Evolution von Süßwasserschnecken bei steigenden Temperaturen
Evolutionary adaptation to heatwaves in an aquatic grazer
Wissenschaftsdisziplinen
Biologie (50%); Geowissenschaften (50%)
Keywords
-
Evolution,
Adaptation,
Climate Change,
Heatwave,
Mollusc
Der Klimawandel macht außergewöhnlich heiße Sommerperioden (d. H. Hitzewellen) häufiger. Dies ist eine ernsthafte Bedrohung für Populationen vieler Arten. Ob Populationen von Organismen unter dem Klimawandel überleben können oder nicht, hängt von ihrer Fähigkeit ab, sich evolutionär an Hitzewellen anzupassen. Dieses Projekt untersucht diesen Prozess an der Süßwasserschnecke Lymnaea stagnalis, die in Seen und Teichen häufig vorkommt. Zunächst wird untersucht, ob Schnecken ein evolutionäres Potenzial aufweisen, indem getestet wird, ob sich Schneckenindividuen in ihren Reaktionen auf hohe Temperaturen unterscheiden und ob die Fähigkeit von Schnecken, hohe Temperaturen zu tolerieren, von den Eltern an die Nachkommen vererbt wird. Eine solche Variation würde den erforderlichen Rohstoff für den evolutionären Wandel liefern. Zweitens wird im Projekt untersucht, wie die natürliche Selektion die Reaktionen von Schnecken bei Hitzewellen beeinflusst, indem getestet wird, ob Schnecken mit der höchsten thermischen Toleranz die höchste Anzahl von Nachkommen hervorbringen. Wenn die beiden oben genannten Anforderungen erfüllt sind, ist ein evolutionärer Wandel über Generationen hinweg möglich. Schließlich untersucht das Projekt, ob sich Schneckenpopulationen in der Natur in ihren Reaktionen auf Hitzewellen unterscheiden, je nachdem, wie häufig Hitzewellen in ihren Lebensräumen vorkommen. Dies zeigt, ob Schnecken aus heißeren Lebensräumen sich so angepasst haben, dass sie hohe Temperaturen besser vertragen als Schnecken aus kühleren Umgebungen.
- Universität Innsbruck - 100%
Research Output
- 1 Zitationen
- 1 Publikationen
-
2024
Titel Resource level modifies heatwave responses in the freshwater snail Lymnaea stagnalis DOI 10.1111/fwb.14239 Typ Journal Article Autor Seppälä O Journal Freshwater Biology Seiten 692-704 Link Publikation