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Transaktivierung von Cyclin A durch Polyoma T Antigene

Mechanisms for the transactivation of the cyclin A gene by polyomavirus large and small tT antigens

Erhard Wintersberger (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/P13031
  • Förderprogramm Einzelprojekte
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.08.1998
  • Projektende 31.12.2002
  • Bewilligungssumme 211.362 €

Wissenschaftsdisziplinen

Biologie (70%); Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (30%)

Keywords

    ZELLZYKLUS, GENEXPRESSION, TUMORVIREN, CACLINE, DNA REPLIKATION, TRANSCRIPTION

Endbericht

Viele Menschen machen wenigstens einmal im Leben Erfahrung mit Warzen. Diese kleinen gutartigen Geschwülste werden durch ein Virus, das Papillomvirus, hervorgerufen. Dieses Virus gehört zur Gruppe kleiner DNA Viren, die die Fähigkeit haben, in bestimmten Wirten die Entstehung von Tumoren hervorzurufen. Auch unter den Papillomviren gibt es solche, die bösartige Geschwülste hervorrufen können. So gilt es heute als erwiesen, daß die Entstehung des Cervixcarcinoms auf Papillomviren zurückgeht. Andere Mitglieder dieser Virusfamilie sind das Mausvirus Polyoma, das Affenvirus Simian Virus 40 (SV40), sowie die Adenoviren. Gemeinsam ist diesen Viren die Eigenschaft, differenzierte Zellen zu infizieren und sich darin zu vermehren. Zellen im Enstadium der Differenzierung teilen sich nicht mehr. Dies bringt für diese Viren ein Problem, da sie für ihre Replikation in hohem Maße von zellulären Enzymen abhängen, diese aber in Zellen, die im Wachstum angehalten sind, nicht vorhanden sind. Diese Viren tragen daher die Information für Proteine, die es ermöglichen, solche arretierten Zellen zum Wachstum anzuregen, sie somit in jenes Stadium des Zellzyklus (die S Phase) zu treiben, in dem die DNA Replikation stattfindet. Dieselben viralen Proteine (Tumorantigene) sind es auch, die für die carcinogene Eigenschaft dieser Viren verantwortlich sind. Wir beschäftigen uns mit zwei Tumorantigenen des Polyomavirus, die als großes (LT) bzw. kleines (ST) Tumorantigen bezeichnet werden. Schon vor mehreren Jahren konnten wir zeigen, dass nur wenn beide Proteine in ruhenden Zellen expremiert werden, eine Induktion der S Phase stattfindet. In diesem Projekt haben wir begonnen die Frage zu beantworten, welche Funktionen die viralen Proteine in der Wachstumsstimulierung ausüben und mit welchen zellulären Proteine sie dabei interagieren. Schon früher haben wir gezeigt, daß LT die Synthese von Enzymen aktiviert, die an der DNA Replikation beteiligt sind. Hiefür ist die Bindung des viralen Proteins an das Tumorsuppressorprotein pRB, das Retinoblastomprotein, notwendig. In diesem Projekt haben wir uns einem Regulator des Zellzyklus, dem Cyclin A zugewandt. Cyclin A spielt zusammen mit einer Proteinkinase, cdk2, eine wichtige Rolle bei der Einleitung der S Phase. Seine Aktivierung ist eine Voraussetzung für die DNA Replikation. Wir fanden, daß die Synthese von Cyclin A und die Stimulierung der Cyclin A-abhängigen Proteinkinase jener Schritt ist, der erklärt, warum nur LT und ST zusammen eine Einleitung der S Phase hervorrufen. Während nämlich LT die Cyclin A Synthese aktiviert, führt ST zur Zerstörung eines Hemmers der Proteinkinase cdk2. Erst durch die Funktion beider Proteine kommt es zur Cyclin A-abhängigen Proteinkinaseaktivität. Im weiteren konnten wir zeigen, daß nicht nur LT sondern auch ST die Synthese von Cyclin A bewirken kann. Anhand der Regulationssequenz für die Synthese von Cyclin A ist es gelungen, den Angriffspunkt der viralen Proteine festzulegen und dem Mechanismus der Genaktivierung näherzukommen. Dies stellt einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der Wirkungsweise von DNA Tumorviren dar.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Wien - 100%

Research Output

  • 554 Zitationen
  • 3 Publikationen
Publikationen
  • 2001
    Titel Transactivation of Murine Cyclin A by Polyomavirus Large and Small T Antigens
    DOI 10.1128/jvi.75.14.6498-6507.2001
    Typ Journal Article
    Autor Schu¨Chner S
    Journal Journal of Virology
    Seiten 6498-6507
    Link Publikation
  • 1999
    Titel Histone Deacetylase 1 Can Repress Transcription by Binding to Sp1
    DOI 10.1128/mcb.19.8.5504
    Typ Journal Article
    Autor Doetzlhofer A
    Journal Molecular and Cellular Biology
    Seiten 5504-5511
    Link Publikation
  • 2003
    Titel The Tumor Suppressor p53 and Histone Deacetylase 1 Are Antagonistic Regulators of the Cyclin-Dependent Kinase Inhibitor p21/WAF1/CIP1 Gene
    DOI 10.1128/mcb.23.8.2669-2679.2003
    Typ Journal Article
    Autor Lagger G
    Journal Molecular and Cellular Biology
    Seiten 2669-2679
    Link Publikation

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