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Aristotle´s construction of a typological ontology

Aristotle´s construction of a typological ontology

Gianluigi Segalerba (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/M895
  • Förderprogramm Lise Meitner
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.09.2005
  • Projektende 31.12.2006
  • Bewilligungssumme 64.780 €

Wissenschaftsdisziplinen

Mathematik (25%); Philosophie, Ethik, Religion (75%)

Keywords

    Typological ontology, Introduction of equally distributed esse, Opposition to the gradational ontology, Birth of Universals, Adequate instantiations of properties, Plurality of senses for all central conc

Abstract

Dieses Projekt will beweisen, dass das ontologische Programm des Aristoteles in dem Aufbau einer typologischen Ontologie besteht, im Gegensatz zum Konzept einer stufenartigen Ontologie. Die Entitäten der gewöhnlichen Wirklichkeit werden als adäquate Verwirklichungen von wesentlichen Eigenschaften bewertet; dadurch werden Essenzen, die in den Einzelentitäten im gleichen Maße verteilt sind, und Universalien, die von diesen Entitäten prädiziert werden, in das ontologische Feld eingeführt; die Betrachtung der gewöhnlichen Wirklichkeit als eine unvollkommene wird zurückgewiesen. Aristoteles will eine alternative Ontologie in direktem Gegensatz zu Platons` Ontologie (oder zu seiner Interpretation der Bedeutung dieser Ontologie) aufbauen: Er akzeptiert nicht die Aufteilung der Entitäten, die die Wirklichkeit konstituieren, in unabhängig existierende Vorbilder und in Kopien dieser Vorbilder; seine Deutung der Wirklichkeit unterscheidet die Instantiationen von Eigenschaften und Eigenschaften, welche letzteren nicht für sich selbst in einer authentischen Welt existieren, sondern nur als Potentialitäten für ihre Aktualisierung in den Einzelentitäten. Essenzen sind in den Einzelentitäten im gleichen Maße verteilt, weil jede Verwirklichung einer Eigenschaft als eine adäquate Verwirklichung der Eigenschaft selbst erachtet wird. Da beispielsweise jeder Mensch in identischer Weise die Eigenschaft "Mensch-Sein" verwirklicht und, was diese Konkretisierung angeht, nicht als unterlegen im Vergleich mit einem privilegierten Träger derselben Eigenschaft eingeschätzt wird, kann jedes Element dieser Klasse einzelner Substanzen das Subjekt einer uniformen Prädikation des Universale "Mensch" sein: Somit werden zum ersten Mal Universalien in eine Ontologie eingeführt. Wir bekommen deswegen bei Aristoteles eine typologische Ontologie, die die Gefahr des Regresses des Dritten Menschen eliminiert. Was die Methode dieser Untersuchung betrifft, so ist meine generelle Methode die strenge logische Analyse, wie sie in der Analytischen Philosophie praktiziert wird. Im Besonderen bin ich der festen Überzeugung, dass die ontologischen Positionen, die Aristoteles in seinen späteren Werken entfaltet, eng mit den Inhalten der Schrift "De Ideis" zu verbinden sind: Die Inkompatibilität zwischen der Substanz und dem Allgemeinen, welche in unterschiedlichen Passagen der Metaphysik behandelt wird, ist zum Beispiel an die Differenz zwischen gemeinsamen Entitäten und Einzeldingen in "De Ideis" anzuschließen.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Wien - 100%
Nationale Projektbeteiligte
  • Wilhelm Schwabe, Universität Wien , assoziierte:r Forschungspartner:in

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