Elektrische Stimulation des denervierten Oberschenkels
Electrical stimulation of the denervated human thigh
Wissenschaftsdisziplinen
Informatik (50%); Medizintechnik (50%)
Keywords
-
Fuctional Electrical Stimulation,
Denervated Muscle,
Computer Simulation,
Activating Function,
Membrane Model,
Muscle Fiber
Die außergewöhnlichen Wiener klinischen Resultate bei Querschnittsgelähmten zeigen, dass jahrelanges intensives Training mittels Elektrostimulation einen Wiederaufbau von Muskelmasse und Kraftentwicklung auch nach langjähriger kompletter Denervierung ermöglicht. Für solche Fälle ist eine Machbarkeitstudie vorgesehen, die auf der Auswertung biomathematischer Modelle der elektrisch stimulierten unteren Gliedmaßen beruht und dabei Vorteile einer neuen Technologie mit implantierten Elektroden ausnützt, um eine Verbesserung hinsichtlich der extremen Stimulusströme und der schlechten Muskelselektivität durch die derzeit verwendeten Oberflächenelektroden zu erreichen. In Vorarbeiten wurde eine dreistufige Simulationsmethodik entwickelt, um den Ort der ausgelösten Muskelaktivitäten im Oberschenkel zu bestimmen, wenn mit Oberflächenelektroden stimuliert wird, wobei entweder von einer vereinfachten Geometrie ausgegangen wird oder CT oder MRI Patientendaten verwendet werden können: i) Auffinden der dreidimensionalen Verteilung der elektrischen Leitfähigkeiten durch Auswertung von Bildmaterial ii) Berechnen der Potenzialverteilung mittels Laplace Gleichung für eine vorgegebene Elektrodenkonfiguration iii) Abschätzen der erreichten Muskelaktivierung durch Computerauswertung des Muskelfaser-Erregungsmodells Diese Methodik muss besonders bezüglich der Erarbeitung eines geeigneten Models zur elektrischen Erregung von denervierten Muskelfasern erweitert werden und soll dann sowohl auf die derzeitig verwendeten Oberflächenelektroden als auch auf zwei neue Elektrodentypen angewandt werden: Die eine Elektrodentype soll direkt auf den Muskelfaszien implantiert werden, die andere kann eine bereits am Oberschenkelknochen montierte Platte sein; beide bedeuten eine besondere Nähe zu den Muskeleinheiten. Das Projektziel ist es durch Analyse der Computersimulationen ein optimales Elektrodendesign bezüglich Sicherheit und selektiver Muskelaktivierung zu finden.
Die außergewöhnlichen Wiener klinischen Resultate bei Querschnittsgelähmten zeigen, dass jahrelanges intensives Training mittels Elektrostimulation einen Wiederaufbau von Muskelmasse und Kraftentwicklung auch nach langjähriger kompletter Denervierung ermöglicht. Für solche Fälle ist eine Machbarkeitstudie vorgesehen, die auf der Auswertung biomathematischer Modelle der elektrisch stimulierten unteren Gliedmaßen beruht und dabei Vorteile einer neuen Technologie mit implantierten Elektroden ausnützt, um eine Verbesserung hinsichtlich der extremen Stimulusströme und der schlechten Muskelselektivität durch die derzeit verwendeten Oberflächenelektroden zu erreichen. In Vorarbeiten wurde eine dreistufige Simulationsmethodik entwickelt, um den Ort der ausgelösten Muskelaktivitäten im Oberschenkel zu bestimmen, wenn mit Oberflächenelektroden stimuliert wird, wobei entweder von einer vereinfachten Geometrie ausgegangen wird oder CT oder MRI Patientendaten verwendet werden können: 1. Auffinden der dreidimensionalen Verteilung der elektrischen Leitfähigkeiten durch Auswertung von Bildmaterial 2. Berechnen der Potenzialverteilung mittels Laplace Gleichung für eine vorgegebene Elektrodenkonfiguration 3. Abschätzen der erreichten Muskelaktivierung durch Computerauswertung des Muskelfaser-Erregungsmodells Diese Methodik muss besonders bezüglich der Erarbeitung eines geeigneten Models zur elektrischen Erregung von denervierten Muskelfasern erweitert werden und soll dann sowohl auf die derzeitig verwendeten Oberflächenelektroden als auch auf zwei neue Elektrodentypen angewandt werden: Die eine Elektrodentype soll direkt auf den Muskelfaszien implantiert werden, die andere kann eine bereits am Oberschenkelknochen montierte Platte sein; beide bedeuten eine besondere Nähe zu den Muskeleinheiten. Das Projektziel ist es durch Analyse der Computersimulationen ein optimales Elektrodendesign bezüglich Sicherheit und selektiver Muskelaktivierung zu finden.
- Technische Universität Wien - 100%
- Ugo Carraro, University of Padua - Italien
Research Output
- 62 Zitationen
- 4 Publikationen
-
2008
Titel Current Distance Relations for Fiber Stimulation With Pointsources DOI 10.1109/tbme.2008.915676 Typ Journal Article Autor Rattay F Journal IEEE Transactions on Biomedical Engineering Seiten 1122-1127 -
2009
Titel Modeling Needle Stimulation of Denervated Muscle Fibers: Voltage–Distance Relations and Fiber Polarization Effects DOI 10.1109/tbme.2009.2025597 Typ Journal Article Autor Stickler* D Journal IEEE Transactions on Biomedical Engineering Seiten 2396-2403 -
2008
Titel A Finite Element Model of the Electrically Stimulated Human Thigh: Changes due to Denervation and Training DOI 10.1111/j.1525-1594.2008.00612.x Typ Journal Article Autor Stickler Y Journal Artificial Organs Seiten 620-624 Link Publikation -
2008
Titel A Novel Approach to Simulate Hodgkin–Huxley-like Excitation With COMSOL Multiphysics DOI 10.1111/j.1525-1594.2008.00611.x Typ Journal Article Autor Martinek J Journal Artificial Organs Seiten 614-619