Wissenschaftsdisziplinen
Gesundheitswissenschaften (10%); Klinische Medizin (30%); Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (60%)
Keywords
Cerebral Malaria,,
Adenosine 2A Receptor (A2Ar) Function,
Candidate Driver Of Ecm Pathology,
A2AR antagonist as adjunctive therapy for cerebral
Abstract
Die zerebrale Malaria (CM) ist die schwerste Komplikation der Malaria. Derzeit gibt es keine
adjuvante Behandlungsmöglichkeit für CM. In einem Mausmodell der experimentellen
zerebralen Malaria (ECM) konnten wir erstmals beobachten, dass der Adenosin-2a-Rezeptor
(A2AR) eine entscheidende Rolle in der Pathogenese der zerebralen Malaria spielt.
Tatsächlich sind Mäuse vor Malaria-induzierten Hirnschäden geschützt, wenn entweder das
A2AR-Gen in der Keimbahn ausgeschaltet oder ein systemischer A2AR-Rezeptor-Antagonist
verabreicht wird. Auf mechanistischer Ebene konnten wir A2AR als Immun-Checkpoint
identifizieren. A2AR kontrolliert die Effektorfunktion von CD8+ T-Zellen bei der ECM-
Erkrankung. Daher kann der immunvermittelten Entzündung und Gewebeschädigung bei ECM
durch Inaktivierung von A2AR entgegengewirkt werden. Die vom FWF bewilligten
Forschungsarbeiten zielen daher darauf ab, unsere Hypothese präklinisch weiter zu validieren.
Gleichzeitig sollen die molekularen und zellulären Mechanismen im Detail identifiziert werden.
Da die Rolle des A2AR-Signalweges in der ECM-Pathogenese von unserer Mitarbeiterin Karin
Albrecht-Schgör in unserem Labor entdeckt wurde, erwarten wir, dass diese weiterführende
Forschung zu einem wesentlich besseren Verständnis der adaptiven Immunantwort bei
Malaria im Allgemeinen und der ECM-Pathogenese im Besonderen führen wird. Unsere
Forschung könnte damit die Grundlage für die Entwicklung neuer therapeutischer Optionen
für CM beim Menschen durch den Einsatz von A2AR-Antagonisten liefern, die bereits für
andere Indikationen klinisch zugelassen sind.
Principal Investigator (PI): Prof. Gottfried Baier
Co-Principal Investigator (Co-PI): Prof. Erich Schmutzhard, emeritiert
Co-Principal Investigator (Co-PI): Ass.-Prof. Nikolaus Thuille