Quanteninformation:Fundamentales, Übergang zum Klassischen
Quantum Information:Fundamentals, Transition to Classicality
Wissenschaftsdisziplinen
Informatik (10%); Mathematik (10%); Physik, Astronomie (80%)
Keywords
-
Quantum Physics,
Macroscopic Limit,
Quantum Information,
Quantum Games,
Quantum Entanglement,
Macroscopic Realism
Quantenphysik widerspricht dem Paradigma des makroskopischen Realismus. Die erste Zielsetzung dieses Projekts ist die Erarbeitung eines neuen theoretischen Zugangs zum makroskopischen Realismus und zur klassischen Physik innerhalb der Quantentheorie. Der Ansatz steht nicht im Konflikt zur Theorie der Dekohärenz, unterscheidet sich von dieser aber konzeptionell, indem er das Hauptaugenmerk auf die Beobachtbarkeit von Quanteneffekten makroskopischer Objekte richtet. Der entscheidende Punkt ist, dass die Anforderungen an die Präzision unserer Messapparaturen für die Beobachtung von Quanteneffekten mit der Zahl der Freiheitsgrade des Systems steigen. Im Hinblick darauf, dass sie ultimative Beschränktheit von Ressourcen in einem Labor (oder sogar im ganzen Universum) eine fundamentale Schranke der Messgenauigkeit und Komplexität der Präparation quantenmechani- scher Zustände bedingen, wird diese experimentelle Schwierigkeit zu einer prinzipiellen Unmöglichkeit. Somit folgen die Gesetze der klassischen Physik aus jenen der Quantenmechanik unter der Restriktion auf grobkörnige Messungen. Die zweite Zielvorstellung dieses Antrags betrifft die Identifizierung der nicht-klassischen Schlüsseleigenschaften, die zur gesteigerten Leistungsfähigkeit von Quantencomputern führen. Der Grundgedanke ist, dass die Kraft von Quantencomputern sowohl in zeitlichen, inhärent quantenphysikalischen Korrelationen als auch in räumlichen Korrelationen aufgrund von Verschränkung liegt. Während alle klassischen Algorithmen gewissen Einschränkungen hinsichtlich ihrer zeitlichen (klassischen) Korrelationen unterliegen, benötigt eine Verletzung dieser Restriktionen im Fall von Quantenalgorithmen zusätzlichen zeitlichen Informationstransfer, um klassisch simuliert zu werden. Die letzte Zielsetzung ist es, eine definitive Antwort auf die Frage zu geben, in welchem Sinn quantenphysikalische Spielstrategien besser als klassische sind. Im Standardaufbau treffen die Spieler ihre Entscheidungen mittels der Anwendung lokaler Operationen an ihren physikalischen Systemen. Diese werden dann zum Ort des Schiedsrichters transportiert, der die Messungen vornimmt und die Auszahlungsbeträge berechnet. Die entscheidende Idee ist, dass klassische lokale Operationen an den Bits Wahrscheinlichkeiten für Messresultate seitens des Referees erzeugen, die allgemeinen Einschränkungen unterliegen, aber verletzt werden können, indem man lokale Quantenoperationen und verschränkte Qubits verwendet.
Quantenphysik widerspricht dem Paradigma des makroskopischen Realismus. Die erste Zielsetzung dieses Projekts ist die Erarbeitung eines neuen theoretischen Zugangs zum makroskopischen Realismus und zur klassischen Physik innerhalb der Quantentheorie. Der Ansatz steht nicht im Konflikt zur Theorie der Dekohärenz, unterscheidet sich von dieser aber konzeptionell, indem er das Hauptaugenmerk auf die Beobachtbarkeit von Quanteneffekten makroskopischer Objekte richtet. Der entscheidende Punkt ist, dass die Anforderungen an die Präzision unserer Messapparaturen für die Beobachtung von Quanteneffekten mit der Zahl der Freiheitsgrade des Systems steigen. Im Hinblick darauf, dass sie ultimative Beschränktheit von Ressourcen in einem Labor (oder sogar im ganzen Universum) eine fundamentale Schranke der Messgenauigkeit und Komplexität der Präparation quantenmechanischer Zustände bedingen, wird diese experimentelle Schwierigkeit zu einer prinzipiellen Unmöglichkeit. Somit folgen die Gesetze der klassischen Physik aus jenen der Quantenmechanik unter der Restriktion auf grobkörnige Messungen. Die zweite Zielvorstellung dieses Antrags betrifft die Identifizierung der nicht-klassischen Schlüsseleigenschaften, die zur gesteigerten Leistungsfähigkeit von Quantencomputern führen. Der Grundgedanke ist, dass die Kraft von Quantencomputern sowohl in zeitlichen, inhärent quantenphysikalischen Korrelationen als auch in räumlichen Korrelationen aufgrund von Verschränkung liegt. Während alle klassischen Algorithmen gewissen Einschränkungen hinsichtlich ihrer zeitlichen (klassischen) Korrelationen unterliegen, benötigt eine Verletzung dieser Restriktionen im Fall von Quantenalgorithmen zusätzlichen zeitlichen Informationstransfer, um klassisch simuliert zu werden. Die letzte Zielsetzung ist es, eine definitive Antwort auf die Frage zu geben, in welchem Sinn quantenphysikalische Spielstrategien besser als klassische sind. Im Standardaufbau treffen die Spieler ihre Entscheidungen mittels der Anwendung lokaler Operationen an ihren physikalischen Systemen. Diese werden dann zum Ort des Schiedsrichters transportiert, der die Messungen vornimmt und die Auszahlungsbeträge berechnet. Die entscheidende Idee ist, dass klassische lokale Operationen an den Bits Wahrscheinlichkeiten für Messresultate seitens des Referees erzeugen, die allgemeinen Einschränkungen unterliegen, aber verletzt werden können, indem man lokale Quantenoperationen und verschränkte Qubits verwendet.
- Universität Wien - 100%
- Vlatko Vedral, University of Oxford - Vereinigtes Königreich
Research Output
- 2760 Zitationen
- 15 Publikationen
-
2012
Titel Quantum correlations with no causal order DOI 10.1038/ncomms2076 Typ Journal Article Autor Oreshkov O Journal Nature Communications Seiten 1092 Link Publikation -
2012
Titel Bell's Inequalities — Foundations and Quantum Communication DOI 10.1007/978-3-540-92910-9_42 Typ Book Chapter Autor Brukner C Verlag Springer Nature Seiten 1413-1450 -
2011
Titel Quantum-state preparation with universal gate decompositions DOI 10.1103/physreva.83.032302 Typ Journal Article Autor Plesch M Journal Physical Review A Seiten 032302 Link Publikation -
2010
Titel Entanglement and communication-reducing properties of noisy N-qubit states DOI 10.1103/physreva.81.042101 Typ Journal Article Autor Laskowski W Journal Physical Review A Seiten 042101 Link Publikation -
2010
Titel Necessary and Sufficient Condition for Nonzero Quantum Discord DOI 10.1103/physrevlett.105.190502 Typ Journal Article Autor Dakic B Journal Physical Review Letters Seiten 190502 Link Publikation -
2009
Titel Bell’s experiment with intra- and inter-pair entanglement: Single-particle mode entanglement as a case study DOI 10.1103/physreva.80.062106 Typ Journal Article Autor Ashhab S Journal Physical Review A Seiten 062106 Link Publikation -
2009
Titel Positive Phase Space Transformation Incompatible with Classical Physics DOI 10.1103/physrevlett.102.110404 Typ Journal Article Autor Son W Journal Physical Review Letters Seiten 110404 Link Publikation -
2009
Titel Monogamy of Bell’s Inequality Violations in Nonsignaling Theories DOI 10.1103/physrevlett.102.030403 Typ Journal Article Autor Pawlowski M Journal Physical Review Letters Seiten 030403 Link Publikation -
2008
Titel Conditions for Quantum Violation of Macroscopic Realism DOI 10.1103/physrevlett.101.090403 Typ Journal Article Autor Kofler J Journal Physical Review Letters Seiten 090403 Link Publikation -
2008
Titel Efficient Hidden-Variable Simulation of Measurements in Quantum Experiments DOI 10.1103/physrevlett.101.190402 Typ Journal Article Autor Dakic B Journal Physical Review Letters Seiten 190402 Link Publikation -
2008
Titel Experimentally Friendly Geometrical Criteria for Entanglement DOI 10.1103/physrevlett.100.140403 Typ Journal Article Autor Badzia¸G P Journal Physical Review Letters Seiten 140403 Link Publikation -
2010
Titel Entanglement between smeared field operators in the Klein-Gordon vacuum DOI 10.1103/physrevd.81.125019 Typ Journal Article Autor Zych M Journal Physical Review D Seiten 125019 Link Publikation -
2009
Titel Mutually unbiased bases, orthogonal Latin squares, and hidden-variable models DOI 10.1103/physreva.79.012109 Typ Journal Article Autor Paterek T Journal Physical Review A Seiten 012109 Link Publikation -
2011
Titel Quantum interferometric visibility as a witness of general relativistic proper time DOI 10.1038/ncomms1498 Typ Journal Article Autor Zych M Journal Nature Communications Seiten 505 Link Publikation -
2011
Titel Pulsed quantum optomechanics DOI 10.1073/pnas.1105098108 Typ Journal Article Autor Vanner M Journal Proceedings of the National Academy of Sciences Seiten 16182-16187 Link Publikation