Universitätsphilosophie des Spätmittelalters
Philosophy at Universities of the Later Middle Ages
Wissenschaftsdisziplinen
Geschichte, Archäologie (10%); Philosophie, Ethik, Religion (90%)
Keywords
-
Philosophie,
Spätmittelalter,
Handschriften,
Edition,
Heinrich Totting,
Wikbold Stutte
Die an den berühmten mittelalterlichen Universitäten Oxford und Paris entwickelten philosophischen Auffassungen wurden auch an den neuen mitteleuropäischen Universitäten Prag (1348) und Wien (1365) sowie an den Schulen in Erfurt rezipiert, und in Auseinandersetzung mit diesen maßgeblichen Lehren erzeugten die dort tätigen Gelehrten ihre eigenen Werke. Einer der bedeutendsten dieser Gelehrten war Heinrich Totting von Oyta (gest. 1397 in Wien), der in Prag, Erfurt, Prag, Paris, Prag und schließlich (ab 1384) in Wien wirkte, und zwar als Philosoph und Theologe. Von seinem umfangreichen Gesamtwerk ist aber erst sehr wenig ediert und erforscht. In diesem Projekt sollen deshalb drei umfangreichere philosophische Texte Tottings aus Handschriften ediert und untersucht werden, nämlich seine Quästionen zu den Categoriae und zu De interpretatione des Aristoteles sowie die Partie über die Kontingenz des Zukünftigen und die Wahrheit von Sätzen über Zukünftiges aus seinen Quästionen zu den Sentenzen des Petrus Lombardus, Frage 10, erster Abschnitt. Ein ebenfalls bedeutender Zeitgenosse, Landsmann und Prager Kollege Tottings war Wikbold Stutte aus Osnabrück, urkundlich belegt von 1362 bis 1390, Professor der Philosophie und der Medizin in Prag. Von ihm wurde jüngst ein umfangreicher Kommentar zu den Parva naturalia des Aristoteles entdeckt, der im zweiten Teil des Projekts aus der Mainzer Handschrift I 613 herausgegeben und untersucht werden soll. Mit diesen Editionen und Untersuchungen wird die noch immer unvollkommene Kenntnis über Lehre und Forschung an den neuen Universitäten Mitteleuropas erweitert, die ausgewählten Autoren waren hervorragende Vertreter ihrer Universitäten und sind auch wegen der Kombination ihrer Fächer besonders interessant, nämlich Philosophie und Theologie bzw. Philosophie und Medizin.
Die an den berühmten mittelalterlichen Universitäten Oxford und Paris entwickelten philosophischen Auffassungen wurden auch an den neuen mitteleuropäischen Universitäten Prag (1348) und Wien (1365) sowie an den Schulen in Erfurt rezipiert, und in Auseinandersetzung mit diesen maßgeblichen Lehren erzeugten die dort tätigen Gelehrten ihre eigenen Werke. Einer der bedeutendsten dieser Gelehrten war Heinrich Totting von Oyta (gest. 1397 in Wien), der in Prag, Erfurt, Prag, Paris, Prag und schließlich (ab 1384) in Wien wirkte, und zwar als Philosoph und Theologe. Von seinem umfangreichen Gesamtwerk ist aber erst sehr wenig ediert und erforscht. In diesem Projekt sollen deshalb drei umfangreichere philosophische Texte Tottings aus Handschriften ediert und untersucht werden, nämlich seine Quästionen zu den Categoriae und zu De interpretatione des Aristoteles sowie die Partie über die Kontingenz des Zukünftigen und die Wahrheit von Sätzen über Zukünftiges aus seinen Quästionen zu den Sentenzen des Petrus Lombardus, Frage 10, erster Abschnitt. Ein ebenfalls bedeutender Zeitgenosse, Landsmann und Prager Kollege Tottings war Wikbold Stutte aus Osnabrück, urkundlich belegt von 1362 bis 1390, Professor der Philosophie und der Medizin in Prag. Von ihm wurde jüngst ein umfangreicher Kommentar zu den Parva naturalia des Aristoteles entdeckt, der im zweiten Teil des Projekts aus der Mainzer Handschrift I 613 herausgegeben und untersucht werden soll. Mit diesen Editionen und Untersuchungen wird die noch immer unvollkommene Kenntnis über Lehre und Forschung an den neuen Universitäten Mitteleuropas erweitert, die ausgewählten Autoren waren hervorragende Vertreter ihrer Universitäten und sind auch wegen der Kombination ihrer Fächer besonders interessant, nämlich Philosophie und Theologie bzw. Philosophie und Medizin.
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