Induktion von Transmitter Co-Release in Basalganglien
Becoming bilingual through transmitter co-release
Wissenschaftsdisziplinen
Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (100%)
Keywords
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Transmitter Co-Release,
Basal Ganglia,
Parkinson's disease,
Huntington's disease,
Glutamate,
GABA
Morbus Parkinson (MP) und Chorea Huntington (CH) sind schwere neurodegenerative Erkrankungen mit charakteristischen Bewegungstörungen, für die es nur eingeschränkte pharmakologische Therapieoptionen zur Symptommilderung gibt. Krankheitsmodifizierende Behandlungen sind derzeit nicht verfügbar, aber dringend notwendig, da durch unsere immer älter werdende Gesellschaft die Prävalenz dieser Erkrankungen weiter zu nimmt. Bei MP kommt es zu einem Verlust von Nervenzellen, die den Neurotransmitter Dopamin produzieren und dadurch zu einer gestörten Regulation in den sog. Basalg anglien, welche hauptsächlich den Neurotransmitter GABA frei setzen und für die Koordination von Bewegungsabläufen von zentraler Bedeutung sind. Im Unterschied dazu kommt es bei CH zu einem direkten Verlust spezifischer GABA-produzierender Nervenzellen in den Basalganglien. Während bei MP von Beginn an Bewegungsarmut und Steifheit als Symptome im Vordergrund stehen, sind es bei CH anfangs exzessive Bewegungen, die aber später ebenfalls in Bewegungsarmut, Steifheit und Demenz resultieren. Neurophysiologisch liegen beiden Krankheiten Störungen in der Aktivität und Freisetzung GABAerger Nervenzellen in den Basalganglien zugrunde. Können wir diese letztlich überaktiven GABA Schaltkreise bei MP und CH modifizieren? Im vorliegenden Projekt versuchen wir durch Mausmodelle, virale Vektoren, elektrophysiologische Techniken, Verhaltensexperimente und histologische, biochemische und molekularbiologische Methoden die Überaktivierung spezifischer GABAerger Nervenzellpopulationen in den Basalganglien so zu beeinflussen, dass die Motorsymptome dieser beiden neurodegenerativen Erkrankungen positiv beeinflusst werden. Unser Ziel ist es, eine mögliche Grundlage für eine spätere Gentherapie zu schaffen.
- Universität Wien - 5%
- Medizinische Universität Wien - 95%
- Daniela D. Pollak-Monje Quiroga, Medizinische Universität Wien , nationale:r Kooperationspartner:in
- Katy Schmidt, Medizinische Universität Wien , nationale:r Kooperationspartner:in
- Sophia Khom, Universität Wien , assoziierte:r Forschungspartner:in