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Ocular Speech Tracking

Ocular Speech Tracking

Nathan Weisz (ORCID: 0000-0001-7816-0037)
  • Grant-DOI 10.55776/PAT4466224
  • Förderprogramm Einzelprojekte
  • Status laufend
  • Projektbeginn 01.01.2025
  • Projektende 31.12.2028
  • Bewilligungssumme 438.337 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (75%); Psychologie (25%)

Keywords

    Speech Tracking, Eye Movements, MEG, Blindness

Abstract

Viele Arbeiten widmen sich den neuronalen Mechanismen, die der Sprachverarbeitung zugrunde liegen. Dies ist relevant für ein besseres Verständnis natürlicher Kommunikation, insbesondere unter schwierigen Bedingungen. Dieses Projekt widmet sich einem neuen Phänomen namens "ocular speech tracking", bei dem sich Augen synchron mit Sprachsignalen bewegen und möglicherweise eine unterstützende Rolle bei der Verarbeitung von Sprache spielen. Ziel des Projekts ist es, die funktionelle Relevanz dieses Phänomens zu entschlüsseln und seine Abhängigkeit von lebenslanger visueller Erfahrung zu untersuchen. In vier umfassenden Arbeitspaketen werden zentrale Fragestellungen behandelt: Erstens wird untersucht, wie ocular speech tracking bei natürlicher Sprache über längere Zeiträume und unter verschiedenen Aufmerksamkeits- und Verständlichkeitsbedingungen auftritt. Zweitens wird analysiert, ob ähnliche Augenbewegungen auch in vereinfachten, nicht-sprachlichen Hörsituationen vorkommen. Drittens werden systematisch die Auswirkungen von Augenbewegungen auf die neuronale Aktivität in auditiven Verarbeitungsregionen untersucht. Viertens wird geprüft, ob das Phänomen angeboren ist oder durch audiovisuelle Erfahrungen während der Entwicklung geprägt wird, indem Personen mit angeborener und später Erblindung einbezogen werden. Das Projekt kombiniert innovative methodische Ansätze wie Magnetenzephalographie (MEG), Eyetracking und maschinelles Lernen, um die Interaktion zwischen Augenbewegungen und neuronalen Prozessen detailliert zu analysieren. Diese Ansätze ermöglichen es, sowohl die neuronalen Grundlagen der Sprachverarbeitung besser zu verstehen als auch die potenzielle unterstützende Rolle von Augenbewegungen bei der Sprachverarbeitung zu bewerten. Langfristig könnten die Ergebnisse dieses Projekts praktische Implikationen haben, insbesondere für die Entwicklung neuer Technologien zur Verbesserung von Hörhilfen. Die Möglichkeit, Augenbewegungen als einfache, zugängliche Methode zur Bewertung von Hör- und Sprachverarbeitungsfähigkeiten zu nutzen, könnte transformative Auswirkungen auf den Bereich der Mensch-Technik-Interaktion und die Behandlung von Hörverlust haben.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Salzburg - 100%
Nationale Projektbeteiligte
  • Herbert Reitsamer, Paracelsus Med.-Priv.-Univ. Salzburg / SALK , nationale:r Kooperationspartner:in
Internationale Projektbeteiligte
  • Olivier Collignon, Université Catholique de Louvain - Belgien
  • Tzvetan Popov, University of Zurich - Schweiz

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