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Der Bodenmarkt nördlich und südlich der Alpen im Spätmittelalter

Busy Tenants. The Land Market North and South the Alps in Late Medieval Times

Thomas Ertl (ORCID: 0000-0002-8311-1616)
  • Grant-DOI 10.55776/P26071
  • Förderprogramm Einzelprojekte
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.12.2013
  • Projektende 30.11.2018
  • Bewilligungssumme 435.120 €

Wissenschaftsdisziplinen

Geschichte, Archäologie (20%); Soziologie (20%); Wirtschaftswissenschaften (60%)

Keywords

    Land market, Agrarian history, Manorial system, Market integration, Central Europe, Commercialization

Abstract Endbericht

Neuere Forschungen zur Wirtschaftsgeschichte des mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Europa konzentrierten sich auf Einflüsse durch die zunehmende Kommerzialisierung und Integration von Produkt- und Faktormärkten. Ihre Ergebnisse hinterfragen traditionelle malthusianisch-ricardianische Zugänge, die vorindustriellen europäischen Gesellschaften mangelnde wirtschaftliche und soziale Dynamik unterstellten. Demgegenüber unterstreichen Kommerzialisierungstheorien die Bedeutung von Marktintegration für das Wirtschaftswachstum und den sozialen und gesellschaftlichen Wandel. Vor diesem Hintergrund wandten sich jüngste Forschungen v. a. der Etablierung von Bodenmärkten im spätmittelalterlichen Westeuropa zu. Ausgehend von deren theoretischen und methodischen Impulsen erarbeitet das vorliegende Projekt eine empirische Fallstudie zur Entwicklung von Bodenmärkten im spätmittelalterlichen Mitteleuropa mittels eines Vergleichs zwischen ausgewählten ostösterreichischen und norditalienischen Regionen. Das Projekt widmet sich (i) den institutionellen Rahmenbedingungen von Bodenmärkten in ländlichen Gesellschaften, (ii) den Mustern ländlichen Besitztransfers und damit der Entwicklung von Bodenmärkten für untertäniges Land und (iii) dem daraus resultierenden sozialen Wandel in spätmittelalterlichen ländlichen Gesellschaften im Zeitraum zwischen ca. 1400 und 1550. Der Vergleich beruht auf der Analyse zweier österreichischer Regionen traditioneller gemischter bzw. stärker bergbäuerlich geprägter Landwirtschaft sowie einer italienischen Getreide- und Weinbauregion. Die Quellengrundlage besteht aus grundherrlichen Besitztransferregistern, Kaufrechtsurkunden, notariellen Verträgen sowie Querschnittsdaten (Urbare, Steuerschätzungen), die Informationen zu ländlichen Sozial- und Wirtschaftsstrukturen, Bodenbesitz und Hofinventaren enthalten, außerdem aus normativen Quellen wie Weistümern und Statutensammlungen. Die Teilprojekte werden sich vordringlich mit einer quantitativen Auswertung von Besitztransferregistern beschäftigen, die Rückschlüsse auf die Häufigkeit und Typen von Landtransfers sowie auf die beteiligten Individuen erlaubt. In den Besitztransferverträgen mitunter enthaltene genauere Informationen bilden die Grundlage für eine weiter führende qualitative Auswertung, die auch eine Einschätzung der Einflüsse formeller und informeller Institutionen auf das Verhalten von Haushalten in Bezug auf Bodentransaktionen und Besitztransfers gestatten. Selten verfügbare aber umso wertvollere Quellen zu Besitz- (etwa in Fällen von Verschuldung oder der Erbregelung für minderjährige Erben) und Steuerinventaren werden vereinzelt Schlussfolgerungen zur Faktorausstattung und zu Faktorpreisen ermöglichen. Die Kombination quantitativer und qualitativer Zugänge ist für die Analyse auf Haushalts- und Familienebene entscheidend und garantiert den akteurszentrierten Zugriff, der das Projekt kennzeichnet. Die vergleichende Analyse ausgewählter österreichischer und norditalienischer Regionen wird genauere Rückschlüsse auf jene wirtschaftlichen, sozialen und institutionellen Faktoren erlauben, die für die Entwicklung flexibler Bodenmärkte grundsätzlich von Bedeutung waren oder sonst förderlich bzw. hinderlich wirkten. Die Ergebnisse des Forschungsprojekts leisten durch die Hervorhebung von regionalen Gemeinsamkeiten und Unterschieden einen wertvollen Beitrag zum besseren Verständnis spätmittelalterlicher und frühneuzeitlicher Bodenmärkte in ländlichen Gesellschaften Europas.

Die internationale Forschung zur europäischen Wirtschaftsgeschichte der Vormoderne widmete sich in den vergangenen Jahrzehnten vermehrt den ländlichen Faktormärkten. Marktintegration wurde als charakteristisches Merkmal für die zunehmende Verbreitung der Kommerzialisierung gesehen, die, gemeinsam mit anderen institutionellen Möglichkeiten, das Wirtschaftswachstum, selbst in Zeiten des langsameren technischen Fortschritts, angeregt haben. Aus diesem Kontext heraus begannen immer mehr Agrarhistoriker das Verhalten der Grundholden in Bezug auf den Landtransfer und die Entstehung eines ländlichen Bodenmarktes als Teil der Faktormärkte zu untersuchen. Diese Untersuchungen erfolgten basierend auf der Annahme, dass der Anstieg und die Integration von ländlichen Bodenmärkten Auswirkungen auf den gesamten Landmarkt hatten. Der Fokus der zentraleuropäischen historischen Forschung lag bislang auf der Frühen Neuzeit und die daraus resultierenden Annahmen wurden in den letzten Jahren scharf kritisiert. Neuere Studien haben jedoch nicht nur gezeigt, dass Land unter der ländlichen Bevölkerung bereits im Spätmittelalter gehandelt wurde, sondern auch die Wichtigkeit dieses Handels in Hinblick auf regionale wirtschaftliche und soziostrukturelle Entwicklungen herausgestrichen. Für eine entsprechende Einschätzung der Signifikanz des ländlichen Bodenmarktes im Spätmittelalter bedarf es neuer empirischer Studien, die in einen komparativen Zugang zu den bereits existierenden Studien in anderen Regionen Europas einnehmen. Diesen Ansatz hat das hier vorliegende Projekt gewählt, in welchem vier ausgewählte Fallstudien im Vordergrund standen: Johannes Kaska untersuchte Briefprotokolle und Urkunden des oberösterreichischen Benediktiner Klosters Lambach in der Mitte des 15. Jahrhunderts. Samuel Nussbaum analysierte die Gewer- und Satzbücher der vom Weinbau geprägten Dörfer Heiligenstadt, Nußdorf und Grinzing im Umland Wiens in der zweiten Hälfte des 15. und in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, die zum Kloster Klosterneuburg gehörten. Birgit Heinzle widmete sich den Grund- und Protokollbüchern der Herrschaften des Klosters St. Lambrecht in der Steiermark in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Thomas Franks Studie konzentrierte sich auf die Grundholden des Spitals Santa Maria dei Battuti in Treviso im 15. Jahrhundert. Unabhängig von den unterschiedlichen rechtlichen, regionalen, zeitlichen und sozialen Rahmenbedingungen der genannten Fallstudien ließen sich zahlreiche vergleichbare Phänomene herauslesen: Das Transaktionsverhalten und die Besitzverhältnisse der Grundholden variierte innerhalb der normativen Grenzen. Kommerzielle Aktivitäten erfolgten sowohl innerhalb als auch außerhalb der Familie und widerlegen damit die Trennung von Familie und Markt. Kirchliche und weltliche Verwaltungsformen stellten die institutionellen Rahmenbedingungen bzw. Kontrolle dar und beeinflussten somit die in den Verträgen enthaltene Vielfalt an Transaktionen. Zusammenfassend wurden in den Fallstudien sowohl intensive Investitionen von städtischen Bürgern in ihrem Umland als auch von ländlichen Grundholden festgestellt sowie protokapitalistische Strukturen, eine wachsende Ungleichheit und verändernde rechtliche Rahmenbedingungen als stabilisierende und antreibende Kraft für den Bodenmarkt. Der Vergleich der genannten Fallstudien zeigt, dass in Zentraleuropa nördlich und südlich der Alpen definitiv viele busy tenants Grundbesitz oder Vermögen für ihr wirtschaftliches Handeln nutzten.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Wien - 100%

Research Output

  • 119 Zitationen
  • 2 Publikationen
Publikationen
  • 2019
    Titel Ethics, Poverty and Children’s Vulnerability
    DOI 10.1080/17496535.2019.1593480
    Typ Journal Article
    Autor Schweiger G
    Journal Ethics and Social Welfare
    Seiten 288-301
    Link Publikation
  • 2019
    Titel Assessing global Sentinel-2 coverage dynamics and data availability for operational Earth observation (EO) applications using the EO-Compass
    DOI 10.1080/17538947.2019.1572799
    Typ Journal Article
    Autor Sudmanns M
    Journal International Journal of Digital Earth
    Seiten 768-784
    Link Publikation

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