Der wissenschaftliche Tibet-Nachlass von Peter Aufschnaiter
The scientific Tibet legacy of Peter Aufschnaiter
Wissenschaftsdisziplinen
Soziologie (60%); Sprach- und Literaturwissenschaften (40%)
Keywords
-
Tibet,
Society,
Scientific Legacy,
Peter Aufschnaiter,
Social History,
Unpublished Textual And Visual Materials
Fast fünfzig Jahre nach seinem Tod ist der überwiegende Teil des wissenschaftlichen Nachlasses von Peter Aufschnaiter, in erster Linie seine Tagebücher, Manuskripte (insbesondere ein substantielles Manuskript über Tibet), Dokumente, Texte (auf Deutsch, Englisch und zum Teil Tibetisch), Korrespondenz, visuelle Materialien (Fotos, Kartenskizzen, Zeichnungen), gesammelte religiöse und andere Objekte, noch immer unbekannt, unerforscht und nicht veröffentlicht. Die vorrangige Zielsetzung und oberste Priorität des Forschungsprojekts ist es, dieses umfangreiche Material durch angemessene Formen der Veröffentlichung und innovative Studien zugänglich zu machen. Dieses Material wurde von Peter Aufschnaiter (erfahrener Bergsteiger, ausgebildeter Bauingenieur, mit einer Begabung für Sprachen und Begeisterung für Tibet seit seiner Jugend) zum größten Teil zwecks späterer Veröffentlichung während seiner Zeit in Tibet (19441952) und anschließend in tibetischsprachigen Gebieten Nepals (1952 1971) geschaffen. Im Großen und Ganzen bilden diese umfangreichen Originalmaterialien einen zusammenhängenden und kohärenten Korpus, der in mehrfacher Hinsicht einzigartig ist: a) als umfassender Querschnitt der tibetischen Gesellschaft in den Jahren 19441952 und von tibetischsprachigen Gebieten Nepals in den Jahren 19521971, b) aufgrund ihrer herausragenden und genauen Dokumentation in schriftlicher und visueller Form und c) wegen ihres Reichtums an Beschreibungen, Einsichten, Informationen, bildlichen Aufzeichnungen und ausgearbeiteten Darstellungen zu einer großen Bandbreite von Themen. Das Projekt studiert diese Materialien primär aus sozialanthropologischen und historischen Perspektiven, um ein erneuertes ganzheitliches Bild der Sozialgeschichte Tibets in der Mitte des 20. Jahrhunderts zu entwerfen und unpassende Lesarten der tibetischen Gesellschaft zu überwinden.
- Wido Sieberer, nationale:r Kooperationspartner:in
- Mareile Flitsch, Völkerkundemuseum der Universität Zürich - Schweiz