Partizip. multi-kriterielle Evaluation regen. Energie
Paricip. multi-criteria evaluation of renewable energy
Wissenschaftsdisziplinen
Andere Sozialwissenschaften (50%); Andere Technische Wissenschaften (25%); Geowissenschaften (15%); Mathematik (10%)
Keywords
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Multi-Criteria Decision Aid,
Renewable Energy,
Sustainable Development,
Participative Evaluation
Das Forschungsprojekt ARTEMIS ("Assessment of Renewable Energy Technologies on Multiple Scales - A Participatory Approach") bewertete nachhaltige Energieszenarien für Österreich für 2020 mit Schwerpunkt auf Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien. Die Bewertung erfolgte mit einem multi-kriteriellen Ansatz, der sowohl ExpeInnen als auch Betroffene (stakeholder) mit einbezieht. Dazu wurden szenarienbasierte Fallstudien auf zwei Ebenen - einer nationalen und einer lokalen Ebene - entwickelt und anhand von Nachhaltigkeitskriterien bewertet. Die Szenarien wurden in einem ersten Schritt gemeinsam mit EnergieexpertInnen und Stakeholdern für beide Fallstudien entwickelt. Diese Szenarien zeigen auf, welche Möglichkeiten Österreich bzw. die zwei in die lokale Fallstudie involvierten Gemeinden im Jahr 2020 haben, um Strom und Wärme aus erneuerbaren Quellen bereit zu stellen. Außerdem beinhalten sie den Energiebedarf des Jahres 2020. Der zweite Projektschritt umfasste die Entwicklung und Gewichtung von Bewertungskriterien. In einem gemeinsamen Prozess mit ExpertInnen und InteressensvertreterInnen (national) bzw. BürgerInnen(lokal) wurde erarbeitet, welche Ziele mit einer Umstellung des Energiesystems erreicht werden sollen. Diese reichten von ökologischen (Reduktion der CO 2 Emissionen) über soziale (sozialer Zusammenhalt) und systemisch- technologische (Versorgungssicherheit) zu wirtschaftlichen Zielen (Schaffung von Arbeitsplätzen). Die einzelnen Kriterien wurden - entsprechend der Präferenzen der TeilnehmerInnen - ebenfalls in einem partizipativen Prozess gewichtet. Anschließend wurden die einzelnen Szenarien hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf diese Ziele bewertet, wobei auf Daten aus der Literatur, aus vorhandenen Datenbanken (GEMIS) als auch auf ExpertInnen- und Bürgerbefragungen zurückgegriffen wurde. Die Reihung der Szenarien erfolgte durch eine Multikriterienanalyse (PROMETHEE). Das Ergebnis dieser Analyse zeigt, welche Szenarien den gesellschaftlichen Zielen besser oder schlechter entsprechen. Auf nationaler Ebene wurde diese Reihung mit den im Prozess ermittelten unterschiedlichen Gewichtungen durchgeführt, um einen besseren Eindruck davon zu bekommen, wie gesellschaftliche Präferenzen die Eignung von bestimmten Szenarien beeinflussen. Außerdem wurden Zielkonflikte, aber auch Kompromissfelder ausgelotet, um ein besseres Verständnis der erwarteten Auswirkungen der betrachteten Energiesysteme zu bekommen. Auf lokaler Ebene fließen die Ergebnisse aus dem Projekt direkt in den 2006 beginnenden e5-Prozess der beiden beteiligten Gemeinden ein (vgl. www.e5-Gemeinden.at). e5 ist ein Programm zur Qualifizierung und Auszeichnung von Gemeinden, die durch den effizienten Umgang mit Energie und der verstärkten Nutzung von erneuerbaren Energieträgern einen Beitrag zu einer zukunftsverträglichen Entwicklung unserer Gesellschaft leisten wollen.
- Sustainable Europe Research Institute - 100%
Research Output
- 461 Zitationen
- 3 Publikationen
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2007
Titel New ways for the integrated appraisal of national energy scenarios: The case of renewable energy use in Austria DOI 10.1016/j.enpol.2007.08.015 Typ Journal Article Autor Madlener R Journal Energy Policy Seiten 6060-6074 -
2010
Titel Participatory scenario development for integrated sustainability assessment DOI 10.1007/s10113-010-0143-3 Typ Journal Article Autor Bohunovsky L Journal Regional Environmental Change Seiten 271-284 -
2009
Titel Sustainable energy futures: Methodological challenges in combining scenarios and participatory multi-criteria analysis DOI 10.1016/j.ejor.2007.12.049 Typ Journal Article Autor Kowalski K Journal European Journal of Operational Research Seiten 1063-1074