Eisenmangel, Entzündliche Darmerkrankungen, und Thrombose
Iron deficiency, Intestinal Inflammation, and Thrombosis
Wissenschaftsdisziplinen
Klinische Medizin (80%); Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (20%)
Keywords
-
Inflammatory Bowel Disease,
Iron deficiency,
Platelet,,
Thrombosis,
HIF,
Anemia
Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED) sind gekennzeichnet durch langanhaltende beziehungsweise wiederkehrende Entzündungen des Darms. PatientInnen mit CED haben ein 3-fach erhöhtes Risiko an venösen Thromboembolien zu erkranken und Studien deuten auch auf ein erhöhtes Risiko für arterielle Thrombosen hin. Die Entzündung erhöht die Thromboseneigung und schwere akute Erkrankungen führen häufiger zur Thrombose. Allerdings sind thrombotische Ereignisse häufig auch bei CED PatientInnen ohne klinische Krankheitsaktivität zu erkennen. Daher ist es wichtig, weitere Risikofaktoren der Thrombose bei CED zu untersuchen, um die Wirksamkeit möglicher präventiver Strategien zu erhöhen. Eisenmangel (EM) könnte einen solchen Risikofaktor darstellen, was eine erhöhte Anzahl und Aktivität der Blutplättchen hervorruft. Wir haben gezeigt, dass EM die Neigung zur Thrombose in Tiermodellen der venösen und arteriellen Thrombose begünstigt. Die Eisentherapie reduziert diese Thromboseneigung wieder, in dem sie die Plättchenanzahl und aktivität normalisiert. Ein Drittel der CED PatientInnen leiden unter Anämie, großteils verursacht durch EM. Die Anfälligkeit zu EM bei CED entsteht durch den intestinalen Blutverlust und die entzündungsbedingte Hemmung der Eisenmobilisierung. Wir haben ebenfalls gezeigt, dass die Eisentherapie auch bei CED mit ID die Plättchenanzahl und aktivität normalisiert. Mehrere Studien unterstützen den Zusammenhang zwischen EM und Thrombose, allerdings ist es noch unklar, ob das auch bei CED der Fall ist. Ziel des Projekts ist es zu untersuchen, ob EM auch bei Thrombose in CED eine tragende Rolle spielt und ob dies durch Plätchenveränderung hervorgerufen wird. Wir werden Mausmodelle der CED (DSS Kolitis) und Thrombose kombinieren, um zu sehen, ob der durch CED verursachte EM, die Thromboseneigung erhöhen kann. Durch Eisentherapie werden wir versuchen, diese Neigung wieder zu reduzieren und zu untersuchen, ob die beobachteten Ergebnisse Plättchenveränderungen zugrunde liegen. Wir wollen ebenfalls untersuchen, ob EM und die Eisentherapie einen Einfluß auf Kolitis haben; schließlich können Plättchen zum Entzündungprozess beitragen und EM kann schädlich für das Darmepithel sein. Die Ergebnisse dieses Projekts werden zur Erweiterung des Verständnisses der Risikofaktoren für Thrombose bei CED beitragen und die Wichtigkeit des Eisenmanagements unterstreichen.
Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED) sind gekennzeichnet durch langanhaltende beziehungsweise wiederkehrende Entzündungen des Darms. Patient:innen mit CED haben ein deutlich erhöhtes Risiko an venösen und arterielle Thrombosen zu erkranken. Die Darmentzündung erhöht die Thromboseneigung und schwere akute Erkrankungen führen häufiger zur Thrombose. Allerdings sind thrombotische Ereignisse häufig auch bei CED Patient:innen ohne klinische Krankheitsaktivität zu erkennen. Daher ist es wichtig, weitere Risikofaktoren der Thrombose bei CED zu untersuchen, um die Wirksamkeit möglicher präventiver Strategien zu schärfen. Eisenmangel könnte einen solchen Risikofaktor darstellen, was eine erhöhte Anzahl und Aktivität der Blutplättchen hervorruft. In früheren Studien haben wir gezeigt, dass Eisenmangel die Neigung zur Thrombose begünstigt. Die Eisentherapie reduziert diese Thromboseneigung wieder, in dem sie die Plättchenanzahl und -aktivität normalisiert. Zwei Drittel der aktiven CED Patient:innen leiden unter Eisenmangel. In diesem Projekt wollten wir den Effekt von Eisenmangel auf die Entstehung von Thrombosen (Blutgerinnsel) bei Patient:innen mit Chronisch Entzündlichen Darmerkrankungen (CED) untersuchen. Wir planten Mausmodelle von CED und Thrombose kombinieren, um zu sehen, ob der durch CED verursachte Eisenmangel, die Thromboseneigung erhöhen kann. Dazu generierten wir Mäuse, deren Blutplättchen durch eine genetische Manipulation rot fluoreszierten. Während des Projekts wurde der Arbeitsvertrag von einer zentralen Forscherin durch die Medizinische Universität Wien aufgrund der berüchtigten "Kettenvertragsregelung" nicht verlängert, obwohl deren Finanzierung bis zum Projektende durch den FWF abgedeckt. Dadurch musste das Projekt vorzeitig abgebrochen werden. Es wurden keine Daten generiert.