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Quanteninformation:Fundamentales, Übergang zum Klassischen

Quantum Information:Fundamentals, Transition to Classicality

Caslav Brukner (ORCID: 0000-0002-6549-5863)
  • Grant-DOI 10.55776/P19570
  • Förderprogramm Einzelprojekte
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.01.2008
  • Projektende 30.06.2011
  • Bewilligungssumme 200.718 €

Wissenschaftsdisziplinen

Informatik (10%); Mathematik (10%); Physik, Astronomie (80%)

Keywords

    Quantum Physics, Macroscopic Limit, Quantum Information, Quantum Games, Quantum Entanglement, Macroscopic Realism

Abstract Endbericht

Quantenphysik widerspricht dem Paradigma des makroskopischen Realismus. Die erste Zielsetzung dieses Projekts ist die Erarbeitung eines neuen theoretischen Zugangs zum makroskopischen Realismus und zur klassischen Physik innerhalb der Quantentheorie. Der Ansatz steht nicht im Konflikt zur Theorie der Dekohärenz, unterscheidet sich von dieser aber konzeptionell, indem er das Hauptaugenmerk auf die Beobachtbarkeit von Quanteneffekten makroskopischer Objekte richtet. Der entscheidende Punkt ist, dass die Anforderungen an die Präzision unserer Messapparaturen für die Beobachtung von Quanteneffekten mit der Zahl der Freiheitsgrade des Systems steigen. Im Hinblick darauf, dass sie ultimative Beschränktheit von Ressourcen in einem Labor (oder sogar im ganzen Universum) eine fundamentale Schranke der Messgenauigkeit und Komplexität der Präparation quantenmechani- scher Zustände bedingen, wird diese experimentelle Schwierigkeit zu einer prinzipiellen Unmöglichkeit. Somit folgen die Gesetze der klassischen Physik aus jenen der Quantenmechanik unter der Restriktion auf grobkörnige Messungen. Die zweite Zielvorstellung dieses Antrags betrifft die Identifizierung der nicht-klassischen Schlüsseleigenschaften, die zur gesteigerten Leistungsfähigkeit von Quantencomputern führen. Der Grundgedanke ist, dass die Kraft von Quantencomputern sowohl in zeitlichen, inhärent quantenphysikalischen Korrelationen als auch in räumlichen Korrelationen aufgrund von Verschränkung liegt. Während alle klassischen Algorithmen gewissen Einschränkungen hinsichtlich ihrer zeitlichen (klassischen) Korrelationen unterliegen, benötigt eine Verletzung dieser Restriktionen im Fall von Quantenalgorithmen zusätzlichen zeitlichen Informationstransfer, um klassisch simuliert zu werden. Die letzte Zielsetzung ist es, eine definitive Antwort auf die Frage zu geben, in welchem Sinn quantenphysikalische Spielstrategien besser als klassische sind. Im Standardaufbau treffen die Spieler ihre Entscheidungen mittels der Anwendung lokaler Operationen an ihren physikalischen Systemen. Diese werden dann zum Ort des Schiedsrichters transportiert, der die Messungen vornimmt und die Auszahlungsbeträge berechnet. Die entscheidende Idee ist, dass klassische lokale Operationen an den Bits Wahrscheinlichkeiten für Messresultate seitens des Referees erzeugen, die allgemeinen Einschränkungen unterliegen, aber verletzt werden können, indem man lokale Quantenoperationen und verschränkte Qubits verwendet.

Quantenphysik widerspricht dem Paradigma des makroskopischen Realismus. Die erste Zielsetzung dieses Projekts ist die Erarbeitung eines neuen theoretischen Zugangs zum makroskopischen Realismus und zur klassischen Physik innerhalb der Quantentheorie. Der Ansatz steht nicht im Konflikt zur Theorie der Dekohärenz, unterscheidet sich von dieser aber konzeptionell, indem er das Hauptaugenmerk auf die Beobachtbarkeit von Quanteneffekten makroskopischer Objekte richtet. Der entscheidende Punkt ist, dass die Anforderungen an die Präzision unserer Messapparaturen für die Beobachtung von Quanteneffekten mit der Zahl der Freiheitsgrade des Systems steigen. Im Hinblick darauf, dass sie ultimative Beschränktheit von Ressourcen in einem Labor (oder sogar im ganzen Universum) eine fundamentale Schranke der Messgenauigkeit und Komplexität der Präparation quantenmechanischer Zustände bedingen, wird diese experimentelle Schwierigkeit zu einer prinzipiellen Unmöglichkeit. Somit folgen die Gesetze der klassischen Physik aus jenen der Quantenmechanik unter der Restriktion auf grobkörnige Messungen. Die zweite Zielvorstellung dieses Antrags betrifft die Identifizierung der nicht-klassischen Schlüsseleigenschaften, die zur gesteigerten Leistungsfähigkeit von Quantencomputern führen. Der Grundgedanke ist, dass die Kraft von Quantencomputern sowohl in zeitlichen, inhärent quantenphysikalischen Korrelationen als auch in räumlichen Korrelationen aufgrund von Verschränkung liegt. Während alle klassischen Algorithmen gewissen Einschränkungen hinsichtlich ihrer zeitlichen (klassischen) Korrelationen unterliegen, benötigt eine Verletzung dieser Restriktionen im Fall von Quantenalgorithmen zusätzlichen zeitlichen Informationstransfer, um klassisch simuliert zu werden. Die letzte Zielsetzung ist es, eine definitive Antwort auf die Frage zu geben, in welchem Sinn quantenphysikalische Spielstrategien besser als klassische sind. Im Standardaufbau treffen die Spieler ihre Entscheidungen mittels der Anwendung lokaler Operationen an ihren physikalischen Systemen. Diese werden dann zum Ort des Schiedsrichters transportiert, der die Messungen vornimmt und die Auszahlungsbeträge berechnet. Die entscheidende Idee ist, dass klassische lokale Operationen an den Bits Wahrscheinlichkeiten für Messresultate seitens des Referees erzeugen, die allgemeinen Einschränkungen unterliegen, aber verletzt werden können, indem man lokale Quantenoperationen und verschränkte Qubits verwendet.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Wien - 100%
Internationale Projektbeteiligte
  • Vlatko Vedral, University of Oxford - Vereinigtes Königreich

Research Output

  • 2760 Zitationen
  • 15 Publikationen
Publikationen
  • 2012
    Titel Quantum correlations with no causal order
    DOI 10.1038/ncomms2076
    Typ Journal Article
    Autor Oreshkov O
    Journal Nature Communications
    Seiten 1092
    Link Publikation
  • 2012
    Titel Bell's Inequalities — Foundations and Quantum Communication
    DOI 10.1007/978-3-540-92910-9_42
    Typ Book Chapter
    Autor Brukner C
    Verlag Springer Nature
    Seiten 1413-1450
  • 2011
    Titel Quantum-state preparation with universal gate decompositions
    DOI 10.1103/physreva.83.032302
    Typ Journal Article
    Autor Plesch M
    Journal Physical Review A
    Seiten 032302
    Link Publikation
  • 2010
    Titel Entanglement and communication-reducing properties of noisy N-qubit states
    DOI 10.1103/physreva.81.042101
    Typ Journal Article
    Autor Laskowski W
    Journal Physical Review A
    Seiten 042101
    Link Publikation
  • 2010
    Titel Necessary and Sufficient Condition for Nonzero Quantum Discord
    DOI 10.1103/physrevlett.105.190502
    Typ Journal Article
    Autor Dakic B
    Journal Physical Review Letters
    Seiten 190502
    Link Publikation
  • 2009
    Titel Bell’s experiment with intra- and inter-pair entanglement: Single-particle mode entanglement as a case study
    DOI 10.1103/physreva.80.062106
    Typ Journal Article
    Autor Ashhab S
    Journal Physical Review A
    Seiten 062106
    Link Publikation
  • 2009
    Titel Positive Phase Space Transformation Incompatible with Classical Physics
    DOI 10.1103/physrevlett.102.110404
    Typ Journal Article
    Autor Son W
    Journal Physical Review Letters
    Seiten 110404
    Link Publikation
  • 2009
    Titel Monogamy of Bell’s Inequality Violations in Nonsignaling Theories
    DOI 10.1103/physrevlett.102.030403
    Typ Journal Article
    Autor Pawlowski M
    Journal Physical Review Letters
    Seiten 030403
    Link Publikation
  • 2008
    Titel Conditions for Quantum Violation of Macroscopic Realism
    DOI 10.1103/physrevlett.101.090403
    Typ Journal Article
    Autor Kofler J
    Journal Physical Review Letters
    Seiten 090403
    Link Publikation
  • 2008
    Titel Efficient Hidden-Variable Simulation of Measurements in Quantum Experiments
    DOI 10.1103/physrevlett.101.190402
    Typ Journal Article
    Autor Dakic B
    Journal Physical Review Letters
    Seiten 190402
    Link Publikation
  • 2008
    Titel Experimentally Friendly Geometrical Criteria for Entanglement
    DOI 10.1103/physrevlett.100.140403
    Typ Journal Article
    Autor Badzia¸G P
    Journal Physical Review Letters
    Seiten 140403
    Link Publikation
  • 2010
    Titel Entanglement between smeared field operators in the Klein-Gordon vacuum
    DOI 10.1103/physrevd.81.125019
    Typ Journal Article
    Autor Zych M
    Journal Physical Review D
    Seiten 125019
    Link Publikation
  • 2009
    Titel Mutually unbiased bases, orthogonal Latin squares, and hidden-variable models
    DOI 10.1103/physreva.79.012109
    Typ Journal Article
    Autor Paterek T
    Journal Physical Review A
    Seiten 012109
    Link Publikation
  • 2011
    Titel Quantum interferometric visibility as a witness of general relativistic proper time
    DOI 10.1038/ncomms1498
    Typ Journal Article
    Autor Zych M
    Journal Nature Communications
    Seiten 505
    Link Publikation
  • 2011
    Titel Pulsed quantum optomechanics
    DOI 10.1073/pnas.1105098108
    Typ Journal Article
    Autor Vanner M
    Journal Proceedings of the National Academy of Sciences
    Seiten 16182-16187
    Link Publikation

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