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Krebsimmuntherapie mit Langerin-ligand Liposomen

Immunotherapy of cancer with Langerin-ligand liposomes

Patrizia Stoitzner (ORCID: 0000-0002-8488-6704)
  • Grant-DOI 10.55776/P33855
  • Förderprogramm Einzelprojekte
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.12.2020
  • Projektende 31.07.2025
  • Bewilligungssumme 394.916 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Klinische Medizin (20%); Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (80%)

Keywords

    Langerhans cells, Immunotherapy, Melanoma, Langerin, Nanovaccines, T cell responses

Abstract

Dendritische Zellen in der Haut sind die Wächter des Immunsystems, da sie eindringende Pathogene und sich entwickelnde Tumore erkennen können. Sie können Proteine der Pathogene und Tumore aufnehmen und nach einer Wanderung zum drainierenden Lymphknoten eine Immunantwort auslösen. Diese Proteine, auch Antigene genannt, werden in kleine Stücke geschnitten, und diese Peptide können von dendritischen Zellen auf deren Oberfläche an T-Zellen, den Effektor-Zellen des Immunsystems, präsentiert werden. Diese Antigenpräsentation findet im Lymphknoten statt und resultiert in einer Vermehrung und Aktivierung der T-Zellen, woraufhin diese aktivierten T-Zellen in das betroffene Hautareal einwandern, um dort die infizierten Zellen oder den Tumor zu zerstören. Diese besonderen Eigenschaften sind der Grund, warum dendritische Zellen interessant für die Immuntherapie von Krebs sind. Ihr Potenzial T-Zellantworten gegen Tumore zu induzieren wurde bereits in Studien bewiesen, jedoch das klinische Ansprechen der KrebspatientInnen muss noch deutlich verbessert werden. Um dendritische Zellen optimal für die Therapie auszustatten, müssen sie zuerst mit Tumorantigenen beladen und dann aktiviert werden um eine effektive T-Zellantwort auszulösen. Die Antigene können auf verschieden Wege an die dendritischen Zellen geliefert werden, wie zum Beispiel indem das Antigen an Antikörper gekoppelt wird, die spezifisch an die Oberfläche von dendritischen Zellen binden. Dieser vielversprechende Ansatz wird gerade in klinischen Studien getestet. Ein anderer Möglichkeit besteht darin, die Antigene in Nanopartikel zu verpacken. Zusammen mit einem Kooperationspartner habe wir ein solches Liefersystem entwickelt, um einen speziellen Subtyp von dendritischen Zellen in der Haut, nämlich die Langerhanszellen in der äußersten Hautschicht der Epidermis, zu beladen. Dafür wollen wir Nanopartikel verwenden, die mit einem Liganden beschichtet sind, der spezifisch an das Oberflächenmolekül Langerin binden, das nur auf Langerhanszellen vorkommt. So können diese Nanopartikel die verpackten Tumorantigene gezielt an Langerhanszellen liefern, um eine Antigenpräsentation an T-Zellen im Lymphknoten zu vermitteln. In unserem Projekt haben wir die Arbeitshypothese, dass diese an Langerhanszellen gelieferten Antigene T-Zellantworten auslösen können, mit denen man den schwarzen Hautkrebs Melanom bekämpfen kann, der gefährlichste aller Hautkrebsarten. In unserem Projekt werden wir untersuchen, wie Langerhanszellen optimal mit Nanopartikeln beladen werden, welche Tumorantigene die effektivsten sind, wie wir T-Zellen optimal aktivieren können und welche Immunisierungsroute die beste ist. Dafür werden wir intradermale Injektionen vergleichen mit einer topischen Hautapplikation nach einer Laser-Vorbehandlung um die Hautbarriere zu durchbrechen. Das ultimative Ziel unseres Projekts ist eine neue Langerhanszell-basierte Vakzinplatform zu entwickeln und deren Effizienz bei der zur Therapie von Melanom zu testen.

Forschungsstätte(n)
  • Medizinische Universität Innsbruck - 98%
  • Universität Wien - 2%
Nationale Projektbeteiligte
  • Barbara Del Frari, Medizinische Universität Innsbruck , nationale:r Kooperationspartner:in
  • Natascha Kleiter, Medizinische Universität Innsbruck , nationale:r Kooperationspartner:in
  • Sieghart Sopper, Medizinische Universität Innsbruck , nationale:r Kooperationspartner:in
  • Christoph Johannes Heinrich Rademacher, Universität Wien , assoziierte:r Forschungspartner:in
  • Doris Wilfingseder, Veterinärmedizinische Universität Wien , nationale:r Kooperationspartner:in
Internationale Projektbeteiligte
  • Tanja De Grujil, Vrije Universiteit Medical Center Amsterdam - Niederlande
  • Pedro Romero, University of Lausanne Medical School - Schweiz
  • Christian Münz, University of Zurich - Schweiz

Research Output

  • 23 Zitationen
  • 2 Publikationen
Publikationen
  • 2021
    Titel Specific Protein Antigen Delivery to Human Langerhans Cells in Intact Skin
    DOI 10.3389/fimmu.2021.732298
    Typ Journal Article
    Autor Rentzsch M
    Journal Frontiers in Immunology
    Seiten 732298
    Link Publikation
  • 2022
    Titel Targeted delivery of a vaccine protein to Langerhans cells in the human skin via the C-type lectin receptor Langerin
    DOI 10.1002/eji.202149670
    Typ Journal Article
    Autor Bellmann L
    Journal European Journal of Immunology
    Seiten 1829-1841
    Link Publikation

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