Mikrostrukturelle Simulation von Nano- und Mikrohärtetests
Microstructural Simulation of Nano- and Microindenter Tests
Wissenschaftsdisziplinen
Informatik (30%); Maschinenbau (70%)
Keywords
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NANO- AND MICROHARDNESS,
MATERIALS SCIENCE,
COMPUTER SIMULATION,
BOUNDARY ELEMENT METHOD,
PLASTICITY,
MICRO MECHANICS
Forschungsprojekt P 13908Mikrostrukturelle Simulation von Nano- und MikrohärtetestsReihhanrd RIPPAN11.10.1999 Bei der Nano und Mikrohärtemessung wird ein Prüfkörper, meist eine Pyramide, in die Oberfläche eines Werkstoffs gepreßt und die dafür verwendete Kraft als Funktion der Eindringtiefe gemessen. Die Härte wird als Quotient Kraft über die Flache des Eindrucks definiert. Sie ist der Widerstand der vom Werkstoff geleistet wird gegen das Eindringen des Prüfkörpers und der damit verbundenen Ausbreitung der plastischen Zone. Alle Prozesse, die einen Einfluß auf die Versetzungsbewegung und damit auf die plastische Verformung haben, spiegeln sich daher auch in den gemessenen Härtekurven wider. Die Aufgabe dieses Projekts ist es herauszufinden auf welche Weise. Dies soll mit einer Simulation der Vorgänge beim Eindringen des Prüfkörpers geschehen. Als Simulationstechnik wird ein mikrostrukturelles Verfahren verwendet bei dern Plastizität als Wachstum von Scherbänder beschrieben wird. Dabei wird die Entwicklung der Versetzungsdichten entlang definierter Scherebenen berechnet. Mikrostrukturelle Parameter wie Korngrenzen, Auscheidungsteilchen, Lamellengefüge dünne Filme auf der Oberfläche und dergleichen werden explizit in die Simulation aufgenommen. Wir erwarten uns von dieser Arbeit Antworten auf 4 grundsätzliche Fragen: 1) Ab welcher Eindringtiefe werden die verschiedenen mikrostrukturellen Einflüsse wirksam? 2) Kann man aus den Last/Eindringskurven herauslesen welche mikrostrukturellen Einflüsse eine Rolle spielten bzw. kann man feststellen mit welcher Intensität sie an der Gesamthärte beteiligt waren? 3) Was kann man daraus ganz allgemein über die Wirksamkeit der mikrostrukturellen Einflüsse lernen, z.B. ist es möglich einen mittleren Hall-Petch Koeffizient aus den tiefensensitiven Härtemessungen herauszufiltern? 4) Ab welcher Eindringtiefe verschmieren sich die verschiedenen Beiträge zu einen kontinuumsmechanischen Verhalten des Werkstoffs? (Ab wann ist eine makromechanische Simulation basierend auf der Finiten Elemente Methode sinnvoll?). Wir wollen die physikalischen Vorgänge während des Eindringen des Prüfkörpers verstehen lernen um damit die Hartemessungen besser interpretieren zu können. Das Ziel ist es letztlich mikrostruktursensitive Informationen aus den Härtemessungen zu gewinnen was bis heute noch nicht möglich ist.
- Franz O. Riemelmoser, Österreichische Akademie der Wissenschaften , assoziierte:r Forschungspartner:in
Research Output
- 113 Zitationen
- 5 Publikationen
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2007
Titel Discrete dislocation simulation of nanoindentation: Indentation size effect and the influence of slip band orientation DOI 10.1016/j.actamat.2007.01.021 Typ Journal Article Autor Kreuzer H Journal Acta Materialia Seiten 3229-3235 -
2005
Titel Discrete dislocation simulation of nanoindentation: the influence of obstacles and a limited number of dislocation sources DOI 10.1080/14786430500156120 Typ Journal Article Autor * H Journal Philosophical Magazine Seiten 3301-3319 -
2005
Titel Discrete dislocation simulation of nanoindentation: The effect of statistically distributed dislocations DOI 10.1016/j.msea.2005.01.065 Typ Journal Article Autor Kreuzer H Journal Materials Science and Engineering: A Seiten 460-462 -
2004
Titel Discrete dislocation simulation of nanoindentation: the effect of moving conditions and indenter shape DOI 10.1016/j.msea.2004.05.037 Typ Journal Article Autor Kreuzer H Journal Materials Science and Engineering: A Seiten 254-256 -
2003
Titel 4.07 Modeling of Fatigue Crack Growth: Dislocation Models DOI 10.1016/b0-08-043749-4/04035-0 Typ Book Chapter Autor Pippan R Verlag Elsevier Seiten 191-207