Langsame Inaktivierung von Kalziumkanälen
Slow inactivation of calcium channels
Wissenschaftsdisziplinen
Biologie (30%); Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (70%)
Keywords
-
Ca2+ channels,
Slow Inactivation,
Familial Hemiplagic Migraine (Fhm),
Ca2+ homeostasis,
Calcium Antagonists
Spannungsabhängige Kalziumkanäle (Ca2+ Kanäle) öffnen und schließen während einer Membrandepolarisation. Die zur Schließung der Kanäle führende Konformationsänderung wird als Inaktivierung bezeichnet. Durch die Kinetik der Inaktivierung von Ca2+ Kanälen werden der intrazelluläre Ca2+ Spiegel und damit eine Reihe wichtiger Zellfunktionen, wie z.B. Genexpression, elektrische Erregbarkeit, Muskelkontraktion u.a. Prozesse beeinflusst. Für Ca2+ Kanäle sind drei Inaktivierungsmechanismen bekannt: die Ca2+-abhängige, die schnelle spannungsabhängige und die langsame Inaktivierung (LI). Die LI ist der am wenigsten Untersuchte Inaktivierungsprozess. Es liegen kaum Befunde zur Lokalisation der an der LI beteiligten Determinanten auf der Ebene einzelner Aminosäuren vor. Unklar ist auch die Rolle der LI bei der Regulation der intrazelluläre Ca2+ Homöostase. Das vorliegende Forschungsprojekt hat zum Ziel, einen Beitrag zur Aufklärung der molekularen Determinanten der LI von Ca2+ zu leisten, ihre Rolle bei der Regulation des intrazellulären Ca2+ Haushalts aufzuklären und eine mögliche Bedeutung der LI für die Hemmung der Kanäle durch organische Blocker zu analysieren. Die langsame Kinetik dieser Konformationsänderung (Sekunden - Minuten) lassen vermuten, daß dieser Vorgang primär an der Regulation der steady-state Fraktion verfügbarer Ca2+ Kanäle beteiligt ist. Im vorliegenden Forschungsprojekt sollen die Kinetik des Eintritts in die LI an verschiedenen Ca2+ Kanalspezies (Cav1.2, Cav1.3, Cav2.1, Cav2.3) verglichen und auch die Kinetik der Wiederkehr aus diesem Zustand (recovery) untersucht werden (siehe Sokolov et al. 2000 für methodologischen Ansatz). Experimente sind auch an nativen Zellen (glatte Muskelzellen und myokardialen Zellen) geplant, um einen Vergleich mit den Untersuchungen an heterologen Expressionssystemen zu ermöglichen. Von den Untersuchungen werden neue Einsichten in die Rolle der LI bei der Regulation der intrazellulären Ca2+ Homöostase erwartet. Die geplanten Untersuchungen and den FHM Mutanten (Cav2.1) dienen der Aufklärung der molekularen Grundlagen dieser Kanalpathologie. Die LI ist eine Kanalkonformation der - in Analogie zur Wirkung der Lokalanästhetika - eine große Bedeutung bei der Hemmung von Ca2+ Kanälen durch Ca2+ Antagonisten zugeschrieben wird. Von der Analyse der Wechselwirkung von Ca2+ Anatagonisten mit mutierten Ca2+ Kanälen (die eine veränderte LI aufweisen) werden neue Einsichten in den molekulare Mechanismus der Hemmung von Ca2+ Kanälen erwartet.
Spannungsabhängige Kalziumkanäle (Ca2+ Kanäle) öffnen und schließen während einer Membrandepolarisation. Die zur Schließung der Kanäle führende Konformationsänderung wird als Inaktivierung bezeichnet. Durch die Kinetik der Inaktivierung von Ca2+ Kanälen werden der intrazelluläre Ca2+ Spiegel und damit eine Reihe wichtiger Zellfunktionen, wie z.B. Genexpression, elektrische Erregbarkeit, Muskelkontraktion u.a. Prozesse beeinflusst. Für Ca2+ Kanäle sind drei Inaktivierungsmechanismen bekannt: die Ca2+-abhängige, die schnelle spannungsabhängige und die langsame Inaktivierung (LI). Die LI ist der am wenigsten Untersuchte Inaktivierungsprozess. Es liegen kaum Befunde zur Lokalisation der an der LI beteiligten Determinanten auf der Ebene einzelner Aminosäuren vor. Unklar ist auch die Rolle der LI bei der Regulation der intrazelluläre Ca2+ Homöostase. Das vorliegende Forschungsprojekt hat zum Ziel, einen Beitrag zur Aufklärung der molekularen Determinanten der LI von Ca2+ zu leisten, ihre Rolle bei der Regulation des intrazellulären Ca2+ Haushalts aufzuklären und eine mögliche Bedeutung der LI für die Hemmung der Kanäle durch organische Blocker zu analysieren. Die langsame Kinetik dieser Konformationsänderung (Sekunden - Minuten) lassen vermuten, daß dieser Vorgang primär an der Regulation der steady-state Fraktion verfügbarer Ca2+ Kanäle beteiligt ist. Im vorliegenden Forschungsprojekt sollen die Kinetik des Eintritts in die LI an verschiedenen Ca2+ Kanalspezies (Cav1.2, Cav1.3, Cav2.1, Cav2.3) verglichen und auch die Kinetik der Wiederkehr aus diesem Zustand (recovery) untersucht werden (siehe Sokolov et al. 2000 für methodologischen Ansatz). Experimente sind auch an nativen Zellen (glatte Muskelzellen und myokardialen Zellen) geplant, um einen Vergleich mit den Untersuchungen an heterologen Expressionssystemen zu ermöglichen. Von den Untersuchungen werden neue Einsichten in die Rolle der LI bei der Regulation der intrazellulären Ca2+ Homöostase erwartet. Die geplanten Untersuchungen and den FHM Mutanten (Cav2.1) dienen der Aufklärung der molekularen Grundlagen dieser Kanalpathologie. Die LI ist eine Kanalkonformation der - in Analogie zur Wirkung der Lokalanästhetika - eine große Bedeutung bei der Hemmung von Ca2+ Kanälen durch Ca2+ Antagonisten zugeschrieben wird. Von der Analyse der Wechselwirkung von Ca2+ Anatagonisten mit mutierten Ca2+ Kanälen (die eine veränderte LI aufweisen) werden neue Einsichten in den molekulare Mechanismus der Hemmung von Ca2+ Kanälen erwartet.
Research Output
- 503 Zitationen
- 11 Publikationen
-
2007
Titel State dependent dissociation of HERG channel inhibitors DOI 10.1038/sj.bjp.0707356 Typ Journal Article Autor Stork D Journal British Journal of Pharmacology Seiten 1368-1376 Link Publikation -
2006
Titel Automated fast perfusion of Xenopus oocytes for drug screening DOI 10.1007/s00424-006-0125-y Typ Journal Article Autor Baburin I Journal Pflügers Archiv Seiten 117-123 Link Publikation -
2006
Titel Probing the Architecture of an L-type Calcium Channel with a Charged Phenylalkylamine EVIDENCE FOR A WIDELY OPEN PORE AND DRUG TRAPPING* DOI 10.1074/jbc.m609153200 Typ Journal Article Autor Beyl S Journal Journal of Biological Chemistry Seiten 3864-3870 Link Publikation -
2005
Titel Structural Determinants of L-type Channel Activation in Segment IIS6 Revealed by a Retinal Disorder* DOI 10.1074/jbc.m507013200 Typ Journal Article Autor Hohaus A Journal Journal of Biological Chemistry Seiten 38471-38477 Link Publikation -
2005
Titel A CACNA1F mutation identified in an X-linked retinal disorder shifts the voltage dependence of Cav1.4 channel activation DOI 10.1073/pnas.0501907102 Typ Journal Article Autor Hemara-Wahanui A Journal Proceedings of the National Academy of Sciences Seiten 7553-7558 Link Publikation -
2008
Titel Molecular Dynamics and Mutational Analysis of a Channelopathy mutation in the IIS6 Helix of CaV1.2 DOI 10.4161/chan.2.3.6160 Typ Journal Article Autor Stary A Journal Channels Seiten 216-223 Link Publikation -
2008
Titel Estimating the efficiency of benzodiazepines on GABAA receptors comprising ?1 or ?2 subunits DOI 10.1038/bjp.2008.271 Typ Journal Article Autor Baburin I Journal British Journal of Pharmacology Seiten 424-433 Link Publikation -
2008
Titel HPLC-Based Activity Profiling Approach for the Discovery of GABAA Receptor Ligands using an Automated Two Microelectrode Voltage Clamp Assay on Xenopus Oocytes DOI 10.1055/s-2008-1074491 Typ Journal Article Autor Kim H Journal Planta Medica Seiten 521-526 Link Publikation -
2010
Titel Valerenic acid derivatives as novel subunit-selective GABAA receptor ligands –in vitro and in vivo characterization DOI 10.1111/j.1476-5381.2010.00865.x Typ Journal Article Autor Khom S Journal British Journal of Pharmacology Seiten 65-78 Link Publikation -
2009
Titel Coupled and Independent Contributions of Residues in IS6 and IIS6 to Activation Gating of CaV1.2* DOI 10.1074/jbc.m808402200 Typ Journal Article Autor Kudrnac M Journal Journal of Biological Chemistry Seiten 12276-12284 Link Publikation -
2009
Titel Benzodiazepines modulate GABAA receptors by reducing a gamma-subunit-mediated inhibition of GABA sensitivity DOI 10.1186/1471-2210-9-s2-a23 Typ Journal Article Autor Baburin I Journal BMC Pharmacology Link Publikation