Chemische Untersuchungen der Alterung in Bindemitteln
Chemical Investigation of Ageing in Binding Media
Wissenschaftsdisziplinen
Andere Naturwissenschaften (20%); Chemie (80%)
Keywords
-
Binding Media,
Infrared Spectroscopy,
Artificial Ageing,
Degradation,
Gas Chromatography/Mass Spectrometry,
Autooxidation
Die naturwissenschaftliche Untersuchung von organischen Naturprodukten in Kunstobjekten ermöglicht sowohl Kunsthistorikern als auch Restauratoren die Identifizierung von Arbeitstechniken und liefert wertvolle Hinweise bei der Bestimmung der Provenienz oder der Authentizität eines Kunstwerks. Das große Spektrum der organischen natürlichen Bindemittel umfaßt unter anderem Proteine, trocknende Öle, Harze und Wachse. Diese werden vorwiegend als Malmittel, Klebe- und Füllmaterial, sowie bei zahlreichen anderen Anwendungen bei der Herstellung von Kunstwerken verwendet. Die komplexe Struktur, naturbedingte Unterschiede in der Zusammensetzung, chemische Veränderungen aufgrund diverser Umwelteinflüsse sowie die geringe Probenmenge, die für derartige Untersuchungen üblicherweise zur Verfügung steht, stellen für moderne analytische Methoden eine große Herausforderung dar. Eine optimale Restaurierung und Konservierung von Kunstwerken erfordert zunächst die Klärung des Degradatiosprozesses. In Zusammenarbeit mit dem naturwissenschaftlichen Labor des Kunsthistorischen Museums Wien, der Abteilung für Analytische Chemie des Instituts für Chemische Technologien und Analytik an der Technischen Universität Wien und dem Institut für Wissenschaften und Technologien in der Kunst an der Akademie der bildenden Künste Wien wird ein Netzwerk aufgebaut, das die Veränderungs- und Alterungsprozesse organischer Bindemittel untersucht. Als Analysetechniken finden die Gaschromatographie mit gekoppelter Massenspektrometrie, Pyrolyse-Gaschromatographie sowie die Fourier-transformierte Infrarotspektroskopie (FTIR) Anwendung. Für die Untersuchung werden Probenaufstriche sowohl von trocknenden Ölen, Harzen, tierischen Leimen und Wachsen als auch deren Mischungen unter künstlichen klimatischen Bedingungen (Licht, Temperatur, relative Luftfeuchtigkeit) gealtert und in periodischen Abständen analysiert. Die Untersuchungen schließen ebenfalls unterschiedliche Pigmente ein, die großen Einfluß auf den Trocknungs- und Alterungsprozeß haben. Die Kombination von massen- und infrarotspektroskopischen Untersuchungsmethoden ermöglicht sowohl eine Identifikation der Abbauprodukte als auch eine Verfolgung des Reaktionsverlaufs. Dadurch sollen Autooxidationsprozesse untersucht und in weiterer Folge optimale Lagerungsbedingungen entwickelt werden. Die Erstellung von Spektrenbibliotheken der Chromatogramme, Massenspektren und FTIR-Spektren von frischen, künstlich gealterten und natürlich gealterten Bindemitteln soll weltweit eine verbesserte Möglichkeit der Identifikation von organischen Bindemitteln im Bereich der bildenden Kunst bieten.
Die naturwissenschaftliche Untersuchung von organischen Naturprodukten in Kunstobjekten ermöglicht sowohl Kunsthistorikern als auch Restauratoren die Identifizierung von Arbeitstechniken und liefert wertvolle Hinweise bei der Bestimmung der Provenienz oder der Authentizität eines Kunstwerks. Das große Spektrum der organischen natürlichen Bindemittel umfaßt unter anderem Proteine, trocknende Öle, Harze und Wachse. Diese werden vorwiegend als Malmittel, Klebe- und Füllmaterial, sowie bei zahlreichen anderen Anwendungen bei der Herstellung von Kunstwerken verwendet. Die komplexe Struktur, naturbedingte Unterschiede in der Zusammensetzung, chemische Veränderungen aufgrund diverser Umwelteinflüsse sowie die geringe Probenmenge, die für derartige Untersuchungen üblicherweise zur Verfügung steht, stellen für moderne analytische Methoden eine große Herausforderung dar. Eine optimale Restaurierung und Konservierung von Kunstwerken erfordert zunächst die Klärung des Degradatiosprozesses. In Zusammenarbeit mit dem naturwissenschaftlichen Labor des Kunsthistorischen Museums Wien, der Abteilung für Analytische Chemie des Instituts für Chemische Technologien und Analytik an der Technischen Universität Wien und dem Institut für Wissenschaften und Technologien in der Kunst an der Akademie der bildenden Künste Wien wird ein Netzwerk aufgebaut, das die Veränderungs- und Alterungsprozesse organischer Bindemittel untersucht. Als Analysetechniken finden die Gaschromatographie mit gekoppelter Massenspektrometrie, Pyrolyse-Gaschromatographie sowie die Fourier-transformierte Infrarotspektroskopie (FTIR) Anwendung. Für die Untersuchung werden Probenaufstriche sowohl von trocknenden Ölen, Harzen, tierischen Leimen und Wachsen als auch deren Mischungen unter künstlichen klimatischen Bedingungen (Licht, Temperatur, relative Luftfeuchtigkeit) gealtert und in periodischen Abständen analysiert. Die Untersuchungen schließen ebenfalls unterschiedliche Pigmente ein, die großen Einfluß auf den Trocknungs- und Alterungsprozeß haben. Die Kombination von massen- und infrarotspektroskopischen Untersuchungsmethoden ermöglicht sowohl eine Identifikation der Abbauprodukte als auch eine Verfolgung des Reaktionsverlaufs. Dadurch sollen Autooxidationsprozesse untersucht und in weiterer Folge optimale Lagerungsbedingungen entwickelt werden. Die Erstellung von Spektrenbibliotheken der Chromatogramme, Massenspektren und FTIR-Spektren von frischen, künstlich gealterten und natürlich gealterten Bindemitteln soll weltweit eine verbesserte Möglichkeit der Identifikation von organischen Bindemitteln im Bereich der bildenden Kunst bieten.
Research Output
- 35 Zitationen
- 1 Publikationen
-
2004
Titel Trimethylsulfonium hydroxide as derivatization reagent for the chemical investigation of drying oils in works of art by gas chromatography DOI 10.1016/j.chroma.2004.06.013 Typ Journal Article Autor Dron J Journal Journal of Chromatography A Seiten 111-116