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Molekulargenetische Untersuchung klarzelliger Endometriumkarzinome

Molecular genetic characterization of clear cell carcinoma of the endometrium in comparison to endometrioid and serous carcinoma

Sigurd Lax (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/P13067
  • Förderprogramm Einzelprojekte
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.01.1999
  • Projektende 30.06.2002
  • Bewilligungssumme 140.433 €

Wissenschaftsdisziplinen

Klinische Medizin (80%); Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (20%)

Keywords

    ÊNDOMETRIAL CARCINOMA, CLEAR CELL CARCINOMA, MOLECULAR ANALYSIS, MOLECULAR PATHWAYS IN TUMORIGENESIS, LOSS OF HETEROZYGOSITY

Endbericht

Der Gebärmutterkrebs kann nach seinem lichtmikroskopischen Erscheinungsbild in unterschiedliche Formen unterteilt werden. Die häufigste Form ist das endometrioide Karzinom, zu den selteneren Typen gehört das seröse Karzinom. Diese beiden Typen unterscheiden sich auch durch eine unterschiedliche Prognose. Das endometrioide Karzinom hat meist eine günstige Prognose, während das seröse Karzinom meist eine ungünstige Prognose aufweist. Dieses Forschungsprojekt hat eine seltene Gruppe des Gebärmutterkrebses (Endometriumkarzinom) mit ungünstiger Prognose auf molekulare Veränderungen hin untersucht. Diese Tumoren sind charakterisiert durch auffallend helle Zellen und werden daher als klarzellige Endometriumkarzinome bezeichnet. Unsere Untersuchungen haben gezeigt, dass klarzellige Endometriumkarzinome stärkere molekulare Ähnlichkeiten zu den ebenfalls seltenen serösen als zu häufigen endometrioiden Karzinomen aufweisen. Wie erstere zeigen sie selten K- RAS Mutationen und eine Mikrosatelliteninstabilität, unterscheiden sich von diesen aber durch deutlich seltenere Mutationen des wichtigen Tumorsuppressorgens p53. Klarzellige Endometriumkarzinome unterscheiden sich aber auch deutlich von den ihnen unter dem Lichtmikroskop ähnelnden sekretorischen Karzinomen, die ebenfalls aus hellen Zellen bestehen. Letztere weisen wesentlich häufiger eine Mikrosatelliteninstabilität, aber deutlich seltener p53 Mutationen auf. Bei klarzelligen Karzinomen, nicht aber bei sekretorischen Karzinomen findet sich häufig ein Verlust der Heterozygotie auf verschiedenen Chromosomen, was ein Hinweis auf Mutationen in wichtigen Krebsgenen (Tumorsuppressorgenen) ist. Klarzellige und sekretorische Endometriumkarzinome könnten aber aufgrund ähnlicher häufiger Veränderungen des Tumorsuppressorgens PTEN auch genetische Gemeinsamkeiten besitzen. Bei beiden Tumortypen wird dieses Gen, ebenso wie beim endometrioiden Endometriumkarzinom und seinen Vorstufen abgeschaltet. Mit Hilfe der Molekulargenetik ist es also möglich den Genotyp und den Phänotyp zu vergleichen. Veränderungen des Genotyps zeigen scheinbar bei bestimmten Tumoren Parallelitäten im Phänotyp.

Forschungsstätte(n)
  • Medizinische Universität Graz - 100%

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