Illuminierte Handschriften und Inkunabeln ca. 1450-1475
Illuminated manuscripts and incunabula c. 1450-1475
Wissenschaftsdisziplinen
Kunstwissenschaften (85%); Medien- und Kommunikationswissenschaften (5%); Sprach- und Literaturwissenschaften (10%)
Keywords
-
Spätgotische Buchmalerei,
Handschriften,
Bibliothekskataloge,
Österreichische Nationalbibliothek
Die Österreichische Nationalbibliothek zählt zu jenem halben Dutzend öffentlicher Bibliotheken, die große Bestände an illuminierten Handschriften von hoher Qualität besitzen. Insofern steht sie in einer Reihe mit der British Library, der Bibliothèque nationale de France, der Biblioteca Vaticana und den Staatsbibliotheken in Berlin und München. Früher als die genannten Bibliotheken, nämlich schon nach Ende des Ersten Weltkriegs, hat die ÖNB begonnen, dieses kunst- und kulturgeschichtlich wichtige Material in wissenschaftlichen Katalogen zu publizieren. In den zwischen 1920 und 1938 sowie ab 1974 erschienenen Bänden wurden die italienischen, die westeuropäischen, die deutschen romanischen und die orientalischen Handschriften vorgestellt. 1989 wurde begonnen, den letzten noch unbearbeiteten (und zugleich besonders umfangreichen) Bestand, nämlich die mitteleuropäischen Codices aus gotischer Zeit, zu katalogisieren. Diese Reihe erfasst die Handschriften, die zwischen ca. 1250 und 1500 in den deutschsprachigen und den ostmitteleuropäischen Ländern entstanden sind. Die ersten drei Bände, die den Zeitraum von ca. 1250 bis 1400 abdecken, sind 1997, 2002 und 2004 erschienen. In dem gegenwärtig beantragten Projekt geht es um Zweierlei: Zum einen sollen die zwei simultan bearbeiteten und schon weit gediehenen Bände über die österreichischen und deutschen Handschriften aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts fertig gestellt und zum Druck gebracht werden. (Diese werden u.a. die für König Albrecht II. und Kaiser Friedrich III. bestimmten Prunkhandschriften enthalten, ferner eine Gruppe von Feuerwerk-Büchern von hohem Interesse für die Technik-Geschichte sowie eine Reihe astronomischer Codices aus dem Umkreis der Wiener Universität.) Zum anderen wird mit der Beschreibung der Handschriften aus dem dritten Viertel des 15. Jahrhunderts begonnen werden. Da in diesem Zeitraum schon die ersten Inkunabeln entstanden sind, die oft ebenfalls malerischen Schmuck enthalten, ist in erster Linie eine systematische Durchsicht der insgesamt 8000 (!) Inkunabeln der ÖNB vorgesehen, um jene Bände zu bestimmen, die in die nächsten Kataloge aufzunehmen sein werden. Erst wenn dieser Überblick gewonnen ist, kann die Zeitgrenze bestimmt werden, bis zu der der Folgeband reichen wird.
Die Österreichische Nationalbibliothek zählt zu jenem halben Dutzend öffentlicher Bibliotheken, die große Bestände an illuminierten Handschriften von hoher Qualität besitzen. Insofern steht sie in einer Reihe mit der British Library, der Bibliothèque nationale de France, der Biblioteca Vaticana und den Staatsbibliotheken in Berlin und München. Früher als die genannten Bibliotheken, nämlich schon nach Ende des Ersten Weltkriegs, hat die ÖNB begonnen, dieses kunst- und kulturgeschichtlich wichtige Material in wissenschaftlichen Katalogen zu publizieren. In den zwischen 1920 und 1938 sowie ab 1974 erschienenen Bänden wurden die italienischen, die westeuropäischen, die deutschen romanischen und die orientalischen Handschriften vorgestellt. 1989 wurde begonnen, den letzten noch unbearbeiteten (und zugleich besonders umfangreichen) Bestand, nämlich die mitteleuropäischen Codices aus gotischer Zeit, zu katalogisieren. Diese Reihe erfasst die Handschriften, die zwischen ca. 1250 und 1500 in den deutschsprachigen und den ostmitteleuropäischen Ländern entstanden sind. Die ersten drei Bände, die den Zeitraum von ca. 1250 bis 1400 abdecken, sind 1997, 2002 und 2004 erschienen. In dem gegenwärtig beantragten Projekt geht es um Zweierlei: Zum einen sollen die zwei simultan bearbeiteten und schon weit gediehenen Bände über die österreichischen und deutschen Handschriften aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts fertig gestellt und zum Druck gebracht werden. (Diese werden u.a. die für König Albrecht II. und Kaiser Friedrich III. bestimmten Prunkhandschriften enthalten, ferner eine Gruppe von Feuerwerk-Büchern von hohem Interesse für die Technik-Geschichte sowie eine Reihe astronomischer Codices aus dem Umkreis der Wiener Universität.) Zum anderen wird mit der Beschreibung der Handschriften aus dem dritten Viertel des 15. Jahrhunderts begonnen werden. Da in diesem Zeitraum schon die ersten Inkunabeln entstanden sind, die oft ebenfalls malerischen Schmuck enthalten, ist in erster Linie eine systematische Durchsicht der insgesamt 8000 (!) Inkunabeln der ÖNB vorgesehen, um jene Bände zu bestimmen, die in die nächsten Kataloge aufzunehmen sein werden. Erst wenn dieser Überblick gewonnen ist, kann die Zeitgrenze bestimmt werden, bis zu der der Folgeband reichen wird.
- Universität Wien - 100%