Untersuchung zeitlicher Schwereänderungen
Investigation of temporal gravity variations
Wissenschaftsdisziplinen
Geowissenschaften (100%)
Keywords
-
Temporal Gravity Variations,
Superconducting Gravimeter,
Atmospheric Loading,
Hydrological Effects On Gravity,
Earth Rotation
In der Interpretation von langzeitlichen Schwereänderungen und geodynamischen Phänomenen, wie denen der Erdgezeiten, der Rotationsschwankungen, der Translationsschwingungen des Erdkerns oder der Eigenschwingungen der Erde, kommt der Kenntnis und dem Verständnis von Prozessen aus dem Bereich der Atmosphäre und Hydrosphäre eine besondere Bedeutung zu. Erst deren korrekte Modellierung bezüglich ihrer gravitativen Effekte erlaubt die Trennung von Schweresignalen nicht-instrumenteller Ursache zur Verbesserung des Signal/Rauschverhältnisses besonders bei der Untersuchung von Signalen mit sehr kleiner Amplitude. In Kombination mit den Ergebnissen von Absolutschweremessungen können lokale von globalen Effekten getrennt werden. Kurzfristige und langzeitliche atmospärische und hydrologische Prozesse spielen in diesem Zusammenhang eine besonders wichtige Rolle. Seit 1995 wird in Wien der zeitliche Verlauf der Schwere mit dem Supraleitenden Gravimeter GWR C025 registriert. Die Länge dieser Zeitreihe erlaubt nun die Untersuchung langperiodischer Komponenten (Chandler wobble, lang periodische Gezeiten). Die mit dem GWR C025 in Wien entdeckten sehr kurzfristigen Schwerevariationen stellen ein weiteres wichtiges Untersuchungsziel dar. Ihre Ursache liegt in der vertikalen Umverteilung von Luftmassen im Zuge konvektiver Prozesse. Mitte 2003 ist die Verlegung des Gravimeters in das neue Conrad Observatorium am Trafelberg (Niederösterreich) geplant. Dies ermöglicht die Untersuchung dieser Effekte unter gänzlich veränderten topographischen Bedingungen. Dazu soll auch ein Processing-Algorithmus zur automatischen Erkennung entwickelt werden, der auf der Auswertung meteorologischer Informationen wie Niederschlag, Temperatur und Luftdruck in hoher zeitlicher Auflösung basiert. Das Projekt wird im Rahmen des GGP (Global Geodynamics Project) durchgeführt, in dem die Resultate von ungefähr 25 weltweit verteilten Supraleitenden Gravimetern für die globale geodynamische Forschung zusammengeführt werden.
In der Interpretation von langzeitlichen Schwereänderungen und geodynamischen Phänomenen, wie denen der Erdgezeiten, der Rotationsschwankungen, der Translationsschwingungen des Erdkerns oder der Eigenschwingungen der Erde, kommt der Kenntnis und dem Verständnis von Prozessen aus dem Bereich der Atmosphäre und Hydrosphäre eine besondere Bedeutung zu. Erst deren korrekte Modellierung bezüglich ihrer gravitativen Effekte erlaubt die Trennung von Schweresignalen nicht-instrumenteller Ursache zur Verbesserung des Signal/Rauschverhältnisses besonders bei der Untersuchung von Signalen mit sehr kleiner Amplitude. In Kombination mit den Ergebnissen von Absolutschweremessungen können lokale von globalen Effekten getrennt werden. Kurzfristige und langzeitliche atmospärische und hydrologische Prozesse spielen in diesem Zusammenhang eine besonders wichtige Rolle. Seit 1995 wird in Wien der zeitliche Verlauf der Schwere mit dem Supraleitenden Gravimeter GWR C025 registriert. Die Länge dieser Zeitreihe erlaubt nun die Untersuchung langperiodischer Komponenten (Chandler wobble, lang periodische Gezeiten). Die mit dem GWR C025 in Wien entdeckten sehr kurzfristigen Schwerevariationen stellen ein weiteres wichtiges Untersuchungsziel dar. Ihre Ursache liegt in der vertikalen Umverteilung von Luftmassen im Zuge konvektiver Prozesse. Mitte 2003 ist die Verlegung des Gravimeters in das neue Conrad Observatorium am Trafelberg (Niederösterreich) geplant. Dies ermöglicht die Untersuchung dieser Effekte unter gänzlich veränderten topographischen Bedingungen. Dazu soll auch ein Processing-Algorithmus zur automatischen Erkennung entwickelt werden, der auf der Auswertung meteorologischer Informationen wie Niederschlag, Temperatur und Luftdruck in hoher zeitlicher Auflösung basiert. Das Projekt wird im Rahmen des GGP (Global Geodynamics Project) durchgeführt, in dem die Resultate von ungefähr 25 weltweit verteilten Supraleitenden Gravimetern für die globale geodynamische Forschung zusammengeführt werden.
- Universität Wien - 100%
Research Output
- 20 Zitationen
- 2 Publikationen
-
2009
Titel Clear evidence for the sign-reversal of the pressure admittance to gravity near 3mHz DOI 10.1016/j.jog.2009.09.040 Typ Journal Article Autor Zürn W Journal Journal of Geodynamics Seiten 371-377 -
2004
Titel Investigation of temporal gravity variations in SG-records DOI 10.1016/j.jog.2004.07.011 Typ Journal Article Autor Meurers B Journal Journal of Geodynamics Seiten 423-435