Umweltverhalten: Globale und nationale Einflüsse
Environmental Behavior: Global and national influences
Wissenschaftsdisziplinen
Soziologie (100%)
Keywords
-
Behavior,
Environment,
Social Movement,
World Society,
Context,
Globalization
Im Rahmen dieses Projektes wird vorgeschlagen, Umweltverhalten unter Berücksichtigung von World Society und Social Movement Theorien zu analysieren. Österreich wird dabei zusätzliche Aufmerksamkeit geschenkt. Zu diesem Zweck sollen die drei Umweltumfragen des Internationalen Social Survey Programmes (ISSP) von 1993, 2000 und 2010 analysiert werden. Folgende Hauptüberlegungen liegen diesem Projekt zugrunde: Vor dem Hintergrund, dass Umweltprobleme aber auch die Organisation unserer alltäglichen Handlungen zunehmend eine globale Dimension enthalten, wendet dieses Projekt, zum ersten, Ideen der World Society Thesis an. Dieser Ansatz analysiert die weltweite Verbreitung von Ideen und welche Faktoren deren Implementierung in sozialen Organisationen und individuellen Handlungen vorantreiben. Der Erfolg von sozialen Bewegungen wie der Umweltbewegung und damit verbundenen individuellen Handlungen hängen aber auch von nationalen und lokalen Rahmenbedingungen wie der politischen Struktur ab. Die Social Movement Theory thematisiert genau diese Rahmenbedingungen. Es gibt aber nur wenige Studien, die beide Theorien auf eine bestimmte Handlung anwenden. Dieses Forschungsprojekt lässt daher durch die Integration den beiden Ansätze neue Erkenntnisse hinsichtlich der damit verbundenen soziologischen Theorien erwarten, zum anderen aber auch durch eine longitudinal Analyse neue empirische Befunde zum Umweltverhalten. Zweitens gibt es trotz eines anhaltenden Interesses an Umweltverhalten und Einstellungen der Bevölkerung auf der internationalen Ebene nur wenige Publikationen in Österreich zu diesem Thema. In den beiden größeren nationalen Journalen Österreichische Zeitschrift für Soziologie und SWS Rundschau wurde seit 2003 kein Artikel zu allgemeinen Umwelteinstellungen veröffentlicht, genauso wenig findet man in der Nationalbibliothek Einträge. Die Publikation von Ergebnissen in nationalen Journalen und Medien würde daher eine große Lücke in dieser Hinsicht schließen. Drittens würde dieses Projekt auf Daten zurückgegriffen, die im Rahmen des ISSP gesammelt werden. Dieses Forschungskonsortium hat derzeit 45 Mitgliedsländer; das Umweltmodul wurde bereits zwei Mal erhoben, und zwar in 1993 und in 2000. Für 2010 ist nun eine dritte Erhebung geplant. Nachdem ISSP aber über keine eigenen finanziellen Mittel verfügt, muss jedes Land die Erhebungen selbst finanzieren. Die Finanzierung dieses Forschungsantrages würde garantieren, dass das 2010 Umweltmodul auch in Österreich erhoben wird. Damit würden hoch qualitative, international vergleichbare Daten zum Umweltverhalten und zu Umwelteinstellungen der österreichischen Bevölkerung geliefert, die auch öffentlich verfügbar sind.
Im Rahmen dieses Projektes wird vorgeschlagen, Umweltverhalten unter Berücksichtigung von World Society und Social Movement Theorien zu analysieren. Österreich wird dabei zusätzliche Aufmerksamkeit geschenkt. Zu diesem Zweck sollen die drei Umweltumfragen des Internationalen Social Survey Programmes (ISSP) von 1993, 2000 und 2010 analysiert werden. Folgende Hauptüberlegungen liegen diesem Projekt zugrunde: Vor dem Hintergrund, dass Umweltprobleme aber auch die Organisation unserer alltäglichen Handlungen zunehmend eine globale Dimension enthalten, wendet dieses Projekt, zum ersten, Ideen der World Society Thesis an. Dieser Ansatz analysiert die weltweite Verbreitung von Ideen und welche Faktoren deren Implementierung in sozialen Organisationen und individuellen Handlungen vorantreiben. Der Erfolg von sozialen Bewegungen wie der Umweltbewegung und damit verbundenen individuellen Handlungen hängen aber auch von nationalen und lokalen Rahmenbedingungen wie der politischen Struktur ab. Die Social Movement Theory thematisiert genau diese Rahmenbedingungen. Es gibt aber nur wenige Studien, die beide Theorien auf eine bestimmte Handlung anwenden. Dieses Forschungsprojekt lässt daher durch die Integration den beiden Ansätze neue Erkenntnisse hinsichtlich der damit verbundenen soziologischen Theorien erwarten, zum anderen aber auch durch eine longitudinal Analyse neue empirische Befunde zum Umweltverhalten. Zweitens gibt es trotz eines anhaltenden Interesses an Umweltverhalten und Einstellungen der Bevölkerung auf der internationalen Ebene nur wenige Publikationen in Österreich zu diesem Thema. In den beiden größeren nationalen Journalen Österreichische Zeitschrift für Soziologie und SWS Rundschau wurde seit 2003 kein Artikel zu allgemeinen Umwelteinstellungen veröffentlicht, genauso wenig findet man in der Nationalbibliothek Einträge. Die Publikation von Ergebnissen in nationalen Journalen und Medien würde daher eine große Lücke in dieser Hinsicht schließen. Drittens würde dieses Projekt auf Daten zurückgegriffen, die im Rahmen des ISSP gesammelt werden. Dieses Forschungskonsortium hat derzeit 45 Mitgliedsländer; das Umweltmodul wurde bereits zwei Mal erhoben, und zwar in 1993 und in 2000. Für 2010 ist nun eine dritte Erhebung geplant. Nachdem ISSP aber über keine eigenen finanziellen Mittel verfügt, muss jedes Land die Erhebungen selbst finanzieren. Die Finanzierung dieses Forschungsantrages würde garantieren, dass das 2010 Umweltmodul auch in Österreich erhoben wird. Damit würden hoch qualitative, international vergleichbare Daten zum Umweltverhalten und zu Umwelteinstellungen der österreichischen Bevölkerung geliefert, die auch öffentlich verfügbar sind.
- Universität Graz - 100%