Miozäne Geodynamik der Ost-Alpinen Becken.
Paleomagnetic reconstruction of geodynamic events and climate changes in the Eastern Alpine Miocene.
Wissenschaftsdisziplinen
Geowissenschaften (100%)
Keywords
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EASTERN ALPS,
MIOCENE,
PALEOMAGNETISM,
CLIMATE CHANGE
Forschungsprojekt P 13738Miozäne Geodynamik der Ost-Alpinen BeckenRobert SCHLOGER11.10.1999 Der Einfluß geodynamischer Prozesse auf die Ökosysteme und Umweltbedingungen in den Ostalpen soll im Rahmen eines multidisziplinären Forschungs-Projektsbündels untersucht werden. Neue paläomagnetische Daten aus Molassezone, Wiener Becken, Steirischem Becken und dem Lavanttal sollen zusammen mit paldoökologischen und biostratigraphischen Untersuchungen. eine Rekonstruktion der Geodynamik der Ostalpen im Miozänen ermöglichen. Die paläomagnetischen Untersuchungen sollen quantitative Aussagen über die tektonischen Bewegungsabläufe in den ostalpinen Tertiär-Becken erbringen. Magnetostratigraphische Resultate werden dabei die biostratigraphischen Datierungen. vor allem, bei der Korrelation von Ergebnissen aus unterschiedlichen Ablagerungsräumen unterstüzen. Gleichzeitig soll in ausgesuchten Profilen die Aussagekraft neuer Klimaindikatoren auf Basis magnetischer Parameter im direkten Vergleich mit klassischenMethoden, wie Isotopenanalysen untersucht werden.
Umfangreiche paläomagnetische Untersuchungen in der Molassezone, dem Wiener Becken, dem Steirischem Becken und dem Lavanttal erbrachten neue Erkenntnisse zur geologischen Entwicklungsgeschichte des Ostalpenraumes im Miozän. Es konnten bemerkenswerte Rotationen relativ zur europäischen Platte in der jüngsten geologischen Vergangenheit nachgewiesen werden. An zahlreichen Untersuchungsstandorten ermöglichen die neuen Ergebnisse eine genauere Bestimmung der geologischen Alter der Beckensedimente. Der Einfluss geodynamischer Prozesse auf die Ökosysteme und Umweltbedingungen in den Ostalpen wurde im Rahmen eines multi-disziplinären Forschungs-Projektsbündels gemeinsam mit Partnern aus anderen österreichischen Universitätsinstituten, sowie dem Naturhistorischen Museum Wien und der Geologischen Bundesanstalt untersucht. Neue paläomagnetische Daten aus Molassezone, Wiener Becken, Steirischem Becken und dem Lavanttal sollten eine Rekonstruktion der Ostalpen im Miozän ermöglichen. Die paläomagnetischen Untersuchungen erbrachten neue Erkenntnisse über die Bewegungsabläufe in den Neogen- Becken nördlich, östlich und südlich der Ostalpen. Die neuen Resultate zeigen eine gemeinsame Rotation der Becken gegen den Uhrzeigersinn von bis zu 40 gegenüber der stabilen europäischen Platte während des Miozän. In den östlichen und süd-östlichen Anteilen des Untersuchungsgebietes ist eine abweichende Entwicklung zu beobachten. Die magnetostratigraphischen Resultate unterstützten biostratigraphische Datierungen vor allem bei der Korrelation von Ergebnissen aus unterschiedlichen Ablagerungsräumen. Die neuen Erkenntnisse über die geologische Entwicklungsgeschichte vertiefen das Verständnis der geologischen Prozesse, die zur Bildung von Lagerstätten (Erze und Kohlenwasserstoffe) im Ostalpenraum geführt haben. In internationalen und nationalen wissenschaftlichen Fachtagungen wurden Teilergebnisse des Forschungsprojekts präsentiert. Weitere interdisziplinäre Forschungsprojekte zur Untersuchung der Grenzen der Krustenblöcke sind geplant.
- Montanuniversität Leoben - 100%
Research Output
- 185 Zitationen
- 1 Publikationen
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2006
Titel Ontogeny of facial dimorphism and patterns of individual development within one human population DOI 10.1002/ajpa.20317 Typ Journal Article Autor Bulygina E Journal American Journal of Physical Anthropology Seiten 432-443