Nichtgleichgewicht in stark wechselwirkenden 1d Systemen
Non-equilibrium dynamics in strongly interacting 1D quantum
Wissenschaftsdisziplinen
Physik, Astronomie (100%)
Keywords
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Non-equilibrium dynamics,
Isolated many-body quantum system,
1D quantum gases,
Generalised hydrodynamics,
Superfluid order parameter,
Correlation measurerments
Die Dynamik und Relaxation eines Nichtgleichgewichtssystems ist eine der fundamentalsten Fragen der modernen Physik. Sie verbindet Quantenphysik mit statistischer Mechanik. Was bestimmt ob, und wie, ein isoliertes angeregtes viel-Teilchensystem fern vom Gleichgewicht einen stationären (thermischen) Gleichgewichtszustand findet? In den letzten Jahren haben wir sehr viel über Systeme mit schwacher Wechselwirkung und diskrete Gittersysteme gelernt, doch über stark wechselwirkende und stark korrelierte Systeme ist ganz wenig bekannt. In unserem Projekt untersuchen wir die Entwicklung und Relaxation von stark wechselwirkenden eindimensionalen (1D) Systemen aus Bosonen, Fermionen und im BEC-BCS Übergang, durch Experimente mit ultrakalten 6Li-Atomen. Wir fokussieren dabei auf zwei Hauptfragen in der Untersuchung von Nichtgleichgewichts- dynamik und Relaxation im stark wechselwirkenden Bereich: (1) Experimentelle Tests der kürzlich entwickelten verallgemeinerten Hydrodynamik (GHD), eine neue Methode um dynamische Vorgänge in 1D Systemen zu beschreiben. Wir werden untersuchen, ob GHD oder deren Erweiterungen verwendet werden kann um stark wechselwirkende Systems, den BEC-BCS Übergang und superfluide 1D Fermionen zu beschreiben. (2) Nichtgleichgewichtsentwicklung eines 1D Quantensystems im kompletten Bereich von stark wechselwirkenden Bosonen zum BEC-BCS Übergang bis tief zu den 1D Fermionen. Die Experimente werden mit einem stark wechselwirkenden Quantengas, aus 6Li Fermionen und 6Li 2 bosonischen Molekülen, in einer einzelnen Ebene aus 1D-Atomfallen durchgeführt. Die 1D Systeme werden individuell untersucht (1) in situ durch die Entwicklung de r Dichte und des Impulses (Rapidität); und (2) die makroskopische Wellenfunktion durch Interferenz und Korrelation. Mithilfe von Fluoreszenzabbildung wird das 1D Gas sichtbar gemacht, Atom bei Atom. Durch eine Kombination von Interferenz und Korrelationsmessung kann und die makroskopische Wellenfunktion (Ordnungsparameter) der Fermion-Paare beobachtet werden, was Einsicht in die superfluide Phase gibt. Die starke Unterdrückung von Verlustprozessen für 6Li 2 Moleküle ermöglicht einzigartige Untersuchung der Nichtgleichgewichtsdynamik für stark wechselwirkende Systeme und zu für langen Entwicklungszeiten. Mithilfe der Feschbach Resonanzen können die Wechselwirkungen eingestellt werden. Dies ermöglicht eine Vielzahl von stark wechselwirkenden Systemen von Tonks Gasen (fermionisierte Bosonen) durch den BEC-BCS Übergang bis zu superfluiden Fermionen, zu erforschen. Unser vorgeschlagener experimenteller Aufbau hat folgende Vorteile: Direkte Abbildung von Einzelsystemen aus 1D Gasen und damit ein Verhindern von Effekten der Mittelung in eine großen Ensemble. Hochsensitive Fluoreszenzabbildung erlaubt Quanten limitierte Messung und detaillierte Untersuchung von Korrelationen (höherer Ordnung) in Dichte und Phase. Wegen des Durchführens mehrerer Experimente parallel zueinander im Optischen Gitter, werden die Ergebnisse statistisch signifikant aussagekräftiger.
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