Arnold Schönberg: Zeittafel / Kalendarium
Arnold Schoenberg: Chronology of his Life
Wissenschaftsdisziplinen
Geschichte, Archäologie (40%); Kunstwissenschaften (40%); Soziologie (20%)
Keywords
-
Arnold Schönberg,
Geschichte Österreichs,
Musikgeschichte,
Exilforschung,
Zeitgeschichte,
Kunstgeschichte
Obwohl Arnold Schönberg zu den besterforschten Komponisten des 20. Jahrhunderts zählt, sticht die Divergenz zwischen dem hohen wissenschaftlichen Interesse und einem verblüffenden Mangel an biographisch- chronologischer Detailkenntnis ins Auge. Da selbst so scheinbar banale Dinge wie Entstehungsdaten von Kompositionen auch bei ausgezeichneter Quellenlage oftmals nicht eindeutig verifiziert wurden respektive werden konnten, sind zahlreiche grundlegende chronologische Zusammenhänge auch heute noch nicht lückenlos dokumentiert. Daß ein umfassendes Kalendarium zu Leben und Werk Arnold Schönbergs nach wie vor ein schmerzlich empfundenes Desideratum darstellt, wurde nun im Zuge der Arbeiten für die vom FWF unterstützten Projekte zur Vorbereitung der "Kritischen Gesamtausgabe" der Schriften Schönbergs sowie des "Kommentierten Werkverzeichnisses" seiner Kompositionen, Schriften und Bilder besonders deutlich. Ein solches Kalendarium (das auch Schönbergs zahlreiche außerkompositorische Aktivitäten chronologisch-biographisch erfassen würde) könnte darüber hinaus einen systematischen Überblick über die musikhistorisch relevante Chronologie dieser Zeit geben, wodurch jedwede analytische, philologische und insbesondere stilgeschichtliche Forschung eine bedeutende Unterstützung erführe. Die Quellen, deren Aufarbeitung zur Erfassung dieser Chronologie erforderlich ist, werden seit 1998 weitgehend im Arnold Schönberg Center Wien aufbewahrt; sie befinden sich großteils im Verband des Schönberg-Nachlasses, aber auch in weiteren Nachlässen aus dem Umfeld der Wiener Schule, und dokumentieren - neben Schönbergs Leben und Schaffen - ein dichtes Beziehungsgeflecht der Geistes- und Kulturgeschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das projektierte "Kommentierte Schönberg-Kalendarium" soll nun einerseits sowohl sämtliche Datierungen, die sich im Zuge der Aufarbeitung der Quellen zu sämtlichen vollendeten sowie unvollendeten Werken (Kompositionen, Schriften, Bildern) ergeben (haben), als auch alle sonstigen Daten zu Leben und Werk des Komponisten erfassen, die sich anhand des (nur teilweise veröffentlichten) Briefwechsels sowie durch den Blick auf Freunde und Weggefährten, auf politische Ereignisse oder auf die zum Teil bereits früh verselbständigte Geschichte der Hauptwerke eruieren lassen. Der Gesamtcorpus der auszuwertenden Quellen ist von ungemein beträchtlichem Umfang, wurde zum Teil aber bereits aufgearbeitet - allerdings nicht primär im Hinblick auf das gegenständliche Forschungsziel: die Erstellung eines umfassend kommentierten Kalendariums zu Leben und Werk Arnold Schönbergs. Dennoch können etliche Vorarbeiten genützt werden, insbesondere, wenn dasselbe Team beschäftigt werden könnte, das derzeit am Projekt "Arnold Schönberg: Kommentiertes Werkverzeichnis" arbeitet. Besitzt dieses Team, eine vollbeschäftigte Musikwissenschaftlerin (Dr.) sowie zwei weitere akademische Mitarbeiter/innen (Mag.), doch nunmehr eine mehrjährige Erfahrung mit der Datierung Schönbergscher Handschriften, während sich neue Mitarbeiter/innen angesichts der fachlichen Komplexität der Materie sowie der schweren Lesbarkeit vieler handschriftlicher Quellen viele Monate lang einarbeiten müßten. Aus diesem Grund ist das Forschungsprojekt nur auf 12 Monate anberaumt, auch, weil eine kurze (eventuell notwendige) Weiterführung auch aus anderweitigen Mitteln finanziert oder im Zuge anderer Schönberg-Forschungen der nächsten Jahre sichergestellt werden könnte.
Obwohl Arnold Schönberg zu den besterforschten Komponisten des 20. Jahrhunderts zählt, sticht die Divergenz zwischen dem hohen wissenschaftlichen Interesse und einem verblüffenden Mangel an biographisch- chronologischer Detailkenntnis ins Auge. Da selbst so scheinbar banale Dinge wie Entstehungsdaten von Kompositionen auch bei ausgezeichneter Quellenlage oftmals nicht eindeutig verifiziert wurden respektive werden konnten, sind zahlreiche grundlegende chronologische Zusammenhänge auch heute noch nicht lückenlos dokumentiert. Ein aus diesem Grund zu erstellendes Kalendarium von Schönbergs Leben (das auch Schönbergs zahlreiche außerkompositorische Aktivitäten chronologisch-biographisch erfassen würde) könnte aber auch einen systematischen Überblick über die musikhistorisch relevante Chronologie dieser Zeit geben, wodurch jedwede analytische, philologische und insbesondere stilgeschichtliche Forschung eine bedeutende Unterstützung erführe. Im Zuge des Projektes "Arnold Schoenberg: Chronology of his Life" wurden nun erfaßt: sämtliche Datierungen, die sich im Zuge der Aufarbeitung der Quellen zu sämtlichen vollendeten sowie unvollendeten Werken (Kompositionen, Schriften, Bildern) ergeben (haben), als auch alle sonstigen Daten zu Leben und Werk des Komponisten, die sich anhand des (nur teilweise veröffentlichten) Briefwechsels sowie durch den Blick auf Freunde und Weggefährten, auf politische Ereignisse oder auf die zum Teil bereits früh verselbständigte Geschichte der Hauptwerke eruieren lassen. Neben den im Zuge der (im Rahmen eines anderen FWF-Projektes durchgeführten) Neu-Übertragung aller über 1500 Schriften des Komponisten verifizierten (bzw. neu erschlossenen) Entstehungsdaten konnten nun somit auch die im Rahmen dieses Projektes aus musikalischen Skizzen und Reinschriften, Briefen, Dokumenten, Konzertprogrammen, Zeitungsartikeln, datierten Unterrichtsmaterialien, datierten Photographien, Kalendern und Tagebüchern eruierten Daten sofort in das von uns (im Rahmen eines weiteren Forschungsprojektes) erstellte Schriften-Verzeichnis Eingang finden, das diesem Bericht digital beigegeben ist. Ebenso wurden in Dokumenten aus Nachlässen von Familienmitgliedern und Freunden gefundene Daten sowohl in das Schriften-Verzeichnis als auch in die dafür vorgesehenen Computer-Masken aufgenommen, sodaß das Kalendarium von Schönbergs Leben letztendlich auch auf der Website des Arnold Schönberg Centers wird eingesehen werden können.