Evolution und Metabolite lichenisierter Trentepohliales
Evolution and metabolites in lichenised Trentepohliales
Wissenschaftsdisziplinen
Biologie (100%)
Keywords
-
Lichens,
Cultures,
Photobionts,
Metabolite Pattern,
Phylogeny,
Trentepohlia
Arten der Grünalgen-Ordnung Trentepohliales kommen an Standorten mit fluktuierender Luftfeuchtigkeit vor, wo sie zu den oftmals sehr artenreichen Kryptogamen-Gesellschaften beitragen. Neben dem Vorkommen als freilebende Organismen in Feuchtbiotopen, finden sich Trentepohliales auch als Photobionten in etwa der Hälfte aller lichenisierten Ascomyceten. Als symbiontische Lebensformen haben sie daher auch besondere Bedeutung erlangt; jedoch ihre hohe Diversität und Entfaltung, speziell in den feuchten Tropen, ist noch wenig bekannt. Trotz ihrer enormen, ökologischen Bedeutung in den verschiedenen Biotopen, sind weder ihre phylogenetischen Verwandtschaftsbeziehungen, noch die Überlebensstrategien und Verteilungsmuster der symbiontschen Lebensformen in den verschiedenen Ökosystemen ausreichend bekannt. Die Erforschung dieser Zusammenhänge ist eine wesentliche Zielsetzung in dem geplanten Projekt. Darüberhinaus produzieren freilebende und flechtenbildende Trentepohliales eine große Vielfalt an interessanten Metaboliten, vor allem Photosynthesepigmente, Chlorophylle und Carotinoide (z.B. Astaxanthin, früher bekannt als Hämatochrom). Astaxanthin-bildung ist eine Schutzfunktion des Organismus (Alge) gegen Einwirkung von UV Strahlung und wird als adaptive Reaktion auf oxidativen Stress synthetisiert. Inzwischen hat sich herausgestellt, daß Astaxanthin, auch oftmals als "natürliches Super Carotinoid" bezeichnet und weitere biologisch aktiven Carotinoide einen weiten Markt an aktuellen und potentiellen Anwendungen erschließen. Die Optimierung von Kulturbedingungen (z.B. Nährmedien, Licht), um die Produktion von, z.B. Carotinoiden oder anderen wertvollen Inhaltsstoffen in ausgewählten Trentepohlia-Arten zu maximieren, und die Bestimmung der Inhaltsstoffe mit HPLC (TLC) sollen im Verlauf des Projektes einen weiteren, wichtigen Schwerpunkt bilden. Obwohl es potentiell viele, verschiedene Organismen in der Natur gibt, die Carotinoide (z.B. Astaxanthin) bilden, sind Trentepohlia-Arten inzwischen dafür bekannt geworden, daß sie besonders große Mengen davon produzieren und ihr Einsatz in der Biotechnologie von großem Interesse wäre.
Arten der Grünalgen-Ordnung Trentepohliales kommen an Standorten mit fluktuierender Luftfeuchtigkeit vor, wo sie zu den oftmals sehr artenreichen Kryptogamen-Gesellschaften beitragen. Neben dem Vorkommen als freilebende Organismen in Feuchtbiotopen, finden sich Trentepohliales auch als Photobionten in etwa der Hälfte aller lichenisierten Ascomyceten. Als symbiontische Lebensformen haben sie daher auch besondere Bedeutung erlangt; jedoch ihre hohe Diversität und Entfaltung, speziell in den feuchten Tropen, ist noch wenig bekannt. Trotz ihrer enormen, ökologischen Bedeutung in den verschiedenen Biotopen, sind weder ihre phylogenetischen Verwandtschaftsbeziehungen, noch die Überlebensstrategien und Verteilungsmuster der symbiontschen Lebensformen in den verschiedenen Ökosystemen ausreichend bekannt. Die Erforschung dieser Zusammenhänge ist eine wesentliche Zielsetzung in dem geplanten Projekt. Darüberhinaus produzieren freilebende und flechtenbildende Trentepohliales eine große Vielfalt an interessanten Metaboliten, vor allem Photosynthesepigmente, Chlorophylle und Carotinoide (z.B. Astaxanthin, früher bekannt als Hämatochrom). Astaxanthin-bildung ist eine Schutzfunktion des Organismus (Alge) gegen Einwirkung von UV Strahlung und wird als adaptive Reaktion auf oxidativen Stress synthetisiert. Inzwischen hat sich herausgestellt, daß Astaxanthin, auch oftmals als "natürliches Super Carotinoid" bezeichnet und weitere biologisch aktiven Carotinoide einen weiten Markt an aktuellen und potentiellen Anwendungen erschließen. Die Optimierung von Kulturbedingungen (z.B. Nährmedien, Licht), um die Produktion von, z.B. Carotinoiden oder anderen wertvollen Inhaltsstoffen in ausgewählten Trentepohlia-Arten zu maximieren, und die Bestimmung der Inhaltsstoffe mit HPLC (TLC) sollen im Verlauf des Projektes einen weiteren, wichtigen Schwerpunkt bilden. Obwohl es potentiell viele, verschiedene Organismen in der Natur gibt, die Carotinoide (z.B. Astaxanthin) bilden, sind Trentepohlia-Arten inzwischen dafür bekannt geworden, daß sie besonders große Mengen davon produzieren und ihr Einsatz in der Biotechnologie von großem Interesse wäre.
- Universität Salzburg - 100%
Research Output
- 201 Zitationen
- 12 Publikationen
-
2013
Titel Chapter 10 Accumulation of Potential Pharmaceutically Relevant Lichen Metabolites in Lichens and Cultured Lichen Symbionts DOI 10.1016/b978-0-444-62615-8.00010-2 Typ Book Chapter Autor Stocker-Wörgötter E Verlag Elsevier Seiten 337-380 -
2013
Titel Genetic diversity of the lichen-forming alga, Diplosphaera chodatii, in North America and Europe DOI 10.1017/s0024282913000510 Typ Journal Article Autor Fontaine K Journal The Lichenologist Seiten 799-813 -
2013
Titel In vitro culturing and resynthesis of the mycobiont Protoparmeliopsis muralis with algal bionts DOI 10.1017/s002428291200059x Typ Journal Article Autor Guzow-Krzeminska B Journal The Lichenologist Seiten 65-76 -
2016
Titel Hemithecium salacinicum, a New Species in the Family Graphidaceae (Lichenized Ascomycota: Ostropales) from Northern Thailand DOI 10.13158/heia.29.2.2016.555 Typ Journal Article Autor Neuwirth G Journal Herzogia Seiten 555-560 -
2014
Titel Coenogonium coronatum (Ostropales: Coenogoniaceae), a new foliicolous species from Thailand, ecological aspects and a key to the species occurring in the country DOI 10.1639/0007-2745-117.2.161 Typ Journal Article Autor Neuwirth G Journal The Bryologist Seiten 161-164 -
2014
Titel Phylogenetic position and morphology of lichenized Trentepohliales (Ulvophyceae, Chlorophyta) from selected species of Graphidaceae DOI 10.1111/pre.12055 Typ Journal Article Autor Hametner C Journal Phycological Research Seiten 170-186 -
2012
Titel Photobiont Relationships and Phylogenetic History of Dermatocarpon luridum var. luridum and Related Dermatocarpon Species DOI 10.3390/plants1020039 Typ Journal Article Autor Fontaine K Journal Plants Seiten 39-60 Link Publikation -
2012
Titel Monophyly of some North American species of Ramalina and inferred polyketide synthase gene function DOI 10.1139/b2012-097 Typ Journal Article Autor Timsina B Journal Botany Seiten 1295-1307 -
2015
Titel Biochemical Diversity and Ecology of Lichen-Forming Fungi: Lichen Substances, Chemosyndromic Variation and Origin of Polyketide-Type Metabolites (Biosynthetic Pathways) DOI 10.1007/978-81-322-2235-4_9 Typ Book Chapter Autor Stocker-Wörgötter E Verlag Springer Nature Seiten 161-179 -
2009
Titel Intraspecific chemical variation within the crustose lichen genus Haematomma: anthraquinone production in selected cultured mycobionts as a response to stress and nutrient supply DOI 10.1007/s11101-009-9149-1 Typ Journal Article Autor Stocker-Wörgötter E Journal Phytochemistry Reviews Seiten 561 Link Publikation -
2014
Titel New insights into diversity and selectivity of trentepohlialean lichen photobionts from the extratropics DOI 10.1007/s13199-014-0285-z Typ Journal Article Autor Hametner C Journal Symbiosis Seiten 31-40 Link Publikation -
2010
Titel Stress and Developmental Strategies in Lichens DOI 10.1007/978-90-481-9449-0_27 Typ Book Chapter Autor Stocker-Wörgötter E Verlag Springer Nature Seiten 525-546