Vena Contracta Querschnitt zur Quantifizierung der Klappeninsuffizienz
Estimation of Vena Contracta Width and Cross-Sectional Area by Doppler Color Flow Mapping for the Quantification of Vavular Regurgitation - an In-Vitro Study
Wissenschaftsdisziplinen
Klinische Medizin (100%)
Keywords
- FARBDOPPLER,
- HERZKLAPPENINSUFFIZIENZ
Verschiedenste Krankheitsprozesse können zu Undichtigkeiten der Herzklappen, die als Ventile im Herzen fungieren, führen. Bei entsprechend schwerer Ausprägung dieser Undichtigkeit resultiert eine schwere Herzerkrankung, die zu den Symptomen der Herzschwäche und letztlich zum Tod führen kann. Für die Behandlung dieser Erkrankung ist eine möglichst nicht invasive Untersuchung, die nicht nur Undichtigkeiten von Herzklappen erkennen, sondern diese auch quantifizieren lässt, von entscheidender Bedeutung. Trotz intensiver Forschungen konnten bisher keine Methoden mit zufriedenstellender Genauigkeit für diesen Zweck entwickelt werden. Auf der Basis klinischer Untersuchungen hat die Vermessung des Blutflussstrahles durch die undichte Klappe in Form der Vermessung der Breite des Strahls im engsten Bereich knapp am Klappendefekt (Vena contracta) besonderes Interesse gefunden. Da es am Patienten nur sehr schwer ist derartige Untersuchungsmethoden zu validieren (fehlender Goldstandard), wurde in diesem Projekt ein Kreislaufmodell entwickelt, das die Situation einer undichten Herzklappe simulieren lässt, wobei zu gleicher Zeit die Ultraschalluntersuchung, wie auch Druck- und Flussmessungen sowie eine Visualisierung des Flusses durch Lasermethode möglich sind. Die Untersuchungen haben gezeigt, dass die Farbdoppleruntersuchung nur eine grobe Annäherung an die tatsächliche Breite des Insuffizienzstrahls erlaubt. Die Dopplermessung überschätzt die tatsächliche Strahlenbreite wesentlich und wird auch zusätzlich von anderen Faktoren, wie der Flussmenge beeinflusst. Es konnte letztlich gezeigt werden, dass die Ultraschallmethode zwar keine echte Quantifizierung der Klappenundichtigkeit, aber doch zumindest eine Einteilung in Schweregrade erlaubt, sodaß für gewisse klinische Fragestellungen dadurch doch eine Hilfe für die Patientenbehandlung erwartet werden kann.