Empfindungen. Zur Rekonstruktion philosophischer Ästhetik vom mittleren 17. Jahrhundert zum beginnenden 19. Jahrhundert
Empfindungen. Zur Rekonstruktion philosophischer Ästhetik vom mittleren 17. Jahrhundert zum beginnenden 19. Jahrhundert
Wissenschaftsdisziplinen
Andere Geisteswissenschaften (40%); Philosophie, Ethik, Religion (55%); Psychologie (5%)
Keywords
-
EMPFINDUNG,
AESTHETICS,
EPISTEMOLOGY,
INTELLECTUAL HISTORY,
PSYCHOLOGY,
PHILOSOPHY,
Sensation,
Sensibility
Empfindung als neuronale Verarbeitung der über Sinnesorgane aufgenommenen Reize zu definieren, gilt heute vielfach als Selbstverständlichkeit einer langen fruchtbaren erkenntnistheoretischen Kontroverse und der sie ablösenden wissenschaftlichen Erforschung. Das Aufmerksamwerden auf Empfindung führte aber auch, im Lauf des 18. Jahrhunderts, zu einer neuen philosophischen Disziplin. Ästhetik war vor ihrer Hypostasierung zur Philosophie der Kunst in der klassischen Philosophie (nach Kant) eine Theorie des Empfindens, die den Erkenntnisbezug über die Gegenstände des naturwissenschaftlichen Erkenntnisideals hinaus auf eine Welt hin zu erweitern versuchte, deren Schönes und andere ästhetisch interessante Phänomene sich in der Natur, der Gesellschaft und der Künste zeigten. diesem Empfindungsbegriff gilt es in der Problematisierung des Denkens vom mittleren 17. zum beginnenden 19. Jahrhundert nachzuspüren, insbesondere die Nahtstelle freizulegen, welche die szientifisch-philosophische Empfindung mit der ästhetisch-literarischen Empfindung verbindet. Ziel des Forschungsprojekts ist, zur Klärung der Rolle der philosophischen Ästhetik heute, eine philosophisch-historische Monographie zu erarbeiten, die methodisch von der philosophischen Begriffsanalyse und ihrer Geschichte herkommend zu einem interdisziplinärem Verständnis von Empfindung beitragen soll.
- Stadt Wien - 100%
- Franz Martin Wimmer, Universität Wien , assoziierte:r Forschungspartner:in