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Zeichnungen der Romantik und der Spätromantik

Drawings of the romantic and late romantic school

Robert Wagner (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/P14563
  • Förderprogramm Einzelprojekte
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.12.2000
  • Projektende 30.11.2003
  • Bewilligungssumme 132.768 €

Wissenschaftsdisziplinen

Kunstwissenschaften (100%)

Keywords

    DRAWINGS, VIENNA ACADEMY OF FINE ARTS, GERMAN AND AUSTRIAN, ROMANTICISM

Abstract Endbericht

Forschungsprojekt P 14563Zeichnungen der Romantik und SpätromantikRobert WAGNER09.10.2000 Als Fortsetzung eines Projektes zur Erfassung und Erschließung des bedeutenden Bestandes an Handzeichnungen der deutschen und österreichischen Romantik im Kupferstichkabinett der Wiener Akademie der bildenden Künste sollen bisher noch nicht berücksichtigte Künstler bearbeitet werden. Umfangreiche Zeichnungskonvolute von Leopold Schulz und Josef Mathias Trenkwald sowie aus dem Kreis der bedeutenden Führich-Schüler, die an großen Ausstattungszyklen im Wien der zweiten Jahrhunderthälfte beteiligt waren (Ringstraße, Altlerchenfelder Kirche), werden erstmals systematisch erfaßt und analysiert. Einen weiteren wichtigen Komplex bilden die Zeichnungen von Carl Rahl und seiner Schüler Eduard Bitterlich, Christian Griepenkerl und August Eisenmenger, die das komplexe Phänomen der für die österreichische Kunst der zweiten Jahrhunderthälfte so wichtigen Rahl- Schule beleuchten sollen. Im Kontext eines romantisierenden Spätklassizismus werden auch erstmals die umfangreichen Studien Anselm Feuerbachs zur Ausstattung der großen Aula der Wiener Akademie aufgenommen und in Hinblick auf die ikonographische und stilistische Genese dieses späten Hauptwerkes von Feuerbach untersucht. Die erstmalige Erschließung dieses so qualitätvollen Bestandes an Handzeichnungen der österreichischen und deutschen Schule des 19. Jahrhunderts kann -unter Berücksichtigung des umfangreichen Quellenmaterials im Archiv der Akademie der bildenden Künste - einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der komplexen und vielfach untrennbar verflochtenen Phänomene von Romantik und Klassizismus als zweier zentraler Ausdrucksmodi der Kunst des 19. Jahrhunderts leisten. Ziel der Fortsetzung dieses Projektes ist die Publikation von drei Bestandskatalogen der Handzeichnungen des Kupferstichkabinetts der Wiener Akademie, die das umfangreiche Bildmaterial, wissenschaftlichen Texten, erschließt.

Im Rahmen des Fortsetzungsprojektes zur Erfassung bedeutenden Bestandes an Handzeichnungen der deutschen und österreichischen Romantik im Kupferstichkabinett der Wiener Akademie der bildenden Künste konnte bisher gänzlich unbekanntes Material erschlossen werden. Eine Neuentdeckung stellten die umfangreichen Zeichnungskonvolute von Leopold Schulz dar, darunter die verloren geglaubten Kartons zur Ausstattung der Münchener Residenz sowie zum gemeinsam mit Moritz von Schwind ausgeführten Amor- und Psyche-Zyklus in Schloss Rüdigsdorf bei Altenburg in Sachsen. Anhand des zeichnerischen Oeuvres von Josef Mathias Trenkwald konnte exemplarisch die Gleichzeitigkeit diametral gegensätzlicher Ausdrucksmodi im Werk eines Künstlers dokumentiert werden. Auch die Zeichnungen aus dem Kreis der bedeutenden Führich-Schüler, darunter Franz Joseph Dobyaschofsky, Bonaventura Emler, Karl Joseph Geiger, Carl Madjera, wurden erstmals systematisch erfasst und analysiert. Anhand dieses Materials konnte gezeigt werden, dass die Spätromantik - getragen von konservativen Kreisen der Hocharistokratie und des Klerus -als ein wichtiger Modus der Kunstproduktion bis in den Beginn des 20. Jahrhunderts weiter tradiert wurde. Parallel dazu etablierte sich v.a. im Kreis des Ateliers von Carl Rahl ein "romantisierender" Spätklassizismus, der primär von der Persönlichkeit Rahls geprägt war. Im Kontext des Spätklassizismus wurden auch die umfangreichen Studien Anselm Feuerbachs zur Ausstattung der Aula der Wiener Akademie aufgenommen und in Hinblick auf die ikonographische und stilistische Genese dieses späten Hauptwerkes von Feuerbach untersucht. Die erstmalige Erschließung dieses so qualitätvollen Bestandes an Handzeichnungen der österreichischen und deutschen Schule des 19. Jahrhunderts konnte - unter Berücksichtigung des umfangreichen Quellenmaterials im Archiv der Akademie der bildenden Künste - einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der komplexen und vielfach untrennbar verflochtenen Phänomene von Romantik und Klassizismus als zweier zentraler Ausdrucksmodi der Kunst des 19. Jahrhunderts leisten.

Forschungsstätte(n)
  • Akademie der bildenden Künste Wien - 100%

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