stadt, die im Südwesten der heutigen Türkei liegt. Die Stadt wurde von Lydern und Pisidiern gegründet. Später wurden sie Griechen, und noch später, als die Stadt im 1.Jahrhundert v. Chr. Teil des römischen Reiches wurde, Römer. Sie begannen Inschriften im öffentlichen Raum aufzustellen, wie es bei den Griechen und Römer üblich war. Zumindest taten sie so, als seien sie Griechen und Römer geworden. In ihren Inschriften finden weiterhin nämlich ein ausgesprochenes Lokalkolorit, beispielsweise an einheimischen Namen oder durch Anspielungen auf die Landschaft von Kibyra. Die Bürger von Kibyra haben sich gleichsam einen griechischen Petasoshut aufgesetzt und eine römische Tunika angezogen. Dennoch haben sie die Eigenheiten ihrer Herkunft bewahrt. Diese Eigenheiten in den Inschriften Kibyras zu untersuchen, war das Ziel unseres Projektes. Dabei sind wir in eine prosperierende Stadtgesellschaft eingetaucht, in der wir reichen Familien begegnen, die in die Elite des römischen Reiches aufstiegen, aber auch römischen Geschäftsleuten, die einheimische Bürgerstöchter heirateten, Ärzten, Mathematikern, 'Polizisten' und ihren Witwen, öffentlichen Sklaven, die sich wenig um ihren unfreien Status scherten, unehelichen Kindern, die als Ziehkinder angenommen wurden, oder Frauenfreundschaften. Alle zusammen waren sie stolz darauf, weiter ihre alten lydischen und pisidischen Namen zu tragen, Inschriften auf Griechisch zu errichten und zum römischen Reich zu gehören.

Forschungsstätte(n)
  • Österreichische Akademie der Wissenschaften - 100%

Research Output

  • 1 Publikationen
Publikationen
  • 2024
    Titel Neue kaiserzeitliche Inschriften aus Kibyra - complete volume -
    DOI 10.1553/978oeaw96587
    Typ Book
    Verlag Osterreichische Akademie der Wissenschaften, Verlag

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