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Die Familie in Kosova

The Kosovar Family Revisited

Karl Kaser (ORCID: 0000-0002-9991-0295)
  • Grant-DOI 10.55776/P22659
  • Förderprogramm Einzelprojekte
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.09.2010
  • Projektende 31.03.2014
  • Bewilligungssumme 394.810 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Geschichte, Archäologie (25%); Soziologie (75%)

Keywords

    Kosova, Gender Relations, Family, Migration, Kinship, Social Cohesion

Abstract Endbericht

Die nunmehrige Republik Kosova war in den letzten Jahrzehnten radikalen Brüchen des politischen, sozioökonomischen und soziokulturellen Systems ausgesetzt. Die Dekade von etwa 1989 bis 1999 war von einer zunehmenden Unterdrückung der albanischen Bevölkerung durch das serbische Regime gekennzeichnet. Dies wiederum führte zu einer verstärkten Solidarität innerhalb der kosovarisch-albanischen Gesellschaft. Das Nato- Bombardement von 1999 und die darauffolgende Etablierung internationaler Sicherheits- und Verwaltungsinstitutionen ermöglichten den Weg der vormaligen serbischen Provinz in die Unabhängigkeit (Februar 2008). Vor allem aus einer emischen Perspektive wurde die kosovarisch-albanische Familie häufig als letztes europäisches Residuum patriarchaler Ideologie, umfangreicher Familienverbände sowie äußerst belastbarer Verwandtschaftsnetzwerke bezeichnet. Für die Südosteuropa-, Migrations- und Familienforschung eröffnet das Forschungsprojekt die einzigartige Chance, die Anpassung eines auf ausgesprochen patrlinearer Ideologie aufgebauten und relativ geschlossenen Familien- und Verwandtschaftssystems an sich rasch verändernde ökonomische, politische und soziale Beziehungen zu studieren. Um die auf die soziale Kohäsion der kosovarischen Familie einwirkenden Faktoren analysieren zu können, sind qualitative Tiefenforschung vonnöten und präzisere Fragestellungen zu entwerfen, als dies die jüngere Forschung getan hat. Darüber hinaus weist das Projekt auch politische Brisanz auf, denn wenn sich die auf effiziente Familien- und Verwandtschaftsnetzwerke beruhende soziale Kohäsion der Familie zu lockern beginnt, ist die bisherige Grundlage der kosovarischen Gesellschaft in Gefahr. Auf die Ergebnisse eines Pilotprojekts unter der Leitung des Antragstellers aufbauend, wird das Projekt daher die soziale Kohäsion der kosovarisch-albanischen Familie ein Jahrzehnt nach dem Krieg (1999), erzwungener Migration und Rückwanderung sowie der Einführung eines liberalen Wirtschaftssystems untersuchen. Basierend auf der Methode der "grounded theory", des temporalen und regionalen Vergleichs sowie unter Einbeziehung internationaler Perspektiven werden 6 Forschungsfragen gestellt, und zwar nach: 1) den Veränderungen der Familienstrukturen von der spätsozialistischen Zeit bis heute, 2) den Auswirkungen der beträchtlichen Binnen- und internationalen Migration, 3) den Auswirkungen der sich verändernden demografischen und Generationenbeziehungen, 4) den Auswirkungen möglicher Retraditionalisierungsfaktoren wie Gewohnheitsrecht und Religion, 5) den Auswirkungen von sich möglicherweise verändernden Familien-, Heirats- und Geschlechterbeziehungsidealen und 6) den symbolhaften Ausdrucksweisen all dieser Veränderungen. Das Projektteam besteht aus einer erfahrenen deutschen Sozialanthropologin, einer kosovarischen Soziologin und einem kosovarischen Historiker. Das Team ist daher geschlechtlich ausgewogen und interdisziplinär zusammengesetzt und wird von einem internationalen Beratungsgremium unterstützt.

Die Familie spielt im Kosovo eine zentrale Rolle in der sozialen Sicherung, zumal staatliche Wohlfahrtsleistungen gering sind und die Arbeitslosenrate hoch ist. Allerdings hat sich die Art und Weise, auf welche Verwandte für die soziale Sicherung beitragen, wie auch die Bedeutung von inner-und intergenerationellen Familienbeziehungen verändert. Während innerfamiliäre Fürsorge bis in die 1990er Jahre vor allem auf mehr oder weniger komplexen, patrilokalen Haushaltsstrukturen basierte, transformieren sich diese Strukturen seither bzw. werden fragmentiert. Auf Basis von qualitativer Forschung in zwei Regionen im Kosovo wurden die Transformationen der Familie wie auch die familiären Herausforderungen genauer untersucht. Unter Berücksichtigung historisch-anthropologischer wie auch transnationaler Perspektiven wurden dazu verschiedene Felder erforscht, wie Geschlechterbeziehungen, Migration und symbolische Repräsentationen der Verwandtschaft. Im Bereich der Geschlechterbeziehungen wurde festgestellt, dass Frauen (noch immer) die Hauptlast der unbezahlten instrumentellen Fürsorge innerhalb der Familie tragen, was sie daran hindert, Lohnarbeit aufzunehmen. Ohne Einkommen und in den meisten Fällen ohne Erbe sind die gleichzeitig sehr abhängig von verwandtschaftlicher Unterstützung. Allerdings ist eine zunehmende Anzahl von Frauen gut ausgebildet und geht einer Lohnarbeit nach. Dadurch gewinnen Frauen Unabhängigkeit und Einfluss und werden zu Akteuren des familiären Wandels, zumal sie entscheiden können, wen und was sie finanziell unterstützen wollen. Einer zunehmenden Anzahl von Männern fällt es dagegen immer schwerer, für ihre Familien zu sorgen und Entscheidungsträger zu sein. Migration stellt ein weiteres zentrales Feld des familiären Wandels dar. Während bis in die 1990er Jahre vor allem männliche Haushaltsmitglieder als Arbeitsmigranten nach Westeuropa gegangen sind, um ihre Familien zu Hause zu finanzieren, sind seit den 1990er Jahren vermehrt auch Frauen und Kinder nachgezogen, was zu einer Gründung von neo-lokalen Haushalten im Ausland und einer Fragmentierung der komplexen patrilokalen Haushalte zuhause geführt hat. Dies hat auch die Bereitschaft bzw. die Möglichkeit der finanziellen Unterstützung von im Kosovo verbliebenen Familienmitgliedern eingeschränkt. Nach dem Krieg von 1999 haben transnationale Familienbeziehungen aber durch Heiratsmigration und irreguläre Migration, wie auch durch virtuelle Kommunikationsnetzwerke, neue Bedeutungen erhalten. Dadurch wurden neue Allianzen zwischen transnationalen Familienmitgliedern geschaffen. Ein wichtiges Forschungsfeld stellten außerdem die symbolischen Repräsentationen von Verwandtschaft in Form von Hochzeitsfeiern und anderen Familienfeiern im Kosovo dar. Diese werden insbesondere von MigrantInnen vorangetrieben und ersetzen das Fehlen alltäglicher Kontakte. Gleichzeitig sind sie wichtige Arenen teilweise widersprüchlicher Repräsentationen von Status, Geld, Individualität, familiären Kollektivismus, Modernität und Tradition. Die hohen Kosten von Hochzeiten wirken sich wiederum auf die Lebensentwürfe aus.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Graz - 100%

Research Output

  • 12 Zitationen
  • 7 Publikationen
Publikationen
  • 2012
    Titel The Importance of Kinship in Contemporary Anthropological Research.
    Typ Journal Article
    Autor Leutloff-Grandits C
  • 2019
    Titel When men migrate for marriage: negotiating partnerships and gender roles in cross-border marriages between rural Kosovo and the EU
    DOI 10.1080/1369183x.2019.1625133
    Typ Journal Article
    Autor Leutloff-Grandits C
    Journal Journal of Ethnic and Migration Studies
    Seiten 397-412
  • 2014
    Titel Migrantisierung und Entmigrantisierung der Familie: Ein kritischer Blick auf Migration aus dem Kosovo in die EU.
    Typ Journal Article
    Autor Leutloff-Grandits C
    Journal Berliner Blätter
  • 2010
    Titel Establishing Social Security through Family Bonds: The logic of giving and receiving among Kosovars across transnational spaces.
    Typ Conference Proceeding Abstract
    Autor Leutloff-Grandits C
    Konferenz COST Working Paper, Action IS0803.
  • 0
    Titel Preliminary Project Report of the FWF Project 'The Kosovar Albanian family revisited'.
    Typ Other
    Autor Latifi T
  • 0
    Titel Gender and Family Relations: the Question of Social Security in Kosovo.
    Typ Other
    Autor Latifi T
  • 0
    Titel The Kosovar Albanian family in a translocal space: Between solidarity and fragmentation.
    Typ Other
    Autor Leutloff-Grandits C

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