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Psychische Traumafolgen

Psychological Consequences of Trauma

Klaus Ottomeyer (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/P17150
  • Förderprogramm Einzelprojekte
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.05.2004
  • Projektende 30.09.2006
  • Bewilligungssumme 129.412 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Psychologie (100%)

Keywords

    Posttraumatic Stress, Cross-Cultural Psychology, Asylum Seekers

Abstract Endbericht

Flüchtlinge und Asylwerber leiden häufig an an psychischen Störungen, wobei traumatischer Stress und Depression besonders oft vorkommen. Viele der Betroffenen wurden Opfer von Vergewaltigung, Folter oder Verstümmelung und haben kriegerische Auseinandersetzungen und andere lebensbedrohliche Ereignisse oder die Ermordung von Freunden oder Verwandten miterlebt. Die internationalen psychiatrischen Klassifikationssysteme DSM-IV und ICD-10 haben Diagnostische Kriterien für die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) konzipiert, welche die klinisch-psychologischen Folgen von Traumatisierung erfassen sollen. Aus der Literatur ist aber bekannt, dass die diagnostischen Kategorien von DSM-IV und ICD-10 die medizinischen und psychologischen Kategorien westlicher Industriegesellschaften reflektieren und nur teilweise auf andere Kulturen übertragen werden können. Andererseits sind einige psychometrische Messinstrumente bekannt, welche nur teilweise auf das Konstrukt "PTSD" zurückgreifen und erfolgreich in einem kulturübergreifenden Zusammenhang angewandt wurden: (1) die Hopkins Symptom Checklist-25, (2) das Harvard Trauma Questionnaire, (3) die Clinician Administered PTSD Scale, (4) die Impact of Event Scale und (5) das Bradford Somatic Inventory (BSI). Für die Arbeit mit weiteren ethnischen Gruppen müssen diese Instrumente jedoch kulturübergreifend validiert werden. Im beantragten Projekt wollen wir diese Instrumente bei N = 30 Asylwerberinnen und Asylwerbern erproben, die aus (1) Afghanistan, (2) Tschetschenien und (3) Westafrika (insgesamt N = 150) nach Österreich kamen. Für jede Gruppe soll die konvergente Validität bestimmt werden, wobei das Ergebnis eines diagnostischen Interviews als Kriterium dienen soll. Diese Instrumente sollen auch auf Itemebene teststatistisch untersucht und ihre Reliabilität soll für jede ethnische Gruppe bestimmt werden. Auf der Grundlage der Spezifität und Sensitivität sollen für jede ethnische Gruppe geeignete Instrumente ausgewählt und Diskriminanzanalysen berechnet werden. Das Projekt hat wichtige praktische Auswirkungen im Hinblick auf die geplante österreichische Asylgesetzgebung: von den Behörden beauftragte Sachverständige, welche bei Asylwerberinnen und Asylwerbern Traumatisierung zu diagnostizieren haben, werden auf eine Batterie kulturspezifischer Tests zurückgreifen können, welche, zusammen mit persönlichen Interviews, zu einer objektiven, reliablen und validen Diagnose posttraumatischer Belastung bei unterschiedlichen ethnischen Gruppen beitragen.

Bei Asylsuchenden und Flüchtlingen finden sich regelmäßig psychische Störungen, insbesondere Symptome von posttraumatischem Stress und Depression. Die internationalen psychiatrischen Klassifikationssysteme DSM-IV und ICD-10 schlugen Diagnostische Kriterien für die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) vor, um die klinischen Folgen traumatische Belastung zu erfassen. Es wurde aber eingewandt, dass die diagnostischen Kategorien von DSM/ICD die medizinischen und psychologischen Konzepte westlicher Industrienationen reflektieren und deshalb nur zum Teil auf nicht-westliche Populationen angewandt werden können. Andererseits existieren einige psychometrische Instrumente, welche sich nur teilweise auf das PTBS-Konstrukt stützen, und welche erfolgreich in einem kulturübergreifenden Zusammenhang angewandt wurden: (1) die Hopkins Symptom Checklist-25 (HSLC-25), (2) der Harvard Trauma Questionnaire (HTQ), (3) die Clinician Administered PTSD Scale (CAPS-1), (4) die Impact of Event Scale (IES-R), und (5) das Bradford Somatic Inventory (BSI). Dennoch musste - für den Gebrauch mit bestimmten ethnischen Gruppen - die interkulturelle Validität dieser Instrumente erst bestimmt werden. Im aktuellen Forschungsprojekt wandten wir diese Skalen bei je 50 Asylsuchenden aus (1) Tschetschenien, (2) Afghanistan und (3) Westafrika an (gesamtes N = 150). Es sollte herausgefunden werden, ob diese Instrumente in der Lage sein würden, posttraumatische Symptome in Übereinstimmung mit ausführlichen klinischen Interviews zu diagnostizieren. In erster Linie fanden wir, dass die standardisierten Diagnostischen Kriterien der PTBS keine zufriedenstellenden Resultate lieferten. Zahlreichende Personen aus anderen Kulturen, die sich in den diagnostischen Interviews als eindeutig traumatisiert erwiesen, erfüllten nicht die formellen PTBS-Kriterien der DSM-IV bzw. ICD-10. Daher würde in diesen Fällen die Anzahl traumatisierter Personen durch konventionelle PTBS-Diagnosen grob unterschätzt. Bei den psychometrischen Instrumenten zeigte die CAPS-1 mit Angehörigen aller drei Kulturen optimale Resultate, während die Fragebögen HSCL-25, HTQ, IES-R und BSI nur teilweise valide waren. Das HTQ bewährte sich recht gut bei Personen aus Tschetschenien und Afghanistan, nicht aber bei solchen aus Westafrika, während sich die IES-R bei Befragten aus Afghanistan und Westafrika als valide erwies. Die HSCL-25 und das BSI zeigten in keiner der drei Kulturen gute Resultate. Im übrigen zeigte sich, dass Personen aus Tschetschenien, Afghanistan und Westafrika jeweils distinkte posttraumatische Symptome, sowie auch kulturspezfische Bewältigungsstrategien, berichteten. Aus diesen Ergebnissen kann gefolgert werden, dass es kulturtypische Reaktionen auf traumatische Belastungen gibt, welche insbesondere von Sachverständigen berücksichtigt werden müssen, die für die Asylbehörde tätig werden. Universelle diagnostische Kriterien sollen nicht verwendet werden. An ihrer Stelle werden individuell gestaltete diagnostische Interviews empfohlen, welche von KlinikerInnen zu führen sind, die mit der betreffenden Kultur vertraut sind. Zusätzlich können strukturierte Interviews wie die CAPS-1 allgemein nützlich sein, während psychometrische Fragebögen nur empfohlen werden können, wenn ihre Validität für die betreffende Kultur bekannt ist.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Klagenfurt - 100%
Internationale Projektbeteiligte
  • Karl Peltzer, University of the North - Südafrika

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