miR-142 mindert die TGFß Aktivität für optimale ABC-Bildung
miR-142 constrains TGFß activity for optimal ABC formation
Wissenschaftsdisziplinen
Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (100%)
Keywords
-
B cells,
Mature,
Mirnas,
ABC,
Functionality
B-Lymphozyten sind wichtige Zellen, die zu der Abteilung des Immunsystems gehören, die in der Lage ist, zwischen eindringenden Pathogenen zu unterscheiden. So wird die am besten geeignete Immunreaktion ausgelöst um die Bedrohung zu neutralisieren. B-Lymphozyten sind bekanntlich allein für die Bildung aller Antikörper verantwortlich. Sie sind jedoch mit weiteren Funktionen ausgestattet, die ebenfalls an den Abwehrmechanismen des Körpers beteiligt sind. Insbesondere wurde vor kurzem ein spezifisches Verhalten der B-Lymphozyten als Reaktion auf Pathogene im Zellinneren, wie Viren, beschrieben. Diese so genannten ABC-Zellen produzieren bestimmte Antikörper und Moleküle, die die Entzündung modulieren. Interessanterweise wurden ABC-Zellen auch bei verschiedenen Erkrankungen, wie dem systemischen Lupus erythematodes, erkannt, bei denen sie scheinbar zur Schädigung von Geweben beitragen. Darüber hinaus werden diese Zellen bei alten Menschen in erhöhter Häufigkeit beobachtet, da sie offenbar an der Ausbildung eines unzureichenden Immunsystems beteiligt sind. Ein genaues Verständnis der zugrundeliegenden biologischen Prozesse, die die Entstehung und Aktivität von ABC-Zellen regulieren, könnte daher nicht nur zu einem besseren Verständnis der Immunität, sondern auch zur Entwicklung von Behandlungsmethoden für Krankheiten beitragen. Es wurden Fortschritte bei der Identifizierung mehrerer molekularer Modulatoren der Genaktivität in ABC-Zellen erzielt. Im Gegensatz dazu ist die Rolle der Molekülgruppe der miRNAs, die für die Hemmung der Synthese spezifischer Proteine zuständig sind, noch unklar. Wir haben vorgeschlagen, die Wirkung dieser anderen regulatorischen Schicht in ABC-Zellen zu untersuchen. Insgesamt erwarten wir, dass wir die wesentliche Funktion spezifischer Mitglieder der miRNA-Familie bei der Entstehung und/oder Funktion der zuletzt genannten B-Lymphozyten nachweisen können. Die gewonnenen Erkenntnisse sollten auch die Nützlichkeit dieser miRNAs als Zielmoleküle für therapeutische Eingriffe aufzeigen, möglicherweise durch Manipulation ihrer Menge in Pathologien.
- Universität Innsbruck - 100%
- Birgit Weinberger, Universität Innsbruck , nationale:r Kooperationspartner:in
- Mathias Munschauer, Helmholtzgesellschaft - Deutschland
- Daniela Frasca, University of Miami - Vereinigte Staaten von Amerika