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Die Tierärztliche Hochschule Wien im Nationalsozialismus

The Veterinary School of Vienna during the "Third Reich"

Lisa Rettl (ORCID: 0000-0002-1444-0504)
  • Grant-DOI 10.55776/P27042
  • Förderprogramm Einzelprojekte
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.11.2014
  • Projektende 30.11.2018
  • Bewilligungssumme 320.186 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Geschichte, Archäologie (10%); Philosophie, Ethik, Religion (20%); Rechtswissenschaften (10%); Veterinärmedizin (60%)

Keywords

    History of Veterinary Medicine, Biographies, National Socialism, Military History, Jewish Veterinaries, Postwar Jurisprudence and Denazification

Abstract Endbericht

Als Elias Canetti in den frühen 1940ern schrieb, dass in der Geschichte viel zu wenig die Rede von Tieren sei, beschäftigte er sich u. a. mit dem Wandel der Mensch-Tierbeziehung. Dem 1938 geflüchteten Wahlwiener war bewusst, dass im nationalsozialistischen Deutschland bereits ein Tierschutzgesetz in Kraft getreten war, das zum damaligen Zeitpunkt weltweit das umfassendste Gesetz gegen Tierquälerei darstellte. Keineswegs losgelöst vom Tierschutzgesetz (1933) war die drei Jahre später verabschiedete neue Reichstierärzteordnung, die den Aufgabenbereich der Tierärzte neu definierte: Wie nur selten bei einem anderen Beruf hat er die Möglichkeit, seinen Beruf in engster Verbindung (...) mit Heimat und Volk zu erfüllen, so daß ihm weit über seine eigentliche Berufsaufgabe hinaus ein großes Feld politischer Betätigung und Menschenführung vorbehalten ist. Dass es allerdings nicht nur einen Zusammenhang zwischen nationalsozialistischem Tierschutz und der Neuordnung der deutschen Gesellschaft, sondern auch eine enge Verbindung zwischen der Veterinärmedizin als Wissenschaftsdisziplin, als Institution und als Beruf zu den völkisch- rassistischen Zielen des Nationalsozialismus geben könnte, lag über Jahrzehnte hinweg außerhalb des akademischen Blicks. In Deutschland sind dazu mittlerweile einige Forschungsarbeiten entstanden. In Österreich hingegen markiert das Thema in der Geschichtsforschung nach wie vor ein gänzlich unbearbeitetes Forschungsfeld. In dieser qualitativ angelegten zeitgeschichtlichen Studie betritt das dreiköpfige Forschungsteam mit einer komplexen Fragestellung zur Tierärztlichen Hochschule Wien wissenschaftliches Neuland. Erstmals wird die Vetmeduni Vienna immerhin die erste Veterinärschule im deutschsprachigen Raum auf einer breiten Quellenbasis mit ihren verschiedenen AkteurInnen und deren Handlungsspielräumen im Kontext des Nationalsozialismus in den Blick genommen. Im Fokus der Arbeit stehen die Jahre 19331955 unter besonderer Berücksichtigung der NS-Herrschaft, die gleichermaßen Ausgangspunkt und Zentrum aller Fragestellungen bildet. Drei große Themenkomplexe stehen im Fokus der Auseinandersetzung: 1.) Institutionen- und wissenschaftsgeschichtliche sowie biografische Fragestellungen im Kontext personeller (Dis-) Kontinuitäten im Kontext der Zäsurjahre 1933, 1938 und 1945. 2.) Militärgeschichtliche Verflechtungen des Hochschulpersonals im Rahmen des Kriegseinsatzes in den eigens geschaffenen Veterinärkompagnien oder in anderen Wehrmachts- und SS- Truppenformationen. 3.) Die Nachkriegsgeschichte der Vetmeduni Vienna in einem rechts- und gesellschaftspolitischen Kontext. Der Fokus liegt dabei auf den Themen der Entnazifizierung sowie dem justiziellem Geschehen vor österreichischen Volksgerichten gegen Angehörige der Tierärztlichen Hochschule. Ziel des Forschungsprojektes ist eine dichte, quellenbasierte Gesamtdarstellung mit einer Publikation als Endprodukt, die im Kontext einer naturwissenschaftlichen Disziplin kulturwissenschaftliche Fragestellungen personeller, institutioneller, gesellschaftlicher, wissenschaftsgeschichtlicher, rechtspolitscher und vergangenheitspolitischer Natur auf innovative Weise verknüpft. Da das Projekt aufgrund seines biografisch-personell angelegten Forschungsschwerpunktes neue Kenntnisse im Rahmen der Opfer- und (Mit)Täterforschung erwarten lässt, können im universitären Raum sei es im Rahmen institutioneller oder studentischer Aktivitäten auch zeitgemäße und längst überfällige Zeichensetzungen in Angriff genommen werden, die an europäische Standards des Holocaustgedenkens bzw. einen zeitgemäßen Umgang mit der NS-Geschichte anschließen.

Auch die österreichische Tierärzteschaft hat für das Zustandekommen der heutigen staatspolitischen Lage in Österreich sich eingesetzt, dafür gekämpft und Opfer in großer Zahl gebracht, hielt David Wirth anlässlich des 1938 erfolgten Anschlusses Österreichs an das Deutsche Reich in der Wiener Tierärztlichen Monatsschrift fest: Die Jahre einer würdelosen, sogenannten Unabhängigkeit sind vorbei!, schloss der Lehrkanzelvorstand am Institut für Interne Medizin und klinische Seuchenlehre an der Wiener Tierärztlichen Hochschule, zweimaliger Rektor und Schriftführer des NS- Dozentenbundes, seinen Jubelartikel. Aus heutiger Sicht widerlegt seine Aussage die an der Veterinärmedizinschen Universität Wien nach 1945 noch jahrzehntelang gepflegte These von einer angeblich unpolitischen Veterinärmedizin und einer von außen gleichgeschalteten Tierärztlichen Hochschule, die scheinbar unbeteiligt die politischen Entwicklungen zur Kenntnis nahm, jedoch selbst keinerlei Verstrickungen zum Nationalsozialismus zu kennen schien. In unserem zeitgeschichtlichen Forschungsprojekt zur NS-Geschichte der Veterinärmedizinischen Universität Wien damals Tierärztliche Hochschule untersuchten wir mehrere Aspekte dieser bis dato noch unerforschten österreichischen Universitätsgeschichte. Den Ausgangspunkt bildete eine erste und systematisch angelegte Erhebung verschiedener Quellenbestände in mehreren in- und ausländischen Archiven. Den im Projektantrag formulierten universitätsgeschichtlichen Fragestellungen gingen wir schließlich in zwei Schwerpunktpublikationen nach. Zum einen untersuchten wir Lebenswege jüdischer Studierender, woraus anlässlich des Gedenkjahres 1938-2018 die umfangreiche Monografie Jüdische Studierende und Absolventen der Wiener Tierärztlichen Hochschule 1930-1947. Wege Spuren Schicksale (Wallstein Verlag, 360 Seiten) hervorging. In 42 Biogrammen und 4 größeren Biografien der Öffentlichkeit präsentiert am 14.11.2018 im Rahmen eines Festakts in den ehemaligen Räumlichkeiten der Tierärztlichen Hochschule konnte dabei nicht nur der an der Tierärztliche Hochschule omnipräsente Antisemitismus sichtbar gemacht, sondern auch nachgewiesen werden, dass es weit mehr jüdische Studierende gab, als in den marginalisierenden Nachkriegsdiskursen bisher vermutet wurde. Umgekehrt folgten wir in der zweiten Publikation Die Wiener Tierärztliche Hochschule und der Nationalsozialismus. Eine Universitätsgeschichte zwischen dynamischer Antizipation und willfähriger Anpassung (Wallstein Verlag 2019) den zentralen Akteuren der Hochschulgeschichte auf dem Weg in den Nationalsozialismus: Hier zeigte sich, dass insbesondere die Studierenden eine gravierende Rolle als politische Akteure spielten. Im Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund organisiert, demokratisch legitimiert und seit den Studentenwahlen 1931 an der Tierärztlichen Hochschule sogar mit absoluter Mehrheit ausgestattet, gehörten die nationalsozialistischen Studierenden in signifikanter Übereinstimmung mit ihren Lehrenden, eindeutig zu den politischen Wegbereitern des Anschlusses eine Rolle, die in der oben genannten Publikation als Ergebnis des Forschungsprojektes ausführlich diskutiert und dargestellt wurde.

Forschungsstätte(n)
  • Verein »Zentrale österreichische Forschungsstelle Nachkriegsjustiz« - 62%
  • Bundesland Niederösterreich - 38%
Nationale Projektbeteiligte
  • Claudia Kuretsidis-Haider, Verein »Zentrale österreichische Forschungsstelle Nachkriegsjustiz« , assoziierte:r Forschungspartner:in

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