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Funktionen der Galanin Peptide in der Entzündung

Functions of the Galanin Peptide Familiy in Inflammation

Barbara Kofler (ORCID: 0000-0002-1198-4776)
  • Grant-DOI 10.55776/P20827
  • Förderprogramm Einzelprojekte
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.12.2008
  • Projektende 31.01.2012
  • Bewilligungssumme 192.445 €

Wissenschaftsdisziplinen

Klinische Medizin (45%); Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (55%)

Keywords

    Neuropeptides, Galanin, Alarin, Inflammation, Receptors, Innate Immunity

Abstract Endbericht

Entzündung ist die erste Reaktion auf die Exposition mit potentiellen pathogenen Keimen im menschlichen Körper. Wenn die Entzündungsreaktion unkontrolliert abläuft kann sich dies jedoch fatal für den Wirt auswirken. Daher ist die Abklärung der endogenen Faktoren, welche diesen Aspekt der Wirtsabwehr kontrollieren, eines der Schlüsselziele in der Immunologie. Die äusseren Barrieren, die den Körper gegenüber dem Einfluss von externen Noxen und Mikroorganismen schützten, sind die Haut und Schleimhäute. In diesen Körperteilen werden antientzündliche Funktionen hauptsächlich durch verschiedene Peptide, welche von Haut- und Immunzellen produziert werden, reguliert. Zu diesen Peptiden gehören das melanozyten-stimmulierende Hormon, Substanz P, vasoaktives intestinales Peptid, Norepinephrin und Galanin. Weiters können systemische Neuromediatoren und dermale Nerven eine Reihe von verschiedenen Immunzellen in der Haut beeinflussen. Die Familie der Galaninpeptide besteht aus dem ursprünglich identifizierten Peptid Galanin, dem "Galanin- message-sssociated Peptide" (GMAP), welches vom gleichen Proteinvorläufermolekühl stammt, dem "Galanin-like Peptide" (GALP), welches von einem anderen Gen wie Galanin codiert wird, und dem kürzlich von uns entdeckten Alarin, welches eine Splicevariante der GALP mRNA darstellt. Von der Familie der Galaninrezeptoren sind derzeit drei Mitglieder (GalR1, GalR2, GalR3) bekannt, welche alle der Superfamilie der G-Protein gekoppelten Rezeptoren zuzuordnen sind. Wir konnten kürzlich zeigen, dass die Peptide Galanin, GALP und Alarin die Ödembildung in der Haut unterdrücken können. Der genaue Mechanismus wie dies zustande kommt, ist jedoch noch nicht bekannt. Unser Ziel ist es weitere Funktionen der Galanin Peptide in der Entzündungsreaktion aufzuklären und zu bestimmen welche spezifischen Rezeptoren dabei involviert sind. Diese Studien inkludieren die Analyse der Effekte der Galanin Peptide auf die Produktion von Zytokinen in epitelialen Zellen und auf das Verhalten von Immunzellen, wie zum Beispiel Neutrophilen. Um zu klären, ob die Peptide auch systemisch eine Rolle in der Entzündung spielen, wird der Verlauf der Sepsis im Tiermodell analysiert. Die Identifikation der, in diese Prozesse involvierten, Peptidrezeptoren wird die Basis für mögliche therapeutische Interventionen darstellen. Wir postulieren, dass die Galaninpeptid Familie ein multifunktionelles System in der Regulation der Entzündung darstellt. Dabei sind einige Komponenten des Galaninsystems redundant - ein häufiges Phänomen in der Evolution von physiologischer Anpassung und Abwehrmechanismen. Die vorgeschlagenen Studien sollen einige dieser regulatorischen Mechanismen aufklären.

Entzündung ist die erste Reaktion auf die Exposition mit potentiellen pathogenen Keimen im menschlichen Körper. Wenn die Entzündungsreaktion unkontrolliert abläuft kann sich dies jedoch fatal für den Wirt auswirken. Daher ist die Abklärung der endogenen Faktoren, welche diesen Aspekt der Wirtsabwehr kontrollieren, eines der Schlüsselziele in der Immunologie. Die äusseren Barrieren, die den Körper gegenüber dem Einfluss von externen Noxen und Mikroorganismen schützten, sind die Haut und Schleimhäute. In diesen Körperteilen werden antientzündliche Funktionen hauptsächlich durch verschiedene Peptide, welche von Haut- und Immunzellen produziert werden, reguliert. Zu diesen Peptiden gehören das melanozyten-stimmulierende Hormon, Substanz P, vasoaktives intestinales Peptid, Norepinephrin und Galanin. Weiters können systemische Neuromediatoren und dermale Nerven eine Reihe von verschiedenen Immunzellen in der Haut beeinflussen. Die Familie der Galaninpeptide besteht aus dem ursprünglich identifizierten Peptid Galanin, dem "Galanin- message-sssociated Peptide" (GMAP), welches vom gleichen Proteinvorläufermolekühl stammt, dem "Galanin-like Peptide" (GALP), welches von einem anderen Gen wie Galanin codiert wird, und dem kürzlich von uns entdeckten Alarin, welches eine Splicevariante der GALP mRNA darstellt. Von der Familie der Galaninrezeptoren sind derzeit drei Mitglieder (GalR1, GalR2, GalR3) bekannt, welche alle der Superfamilie der G-Protein gekoppelten Rezeptoren zuzuordnen sind. Wir konnten kürzlich zeigen, dass die Peptide Galanin, GALP und Alarin die Ödembildung in der Haut unterdrücken können. Der genaue Mechanismus wie dies zustande kommt, ist jedoch noch nicht bekannt. Unser Ziel ist es weitere Funktionen der Galanin Peptide in der Entzündungsreaktion aufzuklären und zu bestimmen welche spezifischen Rezeptoren dabei involviert sind. Diese Studien inkludieren die Analyse der Effekte der Galanin Peptide auf die Produktion von Zytokinen in epitelialen Zellen und auf das Verhalten von Immunzellen, wie zum Beispiel Neutrophilen. Um zu klären, ob die Peptide auch systemisch eine Rolle in der Entzündung spielen, wird der Verlauf der Sepsis im Tiermodell analysiert. Die Identifikation der, in diese Prozesse involvierten, Peptidrezeptoren wird die Basis für mögliche therapeutische Interventionen darstellen. Wir postulieren, dass die Galaninpeptid Familie ein multifunktionelles System in der Regulation der Entzündung darstellt. Dabei sind einige Komponenten des Galaninsystems redundant - ein häufiges Phänomen in der Evolution von physiologischer Anpassung und Abwehrmechanismen. Die vorgeschlagenen Studien sollen einige dieser regulatorischen Mechanismen aufklären.

Forschungsstätte(n)
  • Paracelsus Medizinische Privatuniversität Salzburg - Privatstiftung - 30%
  • Paracelsus Medizinische Privatuniversität Salzburg - Privatstiftung - 70%
Nationale Projektbeteiligte
  • Johann W. Bauer, Paracelsus Medizinische Privatuniversität Salzburg - Privatstiftung , assoziierte:r Forschungspartner:in
Internationale Projektbeteiligte
  • Herbert Herzog, St Vincent’s Centre for Applied Medical Research - Australien
  • Yuriy A. Zolotarev, Russian Academy of Sciences - Russland
  • Susan D. Brain, King´s College London - Vereinigtes Königreich

Research Output

  • 19 Zitationen
  • 2 Publikationen
Publikationen
  • 2016
    Titel Lack of Galanin 3 Receptor Aggravates Murine Autoimmune Arthritis
    DOI 10.1007/s12031-016-0732-9
    Typ Journal Article
    Autor Botz B
    Journal Journal of Molecular Neuroscience
    Seiten 260-269
    Link Publikation
  • 2016
    Titel Galanin 3 receptor-deficient mice show no alteration in the oxazolone-induced contact dermatitis phenotype
    DOI 10.1111/exd.13059
    Typ Journal Article
    Autor Botz B
    Journal Experimental Dermatology
    Seiten 725-727
    Link Publikation

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