Antimikrobielle Peptide aus der Natur
Nature Inspired Antimicrobial Peptides
Wissenschaftsdisziplinen
Biologie (90%); Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (10%)
Keywords
-
Antimicrobial Peptides,
Candida albicans,
3D skin infection model,
Mode Of Action,
TUC Sequencing
Diese Studie widmet sich Pgopt, einem innovativen Molekül, das von antifungalen Substanzen, die in der Natur vorkommen, abstammt und ein vielversprechendes Potenzial zur Behandlung von Pilzinfektionen aufweist. Wir untersuchen, wie Pgopt wirkt und wie es mit Candida albicans interagiert einem opportunistisch pathogenen Pilz, der beim Menschen Infektionen verursachen kann, insbesondere auf der Haut. Ziel unserer Forschung ist es, Pgopt zu optimieren und daraus eine effektive Therapie für Hautinfektionen durch diesen Erreger zu entwickeln. Wir gehen davon aus, dass Pgopt durch gezielte Modifikationen weiter verbessert werden kann, insbesondere in Bezug auf seine Stabilität und antifungale Wirksamkeit. Um dies zu erreichen, analysieren wir die Reaktion von C. albicans auf Pgopt und nutzen diese Erkenntnisse, um das Molekül gezielt weiterzuentwickeln. Beispielsweise planen wir, Pgopt so zu verändern, dass es im Körper weniger anfällig für Abbauprozesse ist, wodurch seine Wirkdauer und Effektivität gesteigert werden können. Die verbesserten Varianten von Pgopt werden wir sowohl in Laborversuchen als auch an Modellen, die menschliche Haut nachbilden, umfassend testen. Diese Untersuchungen sollen zeigen, wie wirksam und sicher Pgopt in der Anwendung ist und ob es sich mit bestehenden Antipilz-Medikamenten kombinieren lässt. Um die Wirksamkeit weiter zu steigern, werden wir Pgopt in spezielle Nanocarrier einbetten. Diese winzigen Transportstrukturen ermöglichen eine gezielte Abgabe des Wirkstoffs an den infizierten Hautstellen und tragen gleichzeitig zum Schutz der Hautbarriere bei. Darüber hinaus setzen wir modernste Bildgebungstechniken und metabolische Sonden ein, um die Interaktion von Pgopt mit dem Pilz zu untersuchen. Dies wird uns helfen, besser zu verstehen, wie Pgopt die Zellstruktur und den Stoffwechsel des Pilzes beeinflusst und dessen Wachstum hemmt. Zusätzlich analysieren wir die genetische Reaktion von C. albicans auf Pgopt, um tiefere Einblicke in die Wirkmechanismen des Moleküls zu gewinnen. Diese Forschung ist besonders spannend, da sie mehrere innovative Ansätze vereint: die strategische Verbesserung der Stabilität von Pgopt, die Entwicklung eines präzisen Abgabesystems für die gezielte Behandlung von Hautinfektionen und die detaillierte Untersuchung der unmittelbaren Reaktion des Pilzes auf die Behandlung. Mit diesem Ansatz hoffen wir, nicht nur eine neue und wirksame Therapie für Hautpilzinfektionen entwickeln zu können, sondern auch wertvolle Erkenntnisse für die Gemeinschaft der Wissenschaftler bereitzustellen, die sich mit C. albicans beschäftigt.
- Alexandra Lusser, Medizinische Universität Innsbruck , nationale:r Kooperationspartner:in
- Dietmar Rieder, Medizinische Universität Innsbruck , nationale:r Kooperationspartner:in
- Andreas Bernkop-Schnürch, Universität Innsbruck , nationale:r Kooperationspartner:in
- Anna Cosima Seybold, Universität Innsbruck , nationale:r Kooperationspartner:in
- Györgyi Váradi, University of Szeged - Ungarn