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Überlebendenberichte aus Mauthausen

Testimonies from survivors of Mauthausen

Peter Kuon (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/P15639
  • Förderprogramm Einzelprojekte
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.06.2002
  • Projektende 31.05.2006
  • Bewilligungssumme 149.402 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Andere Geisteswissenschaften (25%); Geschichte, Archäologie (25%); Sprach- und Literaturwissenschaften (50%)

Keywords

    Mauthausen, Autobiographie, Überlebendenberichte, Gedächtnis, Französiche/Italienisch/Spanisch, Konzentrationslager

Abstract Endbericht

Das Projekt widmet sich der Auswertung eines in zweijähriger Vorrecherche erhobenen und archivierten Korpus von rund 200 Erinnerungstexten (Berichten, Memoiren, Tagebüchern, Autobiographien u.a.m.) italienischer, französischer und spanischer Überlebender des Konzentrationslagers Mauthausen (mit seinen Nebenlagern). Dieses umfangreiche Textkorpus ist bisher weder in der internationalen noch der nationalen `Holocaust`-Forschung gesichtet, geschweige denn systematisch bearbeitet worden. Der Antragsteller ist Romanist (mit Venia für Romanische Philologie und Vergleichende Literaturwissenschaft). Hieraus erklärt sich einerseits die Beschränkung auf die Erinnerungstexte französischer, italienischer und spanischer Überlebender (d.h. der zahlenmäßig größten Häftlingsgruppen aus Westeuropa im Komplex Mauthausen), andererseits die Wahl eines textanalytisch-hermeneutischen Untersuchungsansatzes, der Problemstellungen der Literaturwissenschaft (Autobiographie u.ä.) mit solchen der Kulturwissenschaft (Gedächtnisforschung u.ä.) verbindet. Die korrekte historische Fundierung der Untersuchung wird durch die Kooperation mit Zeithistorikern in Italien, Frankreich und Spanien sowie dem Institut für Geschichte der Universität Salzburg gewährleistet. Die Untersuchung erschließt der deutschsprachigen und internationalen Romanistik ein dort bislang vernachlässigtes Forschungsfeld. Der gewählte textanalytisch-hermeneutische Zugang stellt methodologisch die Frage nach der `Sagbarkeit des Unsagbaren` in den Mittelpunkt des Erkenntnisinteresses. Die Autoren von `Lagertexten` sehen sich mit der Schwierigkeit konfrontiert, ihre schrecklichen Erlebnisse aus mehr oder weniger großer zeitlicher Distanz rekonstruieren zu müssen. Der Antrieb zur Niederschrift ist meist das Bedürfnis, Zeugnis abzulegen, um das Geschehene nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und das eigene Überleben zu verstehen. Bei der Niederschrift stellt sich aber unweigerlich das Problem der Sagbarkeit, denn das, was geschehen ist, scheint sich in seiner Ungeheuerlichkeit sowohl dem sprachlichen Ausdruck als auch dem nachvollziehenden Verstehen zu entziehen. Hieraus leitet sich der besondere Ansatz des Projekts ab: Die Untersuchung richtet ihr Augenmerk nicht so sehr auf das, was die Autoren sagen, als vielmehr auf die Art und Weise, wie (d.h. unter Zuhilfenahme welcher Sprache, Bilder, Muster, Formen) sie etwas sagen, von dem sie annehmen, dass es nicht nur ihre eigene Ausdrucksfähigkeit, sondern auch die Verstehensmöglichkeit ihrer Leser überfordert. Ziel des Projekts ist die Abfassung einer umfangreichen Monographie, die die Ergebnisse der Untersuchungen zur `Sagbarkeit des Unsagbaren` (Sprache, Erzählformen, Literarisierungsstrategien, Intertextualität usw. in Relation zu Alter, Geschlecht, Bildungsniveau, Herkunft, Beruf usw. der Autor/innen) zusammenfasst und das gesammelte Textkorpus übersichtlich präsentiert (Textbeschreibungen, Autorbiographien).

Die Pflicht zur Erinnerung an die Verbrechen der Nationalsozialismus gehört zur Rhetorik jeder Gedenkfeier. Gleichzeitig rückt das Geschehen und Erleben in den Lagern mit dem Tod der letzten Zeitzeugen in immer weitere Ferne. Die zunehmende Erfahrungsleere kann durch Gedenkstätten, Ausstellungen, Dokumentar- und Spielfilme nur mangelhaft kompensiert wird. Sollte man nicht die Lagererfahrung dort aufsuchen, wo sie von den Überlebenden der Konzentrations- und Vernichtungslager selbst aufbewahrt wurde? Über ganz Europa verstreut gibt es in allen Sprachen Tausende von Erinnerungstexten. Sie sind, abgesehen von den kanonischen Werken eines Primo Levi und weniger anderer Autoren, niemals systematisch ausgewertet worden. Das FWF-Projekt "Sagbarkeit des Unsagbaren" zeigt am Beispiel von 200 französischen, italienischen und spanischen Erinnerungstexten über das Konzentrationslager Mauthausen einen neuen Zugang zu diesem immensen Gedächtnisspeicher auf. Die Untersuchung widerlegt den Eindruck einer "auffälligen Monotonie" (H. Arendt). Tatsächlich ist jedes dieser Zeugnisse in hohem Maße sprachlich individualisiert. Die Absicht, ein Erleben zu Papier zu bringen, das sich in seiner Ungeheuerlichkeit sowohl dem Ausdruck als auch dem Verstehen zu entziehen scheint, erfordert nämlich eine Fülle von rhetorischen Entscheidungen (`Wie sage ich das Unsagbare?`). Die Tatsache, dass sich die Texte auf ein einziges Konzentrationslager beziehen, ermöglicht es, verschiedene Darstellungen ein und desselben Ereignisses herauszuarbeiten. So erleben, erinnern und beschreiben die Überlebenden den brutalen Aufnahmeritus oder die rettende Befreiung auf ganz unterschiedliche Weise. Diese Unterschiede hängen mit individuellen, aber auch kollektiven Befindlichkeiten zusammen: Ein Kommunist schreibt anders über sein Überleben als ein Priester, ein Mann anders als eine Frau usw. Um so interessanter ist es daher, wenn ein Autor gegen seine Gruppe schreibt, wenn etwa ein Franzose die heroische Erzählung seiner Resistance- Kameraden verweigert, ein italienischer Priester an der menschlichen Seele verzweifelt oder ein Kommunist, nach dem Ausschluss aus der Partei, seine Mauthausen-Erfahrung neu erzählt. Der im Rahmen des FWF-Projektes entwickelte Zugang ermöglicht es, die zu Unrecht vergessenen Erinnerungstexte an Lager und Shoah, ungeachtet ihrer literarischen Qualität, als individuelle Zeugnisse wieder zu entdecken, die untereinander im Dialog stehen. Manche Texte gerieten nur deshalb in Vergessenheit, weil sie bei ihrem Erscheinen anders über die Lager berichteten als es der Erwartungshaltung des Publikums entsprach. Als Folgeprojekte sind systematische Erfassungen mittel- und osteuropäischer Erinnerungstexte zu Mauthausen, vergleichende Studien zu anderen Lagern und eine Untersuchung zur Thematisierung interkultureller Konflikte in `Lagertexten` geplant. Als Nutzanwendungen bieten sich Übersetzungen ausgewählter Texte des Mauthausen- Korpus sowie eine breitere Einbeziehung von Erinnerungstexten in Schul- und Museumspädagik auf der Grundlage des erarbeiteten Lektüremodells an.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Salzburg - 100%

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