Diethylsuccinat als neues Therapeutikum bei IPF
Diethysuccinate as a novel therapeutic for IPF
Wissenschaftsdisziplinen
Biologie (10%); Klinische Medizin (40%); Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (50%)
Keywords
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Pulmonary Fibrosis,
IPF,
Diethylsuccinate,
TCA cylce
Bei der idiopathischen pulmonalen Fibrose (IPF) handelt es sich um chronische, fortschreitende Lungenerkrankung, bei der gesundes Lungengewebe durch narbiges Bindegewebe ersetzt wird. Dies geht mit einer zunehmenden Verschlechterung der Lungenfunktion einher und führt schließlich zum Tod. Obwohl eine Lungentransplantation grundsätzlich möglich ist, gibt es nur eine begrenzte Anzahl von passenden Spenderlungen und es kommen auch nicht alle PatientInnen dafür in Frage. Derzeit gibt es nur zwei Medikamente die das Fortschreiten der Erkrankung zwar etwas verlangsamen können, aber weder zu einer Heilung führen, noch das Überleben verbessern. Diethylsuccinat (DES) stellt eine chemische Abwandlung des Bernsteinsäureesters dar, die im Gegensatz zu diesem in der Lage ist, Zellmembranen zu durchdringen. Im Rahmen dieses Projektes soll geklärt werden, ob DES antifibrotische Effekte zeigt und wie diese zustande kommen. Um diese Frage zu klären, werden wir eine Reihe von Experimenten durchführen. Wir werden von PatientInnen isolierte Lungenfibroblasten, die Zellen welche das narbige Bindegewebe bilden, mit DES behandeln und untersuchen, ob dies zu einer Normalisierung dieser Zellen führt (z.B. weniger Kollagenproduktion). Zusätzlich werden wir die Effekte von DES auch in anderen Zellen testen, die ebenfalls zur Entstehung der Fibrose beitragen können. Zusätzlich werden wir erproben, ob DES auch an explantierten Lungen von FibrosepatientInnen zu relevanten Verbesserungen führen kann. In weiteren Versuchen werden wir erproben, ob DES auch im Tiermodell eine antifibrotische Wirkung entfalten kann. Dies ist vor allem deswegen notwendig, da auch vom Blut eingewanderte Immunzellen vermutlich in die Fibroseentstehung involviert sind, und dies an explantierten Lungen nicht ausreichend untersucht werden kann. Da DES nicht ausreichend charakterisiert ist, werden wir auch seine Verträglichkeit und die wichtigsten Ausscheidungs- und Stoffwechselwege im Organismus untersuchen. Darüber hinaus werden wir DES auch in anderen fibrotischen Lungenerkrankungen prüfen, um aufzuklären, ob es sich hier um einen generellen antifibrotischen Mechanismus handelt, oder ob dieser auf IPF beschränkt bleibt. Insgesamt zielt das Projekt daher darauf ab, ein neues therapeutisches Molekül in der Lungenfibrose zu etablieren, und dieses möglichst genau zu charakterisieren.
- Aitak Farzi, Medizinische Universität Graz , nationale:r Kooperationspartner:in
- Akos Heinemann, Medizinische Universität Graz , nationale:r Kooperationspartner:in
- Grazyna Kwapiszewska, Medizinische Universität Graz , nationale:r Kooperationspartner:in
- Katharina Leithner, Medizinische Universität Graz , nationale:r Kooperationspartner:in
- Nikolaus Kneidinger, Medizinische Universität Graz , nationale:r Kooperationspartner:in
- Konrad Hötzenecker, Medizinische Universität Wien , nationale:r Kooperationspartner:in
- Jack A. Elias, Brown University - Vereinigte Staaten von Amerika
- Naftali Kaminski, Yale University - Vereinigte Staaten von Amerika