Ein Thutmosidenpalast in Avaris
Thudmoside Palace Precint in Avaris
Wissenschaftsdisziplinen
Andere Naturwissenschaften (10%); Geschichte, Archäologie (20%); Sprach- und Literaturwissenschaften (70%)
Keywords
-
Thudmoside Palast,
Hyksospalast,
Minoische Malereien,
Palastbezirk,
Handel,
Geomagnetischer Survey
In den letzten zehn Jahren konzentrierten sich die Untersuchungen in der Region von cEzbet Helmi, nahe Tell el Dabca auf einen Palastbezirk im Westen der antiken Stadt Avaris. Diese Anlage mit einer Größe von ca. 4 ha lag auf Schwemmland unmittelbar am Ostufer des ehemaligen pelusischen Nilarms. Hier fanden sich in Supraposition eine Palastanlage der späten Hyksoszeit (ca. 1600-1530 v. Chr.) und eine weitere der Thutmosidenzeit (ca. 1500- 1400 v. Chr.). Trotz der langen Zeitspanne konnte bisher nur ein kleiner Teil der beiden Anlagen ausgegraben werden. Wir wissen jedoch über die Ausdehnung des Bezirkes durch einen geomagnetischen Survey Bescheid. Die Palastanlage der Thutmosidenzeit bedeckt im großen und ganzen die gleiche Fläche von ca. 4 ha, welche vorher auch von der Zitadelle der Hyksoszeit eingenommen wurde. Sie besteht aus drei Palästen auf Plattformen in Form von Kastenmauerwerk. Sie waren von Nordosten her je über eine Rampe zugänglich. Zwei der Paläste waren mit Wandmalereien ausgestattet, die auf Grund der Technik, des Stils und der Motivik als minoisch identifiziert werden konnten. Die Malereien waren nur noch zu etwa 10%, in Tausende Fragmente zerfallen, in sekundären Schütthaufen erhalten. Das Ziel dieses Projektes ist nunmehr einerseits die Eingabe des ergrabenen keramischen Materials und der Kleinfunde in eine bereits für die Funde der Hyksoszeit bestehende Datenbank, die zu diesem Zweck neu programmiert und erweitert werden muss. Durch die Bearbeitung dieses Materials, das auch eine Vielzahl von zyprischer Importware, sowie von mittel- bis spätbronzezeitlichen Importen aus dem gesamten östlichen Mittelmeerraum umfasst, werden wichtige Erkenntnisse über die Handels- und Wirtschaftsbeziehungen im mediterranen Raum für die Zeit des Neuen Reiches erwartet. Weiters sollen im Zuge dieses Projektes die Fresken weiter restauriert und rekonstruiert werden. Durch eine geomagnetische Aufnahme und die Erstellung eines Planes soll ein Großteil des Bezirkes der 18. Dynastie, sowie die stadtartige Siedlung der gleichen Zeit, welche sich von dem Palast in südwestlicher Richtung erstreckt weiter erforscht werden. Diese Untersuchung soll das Verständnis der Gesamtanlage verbessern und eine bedeutende Grundlage für die zukünftige Ausgrabungsstrategie bilden.
In den letzten zehn Jahren konzentrierten sich die Untersuchungen in der Region von cEzbet Helmi, nahe Tell el Dabca auf einen Palastbezirk im Westen der antiken Stadt Avaris. Diese Anlage mit einer Größe von ca. 4 ha lag auf Schwemmland unmittelbar am Ostufer des ehemaligen pelusischen Nilarms. Hier fanden sich in Supraposition eine Palastanlage der späten Hyksoszeit (ca. 1600-1530 v. Chr.) und eine weitere der Thutmosidenzeit (ca. 1500- 1400 v. Chr.). Trotz der langen Zeitspanne konnte bisher nur ein kleiner Teil der beiden Anlagen ausgegraben werden. Wir wissen jedoch über die Ausdehnung des Bezirkes durch einen geomagnetischen Survey Bescheid. Die Palastanlage der Thutmosidenzeit bedeckt im großen und ganzen die gleiche Fläche von ca. 4 ha, welche vorher auch von der Zitadelle der Hyksoszeit eingenommen wurde. Sie besteht aus drei Palästen auf Plattformen in Form von Kastenmauerwerk. Sie waren von Nordosten her je über eine Rampe zugänglich. Zwei der Paläste waren mit Wandmalereien ausgestattet, die auf Grund der Technik, des Stils und der Motivik als minoisch identifiziert werden konnten. Die Malereien waren nur noch zu etwa 10%, in Tausende Fragmente zerfallen, in sekundären Schütthaufen erhalten. Das Ziel dieses Projektes ist nunmehr einerseits die Eingabe des ergrabenen keramischen Materials und der Kleinfunde in eine bereits für die Funde der Hyksoszeit bestehende Datenbank, die zu diesem Zweck neu programmiert und erweitert werden muss. Durch die Bearbeitung dieses Materials, das auch eine Vielzahl von zyprischer Importware, sowie von mittel- bis spätbronzezeitlichen Importen aus dem gesamten östlichen Mittelmeerraum umfasst, werden wichtige Erkenntnisse über die Handels- und Wirtschaftsbeziehungen im mediterranen Raum für die Zeit des Neuen Reiches erwartet. Weiters sollen im Zuge dieses Projektes die Fresken weiter restauriert und rekonstruiert werden. Durch eine geomagnetische Aufnahme und die Erstellung eines Planes soll ein Großteil des Bezirkes der 18. Dynastie, sowie die stadtartige Siedlung der gleichen Zeit, welche sich von dem Palast in südwestlicher Richtung erstreckt weiter erforscht werden. Diese Untersuchung soll das Verständnis der Gesamtanlage verbessern und eine bedeutende Grundlage für die zukünftige Ausgrabungsstrategie bilden.
- Universität Wien - 100%