Sozio-kulturelle Hintergründe der Müllbehandlung in Mali
Sozio-kulturelle Hintergründe der Müllbehandlung in Mali
Wissenschaftsdisziplinen
Geowissenschaften (30%); Soziologie (70%)
Keywords
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Entwicklungsforschung sozio-kulturell Umweltethik Müllbeseitigung Mali,
Entwicklungsforschun,
Mali,
Müllbeseitigung,
Sozio-Kulturell,
Umweltethik
Obwohl in den internationalen Organisationen der Stellenwert von ökologischen Fragestellungen in allen Entwicklungsfragen und die im Zuge der Verstädterung kaum mehr zu bewältigenden Umweltprobleme in der Stadt (siehe Habitat 11) seit einiger Zeit vermehrt Beachtung finden, werden gewisse Aspekte der städtischen Umwelt, wie etwa die Müll- oder die Abwasserproblematik, in den Städten der Dritten Welt bislang von der Wissenschaft eher vernachlässigt. Hier wird ein multidisziplinäres Projekt vorgestellt, in welchem der Versuch unternommen wird, in Zusammenarbeit mit einem österreichischen Spezialisten für Abfallwirtschaft sowie mit lokalen Fachleuten, die sozio-kulturellen Bedingungen für die Lösung des Problems der Müllbeseitigung und -behandlung in einem afrikanischen Land zu erforschen. Ausgangspunkt bildet die Initiative einer Gruppe von jungen Menschen, die sich den Aufbau einer funktionierenden Infrastruktur für die Beseitigung von Hausmüll in Bamako, der Hauptstadt der Republik Mali, zum Ziel gesetzt hat. Neben der Untersuchung des Entstehungskontextes dieser Initiativen und deren Organisationsformen interessiert insbesondere die Frage der Einstellungen zu Abfall, Umwelt und Hygiene im Spannungsfeld konkurrierender Deutungsmuster und Handlungsorientierungen in einer sich stark wandelnden Gesellschaft. Untersucht wird die Akzeptanz dieser Müllbeseitigungsinitiativen in Abhängigkeit von den sozio-ökonomischen und ökologischen Gegebenheiten verschiedener Stadtviertel Bamakos und anderer Städte, aber auch die Problemwahrnehmung von verschiedenen Bevölkerungskreisen, darunter auch "Experten" im traditionellen und modernen Sinn (z.B. Viertelverantwortliche und Mitarbeiter der Verwaltung) und von Intellektuellen, sowie allgemein die Voraussetzungen für angepaßte technologische Lösungen.
- Universität Wien - 100%
- Marie-France Chevron, Österreichische Akademie der Wissenschaften , assoziierte:r Forschungspartner:in