Obwohl Epistasie und Dominanz nicht nur weitverbreitet, sondern auch sehr häufig sind,
besteht immer noch Unklarheit darüber, welche Rolle sie bei schnellen
Anpassungsprozessen spielen. Dieses Projekt baut auf experimentelle Evolution mit dem
genetischen Modellorganismus Drosophila melanogaster um nicht-additive Effekte
(Epistasie und Dominanz) während der Anpassung an mehrere Stressfaktoren zu messen.
Zwei komplementäre Ansätze werden verfolgt um Abweichungen von einem rein additiven
Modell zu quantifizieren: Analyse von Zeitreihen und paarweise Kompetitionsexperimente
von 3 Genotypen. Das Projekt wird solide empirische Evidenz über die Bedeutung von nicht-
additiven Effekten bei Anpassungsprozessen bieten. Daher werden zukünftige Genome
scans für Selektionssignaturen stark von den Ergebnissen dieses Projekts profitieren.