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Gender in the philosophical debates on biotechnology

Gender in the philosophical debates on biotechnology

Susanne Lettow (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/M791
  • Förderprogramm Lise Meitner
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.10.2004
  • Projektende 31.03.2006
  • Bewilligungssumme 63.460 €

Wissenschaftsdisziplinen

Andere Geisteswissenschaften (10%); Biologie (15%); Philosophie, Ethik, Religion (50%); Rechtswissenschaften (25%)

Keywords

    Gender Relations, Philosophical Discourse, Biotechnology

Abstract

Zeitdiagnostische Analysen und Beobachtungen gehen davon aus, dass Bio- bzw. Gentechnologie eine Leittechnologie des 21. Jahrhunderts sein wird. In der Rede vom "genetischen Code", in der die informationstheoretische Sprache in den Bereich der Biologie transponiert wird, deutet sich zudem an, inwiefern sie mit der Informationstechnologie zu einem "technologischen Paradigma" verschmilzt. Konstitutiv für dieses Paradigma, das sich in den 1960/70er Jahren heraus zu bilden begann, war zunächst die informationstechnologische Revolution, doch entwickelte sich parallel dazu die Gentechnologie. Ausgehend von dieser technologischen Entwicklung vollziehen sich Veränderungen auf allen gesellschaftlichen Ebenen. Die technologische Revolutionierung der Fortpflanzung, der agrarischen Lebensmittelproduktion und der Medizin sind offenkundig weitreichende Prozesse, deren Konsequenzen, insbesondere die Transformation von Geschlechterverhältnissen, kaum absehbar sind. Im Zentrum meines Forschungsvorhabens steht die Frage, wie diese Prozesse philosophisch verarbeitet werden. Dabei geht es um eine systematische Aufarbeitung der Interventionen zur modernen Biotechnologie auf dem Feld der Philosophie. Ziel ist es, a) zu rekonstruieren, wie Geschlechterverhältnisse neu ausgehandelt werden, sowie b) Verschiebungen und Transformationen des Feldes zu analysieren. Damit leistet die Arbeit einen Beitrag zur Selbstreflexion der Gegenwartsphilosophie auf ihre theoretischen Praxen sowie zur Neubestimmung philosophischer Kompetenz in einer veränderten Wissensordnung. Leitfrage der Analyse, die sich an dominanten Linien des gegenwärtigen philosophischen Feldes orientiert ist, inwiefern tradierte philosophische Kategorien wie "Mensch", "Natur", "Geist", "Bewusstsein", "Materie", "Raum" und "Zeit" reartikuliert und implizit oder explizit mit Geschlechterverhältnissen verknüpft werden. Die Untersuchung konzentriert sich dabei auf Strategien der Naturalisierung und Entnaturalisierung und die Entstehung neuer Subjektkonstruktionen.

Forschungsstätte(n)
  • Institut für die Wissenschaften vom Menschen - 100%
Nationale Projektbeteiligte
  • Cornelia Klinger, Institut für die Wissenschaften vom Menschen , assoziierte:r Forschungspartner:in

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