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Lebens- und Wirtschaftsraum Burg

Environment and Economy of a High Medieval Castle

Sabine Felgenhauer (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/P14414
  • Förderprogramm Einzelprojekte
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.10.2000
  • Projektende 18.11.2003
  • Bewilligungssumme 136.604 €

Wissenschaftsdisziplinen

Geschichte, Archäologie (50%); Wirtschaftswissenschaften (50%)

Keywords

    MITTELALTERARCHÄOLOGIE, BURGENARCHÄOLOGIE, WIRTSCHAFTSGESCHICHTE, ARCHÄOLOGIE, ARCHÄOBOTANIK

Abstract Endbericht

Forschungsprojekt P 14414 Lebens- und Wirtschaftsraum BurgSabine FELGENHAUER26.06.2000 Ziel des Projektes ist es, Grundlagen und weiterführende, gesicherte Daten zu Bauentwicklung, Wirtschaftsweise und ökologlischem Umfeld einer hochmittelalterlichen Adelsburg zu gewinnen. Dies soll exemplarisch an Hand der vom 12. bis ins 13. Jh. reichenden Burg Dunkelstein, Niederösterreich erfolgen, die in ihrem Gesamtbestand von 1992 bis 1999 ergraben werden konnte. Auf Quellenbasis des umfangreichen archäologischen, archöozoologischen und archöobotanischen Fundmaterials sowie der Bau- und Wirtschaftsbefunde können umfassende Schlüsse zu Bauweise und Ökonomie und Ökologie einer hochmittelalterlichen Burg gezogen werden, die für weitere übergreifende Fragestellungen innerhalb der internationalen Mittelalter- und Burgarchäologie wichtige Grundlagen liefern können. Mit der Auswertung der archäologischen Fund und Befunde soll ein auf gesicherten stratigraphischen Zusammenhängen basierendes Chronologieschema für den Fundort erstellt werden, das gleichzeitig Voraussetzung für die Analysen des naturwissenschaftlichen Quellenmaterials ist. Die große Menge des archäologischen Fundmatierials eignet sich hier in besonderer Weise hinsichtlich seiner Aussagemöglichkeiten zu Fragen nach Wirtschaftsweise, Ernährung, Hygieneverhältnissen, Abfallverhalten und mittelalterlicher Umwelt. In der Zusammenarbeit mit den Befunden sollen Nutzungsareale innerhalb der Burg herausgearbeitet, ökologische Veränderungen im Umland dargelegt und damit auch ein Modell vom "Wirtschaftsorganismus Burg" erarbeitet werden. Damit soll nicht nur ein Modell vom Mittelalterarchäologie im allgemeinen und zur archäologischen Burgenforschung im speziellen in Österreich erheblich erweitert, sondern auch ein Beitrag zur internationalen Forschung geleistet werden.

Das Hauptanliegen des Projektes war es, mit Hilfe geistes- und naturwissenschaftlicher Wissenschaftszweige ein möglichst umfassendes Bild der Umwelt sowie der Wirtschafts- und Lebensumstände einer archäologisch erschlossenen hochmittelalterlichen Burg zu gewinnen. Es hat sich gezeigt, dass die einzelnen Untersuchungen die Lebenswelt in einem speziellen Umfeld in durchaus unterschiedlicher Weise darstellen, so dass erst die Vernetzung, bzw. Zusammenschau ein abgerundetes Bild ermöglicht. Ganz deutlich geworden ist auch die Art und Weise, in welchen Bereichen sich eine sozial gehobene Schicht des Hochmittelalters als solche darstellt, also welchen Anspruch sie durch Gestaltung des Umfelds im unmittelbaren und weiteren Bereich, durch im archäologischen Material erschließbare Beziehungen mit ihrer Umgebung, durch ihre Sachkultur und durch ihre Ernährungssituation formuliert. Grundlage für alle an der Arbeit Beteiligten war eine subtile Auswertung der Grabungsbefunde in Zusammenhang mit den darin vorgefundenen Funden. Die Schichtenabfolge hat 6 hochmittelalterliche Befundphasen ergeben. Auch das naturwissenschaftlich zu bearbeitende Fundgut, Tierknochen, Mollusken und Pflanzenreste (verkohlte botanische Reste) wurde exakt den archäologisch bestimmten und datierten Schichten zugeordnet und gemeinschaftlich hinterfragt, um zu einer möglichst genauen Rekonstruktion der damaligen Lebensbedingungen zu gelangen. Es hat sich gezeigt, dass die Burg um 1100 gebaut, dann teilweise verändert und in der 1. Hälfte des 13. Jahrhundert durch Gewalteinwirkung zerstört worden ist. Mit der Errichtung steinerner Gebäude und einer steinernen Umfassungsmauer werden gehobene Ansprüche signalisiert. Die Auswertung der Fundmaterialien hat gezeigt, dass dieser Anspruch bei der pflanzlichen Ernährung nicht nachvollzogen werden kann, dass hingegen bei der fleischlichen Nahrung die herausgehobene Situation der Bewohner ganz deutlich wird. So ist der reichliche Verzehr von jungen Ebern ein deutliches Zeichen für die Position einer, durch den Empfang von Naturalabgaben einer abhängigen Bevölkerung bevorzugten Schicht. Auffallend ist auch der umfangreiche Verzehr von Fischen aller Art. Die wichtigsten Speisefische waren Karpfen und Hecht, die auf Teichwirtschaft in der Umgebung hinweisen. Andere Fische, wie die Forelle und die Koppe hat man hingegen aus der Schwarza gefischt und damit die natürlichen Ressourcen genützt. Bei der archäologisch geborgenen Sachkultur zeigte sich im keramischen Material kein Indiz für eine herausgehobene Stellung der Bewohner, was auch bedeutet, dass sich zur "Lebenszeit" der Burg - im Gegensatz zu anderen Regionen im westlichen Mitteleuropa - noch keine durch Keramik dokumentierte Tischkultur herausgebildet hat, was als signifikantes Merkmal des Fortschritts der Zivilisation (N. Elias) angesehen wird. Lediglich zwei Glasfragmente sind als erste Anzeichen einer Selbstdarstellung in diesem Sinn zu werten. Bei den Metallfunden hingegen zeichnet sich etwa durch den Nachweis eines Schreibgriffels eine gehobene Lebensweise einer schreib- und lesekundigen Elite ab, auch der bronzene Pferdegeschirranhänger ist ein kennzeichnender Überrest der ritterlichen Welt. Ein besonders intensiv durchgearbeiteter Schwerpunkt des Projektes ist die Annäherung an die damaligen Lebensumstände durch die Dokumentation der Nutzungsareale in der Burg selbst und die daraus auch zu erschließende Wirtschaftsweise. Hier konnten verschiedene Lebensbereiche durch die konzentrierte Auswertung aller Überreste eruiert werden und die einzelnen Bauten in ihrer Funktion eindeutig bestimmt werden. Die durch Artefakte belegte und durch pflanzliche Reste angezeigte handwerkliche Tätigkeit der Textilverarbeitung zeigt eine Selbstversorgung in diesem Bereich an, was bedeutet, dass diese Burg teilweise noch in der Tradition autark wirtschaftender Höfe des frühen Mittelalters steht und die Arbeitsteilung in diesem Bereich erst ein Ergebnis weiterer Entwicklungen im Spätmittelalter ist. Das Abfallverhalten im engen Bereich der Burg spiegelt kein ausgeprägtes Hygienebewusstsein wider, das mit einer reichen Ratten- und Mäusebelästigung bezahlt werden musste. Die bioarchäologischen Bearbeitungen ermöglichen erste Einblicke in die Gestaltung der näheren Umgebung der Burg, wobei sich während der Nutzungsphasen ein eher trockenes Klima verfolgen lässt, sowie ein Vorkommen lichter Wälder und von Offenland, das (auch) ackerbaulich geprägt gewesen sein dürfte (Fruchtwechselwirtschaft), und eine Bewirtschaftung durch Fischteiche.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Wien - 100%
Nationale Projektbeteiligte
  • Falko Daim, Universität Wien , assoziierte:r Forschungspartner:in
  • Gerhard Forstenpointner, Veterinärmedizinische Universität Wien , assoziierte:r Forschungspartner:in

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