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Wissenstransfer zwischen Österreich und Iran: Jacob E. Polak

Transfer of Knowledge betw. Austria and Iran: Jacob E. Polak

Bert G. Fragner (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/P21446
  • Förderprogramm Einzelprojekte
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.01.2009
  • Projektende 30.06.2012
  • Bewilligungssumme 213.454 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Andere Geisteswissenschaften (20%); Philosophie, Ethik, Religion (10%); Sprach- und Literaturwissenschaften (70%)

Keywords

    Transfer of Knowledge, Iran, Austria, Polak, Jacob Eduard, Medicine in 19th century, Cultural Transfer

Abstract Endbericht

Im Zentrum des Forschungsprojekts stehen das Leben sowie das interkulturelle Wirken des österreichischen Arztes und Ethnographen Jacob Eduard Polak (1818-1891). Im Rahmen beginnender Modernisierungsbestrebungen in Iran organisierte Polak 1851 die Errichtung der ersten modernen Medizinschule in Teheran und lehrte dort Anatomie und Chirurgie. Er erlernte die persische Sprache und verfasste für seine iranischen Schüler Lehrbücher und Skripten. 1855 wurde Polak als "königlich persischer Leibarzt" von Naser al-Din Schâh Qajar berufen. Neben diesen Tätigkeiten befasste er sich auch mit soziokulturellen und naturwissenschaftlichen Forschungen. Nach seiner Rückkehr aus Iran 1860 Polak betätigte sich in Österreich auf verschiedenen Gebieten der Wissenschaft, Administration, Diplomatie, Ökonomie und Kultur. Diese Tätigkeiten übten nachhaltig positiven Einfluss auf reziproke Beziehungen zwischen dem Habsburgerreich und Iran aus. 1865 verfasste er ein umfassendes ethnographisches Werk über Iran, das auch heute noch als Standardwerk häufig von Historikern konsultierte wird. In Kooperation mit der Akademie der Wissenschaften und dem Naturhistorischen Museum in Wien organisierte und förderte er naturwissenschaftliche Expeditionen nach Iran. Polak`s vielfältige Tätigkeiten waren in ein Netzwerk wissenschaftlicher Institutionen, wirtschaftpolitischer Einrichtungen, aber auch internationaler Personengruppen eingebettet. Trotz der breiten Wirkung und Nachhaltigkeit seines Wirkens gibt es bis dato noch keine Studie, die sich kritisch mit seinem Gesamtwerk befasst. Ziel dieses Projekts ist es Polak mannigfaltige Leistungen festzuhalten, zu analysieren sowie seine interkulturelle Vermittlerrolle herauszustreichen. Wesentliche Quellen für die Untersuchung bilden dabei die bisher unbearbeiteten schriftlichen Materialien (Monographien und Artikel in diversen Sprachen) sowie die Auswertung unpublizierter Dokumente in diversen Archiven (Österreich, Israel, Iran sowie Tschechien). Im Zentrum steht Polak als Vorreiter des Transfers von Wissen und Kultur zwischen Österreich und Iran in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Es geht vor allem um folgenden Fragen: Nach welchen Kriterien wurde das Wissen selektiert? In welchem Ausmaß war Polak als Vermittler beteiligt? Auf welche Weise sind diese Transfer-Prozesse abgelaufen? Methodisch und theoretisch stützt sich das Forschungsprojekt auf aktuelle kulturwissenschaftliche Ansätze, etwa die Analyse kulturellen Transfers, die in den 1980er Jahren in Frankreich und Deutschland entwickelt wurde.

Einen besonderen Fall von Transfer der Wiener Medizin nach Iran in der zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts bietet die Lebensgeschichte und Werkbiographie des österreichischen Mediziners Jacob Eduard Polak, geb. 1818 in eine jüdische Familie bei Prag, gest. in Wien 1891. In einer Zeit, in der europäische Großmächte wie Russland, Großbritannien und Frankreich zunehmend auf politische und wirtschaftliche Dominanz in Iran ausgerichtet waren, wurde Polak 1851 als unpolitische Privatperson vom iranischen Staat beauftragt, an der ersten säkularen Hochschule in Teheran (Dar ol-Fonun) zu unterrichten. Durch ihn wurde moderne wissenschaftliche Medizin, wie sie in der Wiener Medizinischen Schule entwickelt worden war, unmittelbar in Iran eingeführt also noch bevor die moderne Medizin nach 1870 weltweite Geltung fand. Polak wurde 1855 zum Leibarzt des Iranischen Herrschers Naser ad-Din berufen. Er erreichte dadurch hohes soziales Ansehen und Einfluss bei Hof, was sich in der Folge für österreichische Interessen in Iran als nützlich erwies. Ziel des Vorhabens war, auf Grundlage publizierter Schriften und unpublizierten Archivmaterials in Österreich, Israel, der Tschechischen Republik und Iran, Polaks Vermittlerrolle als eine der zentralen Figuren im Prozess des Wissens- und Kulturtransfers zwischen Österreich und Iran zu dokumentieren. Im Rahmen der Wissensübertragung konnte Polaks reziproke Funktion sowohl im inter- als auch im intra-kulturellen Bereich nachgezeichnet werden. Die zum ersten Mal systematisch ausgewerteten Quellen wurden thematisch analysiert. Erste Ergebnisse liegen nun in der druckreifen Monographie Briefe aus Persien. Jacob Eduard Polaks Berichte über sein Wirken in Iran in Wiener medizinischen Zeitschriften. Ein Beitrag zur Transferforschung sowie in vier Artikeln vor. Fokus der Monographie sind Polaks medizinische Wissensvermittlung in beide Richtungen, deren Rezeptionsgeschichte sowie die Auswirkungen auf seinen Lebensweg. Die Ergebnisse beleuchten Aspekte der Geschichte der Medizin sowohl in Österreich als auch in Iran und ihre Verbindungen. In der Tradition des humanistisch orientierten Bürgertums seiner Zeit war Polak an neuen Entwicklungen der Naturwissenschaften interessiert. Seine umfangreichen Schriften nach seiner Rückkehr aus Iran 1860 korrelieren mit seiner Arbeit in der Geographischen Gesellschaft und der Anthropologischen Gesellschaft in Wien letztere hat er mitgegründet. Anhand dieser Texte können herkömmliche Annahmen, wonach Polaks Hauptwerk Persien: Das Land und seine Bewohner; Ethnographische Schilderungen als Reiseliteratur subsumiert wurde, korrigiert werden. Er war Förderer und Vermittler junger österreichischer Naturforscher nach Iran. Polaks botanische, zoologische und mineralogische Sammlungen bereicherten die Museen des Habsburgerreiches. Bei der offiziellen Einladung Irans zur Teilnahme an der Wiener Weltausstellung 1873 spielte er eine wichtige auch politische Rolle. Die Analyse von Polaks mannigfaltigen Leistungen belegt, dass neben Systemen und Institutionen auch einzelne Persönlichkeiten sozio-kulturellen Prozessen in der Geschichte ihren Stempel aufdrücken. Die aus dem FWF-Projekt gewonnenen Erkenntnisse tragen nicht zuletzt zum Verständnis der Beziehung von Individuum und Kultur anhand historischer Fakten bei. Methodisch ist die Projektarbeit sowohl historisch als auch kultursoziologisch angelegt worden.

Forschungsstätte(n)
  • Österreichische Akademie der Wissenschaften - 100%

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