Geometrische Theorie verallgemeinerter Funtionen
Geometric Theory of Generalized Functions
Wissenschaftsdisziplinen
Mathematik (80%); Physik, Astronomie (20%)
Keywords
-
Alegras of Generalized Functions,
Nonlinear Distributional Geometry,
Distributional Methods in General Relati,
Group Analysis of Generalized Solutions
Algebren verallgemeinerter Funktionen im Sinn von J. F. Colombeau wurden in den frühen achtziger Jahren primär als Werkzeug zur Analyse mathematischer Probleme entwickelt, in denen (a) Differentiation, (b) nichtlineare Operationen und (c) singuläre Objekte eine Rolle spielen. In diesem Sinn stellen sie daher sowohl eine Erweiterung der klassischen Analysis (die zur Behandlung von (a) und (b) geeignet ist) als auch der Distributionentheorie von L. Schwartz (die die Behandlung von (a) und (c) erlaubt) dar. Das Hauptanwendungsgebiet der Colombeauschen Algebren lag zunächst auf dem Gebiet der nichtlinearen partiellen Differentialgleichungen in der Gegenwart von Singularitäten. Darüber hinaus entstand ab Mitte der neunziger Jahre eine Reihe von Anwendungen der Theorie auf Fragen primär geometrischen Inhaltes, insbesondere in der Liegruppen-Analyse von Differentialgleichungen und in Einsteins Relativitätstheorie. Die Koordinateninvarianz der Konstruktion erhielt dadurch zentrale Bedeutung für die weitere Entwicklung der Theorie. Da die ursprüngliche Konstruktion Colombeau`s diese Invarianzeigenschaft nicht besaß, wurde sie in den späten neunziger Jahren von einer Reihe von Autoren grundlegend umstrukturiert, was schließlich zur Enstehung der sogenannten "geometrischen Theorie verallgemeinerter Funktionen" führte. Diese Konstruktion erlaubt schließlich die Betrachtung des Problemkreises (a), (b), (c) in voller Allgemeinheit und in einem globalen Kontext. Das gegenwärtigen Projekt verfolgt zwei Ziele: erstens, die Weiterentwicklung der geometrischen Theorie verallgemeinerter Funktionen selbst (singuläre gewöhnliche Differentialgleichungen, verallgemeinerte Konnexionen, Einbettungseigenschaften, ...); und zweitens die Anwendung der entstehenden Theorie auf Probleme der allgemeinen Relativitätstheorie (sphärische impulsive Graviationswellen, Staublösungen der Einsteingleichungen, ...) und Symmetriegruppenanalyse von Differentialgleichungen (Globalisierung der bestehenden Theorie, Studium von gruppeninvarianten verallgemeinerten Funktionen), den Gebieten also, die die Hauptmotivation für die Entwicklung der Theorie darstellten.
Algebren verallgemeinerter Funktionen im Sinn von J. F. Colombeau wurden in den frühen achtziger Jahren primär als Werkzeug zur Analyse mathematischer Probleme entwickelt, in denen (a) Differentiation, (b) nichtlineare Operationen und (c) singuläre Objekte eine Rolle spielen. In diesem Sinn stellen sie daher sowohl eine Erweiterung der klassischen Analysis (die zur Behandlung von (a) und (b) geeignet ist) als auch der Distributionentheorie von L. Schwartz (die die Behandlung von (a) und (c) erlaubt) dar. Das Hauptanwendungsgebiet der Colombeauschen Algebren lag zunächst auf dem Gebiet der nichtlinearen partiellen Differentialgleichungen in der Gegenwart von Singularitäten. Darüber hinaus entstand ab Mitte der neunziger Jahre eine Reihe von Anwendungen der Theorie auf Fragen primär geometrischen Inhaltes, insbesondere in der Liegruppen-Analyse von Differentialgleichungen und in Einsteins Relativitätstheorie. Die Koordinateninvarianz der Konstruktion erhielt dadurch zentrale Bedeutung für die weitere Entwicklung der Theorie. Da die ursprüngliche Konstruktion Colombeau`s diese Invarianzeigenschaft nicht besaß, wurde sie in den späten neunziger Jahren von einer Reihe von Autoren grundlegend umstrukturiert, was schließlich zur Enstehung der sogenannten "geometrischen Theorie verallgemeinerter Funktionen" führte. Diese Konstruktion erlaubt schließlich die Betrachtung des Problemkreises (a), (b), (c) in voller Allgemeinheit und in einem globalen Kontext. Das gegenwärtigen Projekt verfolgt zwei Ziele: erstens, die Weiterentwicklung der geometrischen Theorie verallgemeinerter Funktionen selbst (singuläre gewöhnliche Differentialgleichungen, verallgemeinerte Konnexionen, Einbettungseigenschaften, ...); und zweitens die Anwendung der entstehenden Theorie auf Probleme der allgemeinen Relativitätstheorie (sphärische impulsive Graviationswellen, Staublösungen der Einsteingleichungen, ...) und Symmetriegruppenanalyse von Differentialgleichungen (Globalisierung der bestehenden Theorie, Studium von gruppeninvarianten verallgemeinerten Funktionen), den Gebieten also, die die Hauptmotivation für die Entwicklung der Theorie darstellten.
- Universität Wien - 100%
- James Vickers, University of Southampton - Vereinigtes Königreich
Research Output
- 23 Zitationen
- 3 Publikationen
-
2009
Titel Sheaves of nonlinear generalized functions and manifold-valued distributions DOI 10.1090/s0002-9947-09-04621-2 Typ Journal Article Autor Kunzinger M Journal Transactions of the American Mathematical Society Seiten 5177-5192 Link Publikation -
2007
Titel On the characterization of p -adic Colombeau–Egorov generalized functions by their point values DOI 10.1002/mana.200510554 Typ Journal Article Autor Mayerhofer E Journal Mathematische Nachrichten Seiten 1297-1301 -
2006
Titel Group invariants in algebras of generalized functions DOI 10.1080/10652460500436536 Typ Journal Article Autor Konjik S Journal Integral Transforms and Special Functions Seiten 77-84 Link Publikation