Controlling im deutschsprachigen Raum
Management Accounting in German-Speaking Countries
Wissenschaftsdisziplinen
Soziologie (25%); Wirtschaftswissenschaften (75%)
Keywords
-
Management Accounting,
Organiszation Theory,
Comparative Accounting Research,
Austria,
Controlling
Das Projekt "Controlling im deutschsprachigen Raum" verfolgt zwei übergeordnete Fragestellungen: Erstens sollen die sozialen und kulturellen Einflüsse auf die Praxis des Controlling in Österreich untersucht werden. Diese Einflüsse sind auf organisationaler, nationaler und globaler Ebene wirksam. Zweitens werden die Controllingpraktiken in Österreich, Deutschland und der Schweiz miteinander verglichen. Dabei wird angenommen, dass zwar die formalen Systeme und Techniken nominell weitgehend identisch sind, dass sich aber die konkrete Anwendung dieser Systeme und Techniken in den drei Ländern signifikant unterscheidet. Diese Unterschiede machen sich beispielsweise an der relativen Bedeutung der quantitativen Controllinginformationen für die Unternehmensführung, ihrer Rolle für die Legitimation von Entscheidungen oder der generellen Macht des Controlling in den in unterschiedlichen sozialen und institutionellen Kontexten agierenden österreichischen, deutschen und Schweizer Unternehmen fest. Diese Prozesse der lokalen Aneignung globalisierter und standardisierter Controllingsysteme und techniken ("reembedding") soll in jeweils drei Industrieunternehmen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz empirisch untersucht werden. Dabei werden wiederholt Interviews mit Personen aus den Bereichen des Controlling und des externen Rechnungswesens als Produzenten bzw. Produzentinnen von Controllinginformationen sowie mit Personen aus den Bereichen Produktion und Marketing als Abnehmer bzw. Abnehmerinnen dieser Informationen geführt. Außerdem ist eine Phase der teilnehmenden Beobachtung in jedem der neun Unternehmen geplant. Das Projekt wird erstens zur Verbesserung der Kenntnis der Praxis des Controlling im deutschsprachigen Raum beitragen. Zweitens erlaubt es, die Praxis in österreichischen Unternehmen relativ zu deutschen und Schweizer Unternehmen einerseits und ermöglicht durch die Kooperation in einem europaweiten Forschungsnetzwerk relativ zu europäischen Standards andererseits zu verorten. Drittens trägt das Projekt dazu bei, der deutschsprachigen Controllingforschung international mehr Gehör zu verschaffen. Schließlich wird es, viertens, einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Theorie des Controlling als sozialer und organisationaler Praxis leisten.
Das Projekt "Controlling im deutschsprachigen Raum" verfolgt zwei übergeordnete Fragestellungen: Erstens sollen die sozialen und kulturellen Einflüsse auf die Praxis des Controlling in Österreich untersucht werden. Diese Einflüsse sind auf organisationaler, nationaler und globaler Ebene wirksam. Zweitens werden die Controllingpraktiken in Österreich, Deutschland und der Schweiz miteinander verglichen. Dabei wird angenommen, dass zwar die formalen Systeme und Techniken nominell weitgehend identisch sind, dass sich aber die konkrete Anwendung dieser Systeme und Techniken in den drei Ländern signifikant unterscheidet. Diese Unterschiede machen sich beispielsweise an der relativen Bedeutung der quantitativen Controllinginformationen für die Unternehmensführung, ihrer Rolle für die Legitimation von Entscheidungen oder der generellen Macht des Controlling in den in unterschiedlichen sozialen und institutionellen Kontexten agierenden österreichischen, deutschen und Schweizer Unternehmen fest. Diese Prozesse der lokalen Aneignung globalisierter und standardisierter Controllingsysteme und techniken ("reembedding") soll in jeweils drei Industrieunternehmen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz empirisch untersucht werden. Dabei werden wiederholt Interviews mit Personen aus den Bereichen des Controlling und des externen Rechnungswesens als Produzenten bzw. Produzentinnen von Controllinginformationen sowie mit Personen aus den Bereichen Produktion und Marketing als Abnehmer bzw. Abnehmerinnen dieser Informationen geführt. Außerdem ist eine Phase der teilnehmenden Beobachtung in jedem der neun Unternehmen geplant. Das Projekt wird erstens zur Verbesserung der Kenntnis der Praxis des Controlling im deutschsprachigen Raum beitragen. Zweitens erlaubt es, die Praxis in österreichischen Unternehmen relativ zu deutschen und Schweizer Unternehmen einerseits und ermöglicht durch die Kooperation in einem europaweiten Forschungsnetzwerk relativ zu europäischen Standards andererseits zu verorten. Drittens trägt das Projekt dazu bei, der deutschsprachigen Controllingforschung international mehr Gehör zu verschaffen. Schließlich wird es, viertens, einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Theorie des Controlling als sozialer und organisationaler Praxis leisten.
- Universität Innsbruck - 100%
- Robert Luther, University of the West of England - Vereinigtes Königreich