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Kritische Ausgabe des staatsphilosophischen Hauptwerkes von Joseph Eötvös: Der Einfluß der herrschenden Ideen des 19. Jahrhunderts auf den Staat I - II (1851 - 1854

Kritische Ausgabe des staatsphilosophischen Hauptwerkes von Joseph Eötvös: Der Einfluß der herrschenden Ideen des 19. Jahrhunderts auf den Staat I - II (1851 - 1854

Gábor Gango (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/M512
  • Förderprogramm Lise Meitner
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.06.1999
  • Projektende 31.05.2000
  • Bewilligungssumme 22.529 €

Wissenschaftsdisziplinen

Geschichte, Archäologie (60%); Philosophie, Ethik, Religion (40%)

Keywords

    19. JAHRHUNDERT, DONAUMONARCHIE, STAATSWISSENSCHAFTLICHE KULTUR

Abstract

Mein Projektziel ist: die Redigierung einer neuen kritischen Ausgabe der zwei Bände des politisch-philosophischen Hauptwerkes des österreichisch-ungarischen Staatsmannes und Denkers Joseph von Eötvös (1813-1871): Der Einfluß der herrschenden Ideen des 19. Jahrhunderts auf den Staat (1851-1854). Die Rekonstruktion der biographischen Umstände seiner Entstehung sowie die Wiedereinsetzung der Herrschenden Ideen in den politisch-ideologischen Kontext der Nachrevolutionsperiode können die Hindernisse beseitigen, die bisher eine adäquate und detaillierte Interpretation des Hauptwerkes von Eötvös nicht ermöglicht haben. Im Rahmen der kritischen Ausgabe der Herrschenden Ideen will ich einen authentischen, den methodologischen Anforderungen der modernen Textologie entsprechenden Grundtext feststellen. In einem begleitenden Aufsatz könnte ich die wichtigsten Fragen beantworten, sowie in den Notizen die einzelnen fraglichen Textstellen erläutern. Dem ganzen Unternehmen kann das klassische Werk Peter Lasletts, die kritische Edition der Two Treatises on Government von John Locke als Vorbild dienen. Vom Blickwinkel der Ideengeschichte der Donaumonarchie sind die Herrschenden Ideen der klassische Text, durch den man die großen politisch-philosophischen Strömungen, die den österreichischen Staatsgedanken im 19. Jahrhundert beeinflußt haben, vielleicht am besten zu untersuchen. Die Neuentdeckung eines gemäßigt-liberalen Hegels in der rezenten Literatur (J. Ritter, H. Ottmann,, O. Hardimon und andere) sowie die Darstellung seiner "althegelianischen" Nachfolger als konstitutionell und sozial engagierte Theoretiker in Hermann Lübbes Hegelsche Rechte kann die Ideenhistoriker antreiben. die Beiträge des Habsburgerreiches im 19. Jahrhundert im Kontext der deutschen intellektuellen Bewegungen neu zu interpretieren. Ich hoffe wohl, daß man durch die Herrschenden Ideen "die staatswissenschaftliche Kultur" des alten Österreichs auf der Ebene des Diskurses erfassen kann. Die eventuelle Untersuchung dieser Kultur, und zwar im Interesse einer besseren Erkenntnis der Gedankenwelt von Eötvös hat schon Erich Voegelin in dem Eötvös-Kapitel seines Werkes über den autoritären Staat aufgeworfen.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Wien - 100%
Nationale Projektbeteiligte
  • Horst Haselsteiner, Universität Wien , assoziierte:r Forschungspartner:in

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