Wissenschaftsdisziplinen
Biologie (25%); Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (75%)
Keywords
Ferroptosis,
MYC,
Blood cancer,
ABL-kinase
Abstract
Das Vermeiden von Zelltod ist eine wichtige Komponente in der Tumorentstehung und bei der
Entstehung von Therapieresistenz bei Krebspatienten. Zelltod, wie etwa Apoptose oder
Nekroptose, kann gezielt durch Aktivierung bestimmter Signalwege ausgelöst werden, oder,
wie im Falle von Ferroptose, durch Hemmung bestimmter Enzyme eingeleitet werden. Im
Kontext von Ferroptose, einer Zelltodform die durch Schädigung der Zellmembran ausgelöst
wird und Eisen benötigt, kann dies durch Hemmung von Proteinen mit entgiftender Funktion,
wie GPX4 (Glutathione Peroxidase 4) oder FSP1 (Ferroptose-suppressor 1), erzielt werden.
Bei Tumorpatienten wurde im Zuge der Entwicklung von Therapieresistenz gegenüber
konventionellen Behandlungsstrategien, die Apoptose auslösen, eine verstärkte Abhängigkeit
von Ferroptose-Hemmern beobachtet, um das Überleben von Tumorzellen zu sichern. Bisher
ist jedoch unklar, ob Ferroptose selbst die Entstehung von Tumoren verhindert, wie dies bereits
für Apoptose gezeigt wurde. Wir wollen hier diese Frage beantworten, indem wir versuchen
die Auswirkungen einer reduzierten Aktivität Ferroptose-hemmender Proteine auf die
Entstehung und Weiterentwicklung von Blutkrebs zu untersuchen. Unsere Untersuchungen
sollen darüber Aufschluss geben, wie Ferroptose als Zelltod Mechanismus benutzt werden
kann um Tumorbildung zu verhindern, oder zumindest zu verzögern.
- Marcus Conrad, Helmholtz Zentrum München - Deutschland